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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
729
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von dem fteym Hertzogthum Lotharingen.

7»S

sinnbilde ein sieb erwchlet haben / mit der über- ovs l' äeko wi eira; 4) ZI' auvalorati; s) j ki-

sihrifft : Vonecimszurum; z)il)eiio«, welche lomati ; ^c26emia ?h^llcs - critica. Au

sich in ihrer gesellschafft ^uallöciret machen/ sind ßl 'accel!, deren sinnbild ist ein angezünde-

um hernach in die ^caäemia cls xp Intrvnaü ter und rauchender sichten - bäum/ nebst dm

aufgenommen zu werden / und ist ihr sinnbild Worten: ttmc oäor 6c 5ru6Ws. Zu Lorenz

ein an einem myrtenbaum hinauf lauffender aber findet man Zl'^umorol;.weinstotk mit der erklärung: (^uello mi tcorge

WrWierdten Waupt-Wandlung

MterMaupt-Mheil:

Von dem

reyen Mertzogkhum MotZan'ngm.

GräntzeildesHertzogthums Lo-tharingen.

Ist weylandein König-reich gewe-ftn.

Wird zumHertzog,thumunddes Röm.Reichs et-

SMthttM.

Jeses sürnehme HertzogthuM! ist ein theil des alten König-^ reichsAustrasten/und grän-yet gegen morgen mit El-saß undVOesterrcich / ge-gen abend mit ekamp^ns >gegen mittag mit der Grafschafft Bur-gund / oder?r3!icbs Lornte , gegen Mitter-nacht mit Lupenburg und Trier. Hütseinen nahmen erst vom Konig l.otbari0,demjüngern Kaysers ^otkar« söhne/ empfangen/welcher zu Placentz A .869 ohne kinder verschie-den. Sein Herr bruder/ Kayser Ludwig 11,mästete sich der erbschafft an; allein seinesHerrn Vaters bruder/ Ludovicus/ KoniginGermanien / und Orolus Lalvus, Konig inFranckreich/ widersetzten sich und theileten diegesammten lande/also daß A. 879 König Lud-wigen Lotharingen zukäme. Hernach hat esRapscr Carl der Feiste wieder zusammenbracht/und auf seinen nachkommen / RapseeArnolfen/ erlediget/der es seinem unächtensöhne Fundibolcken oder Aenowalden über-geben/welchen König Carl in Franckreich A.898/ wiewohl vergeblich/ vom thronestürtzenwolte. Dieser Aenowald bliebe in derMacht A.9O0/ vorher aber kam durch Ver-mittlung der Stande dieses Reich auf denKaystrl.Printz Ludwigen/nachmaligen Römi-schen Kayser.

Um diese zeit hat sich einer/ nahmetts Re-ginaldus / aus des Königs in FranckreichPharamundus poKentät herstammend/ Herfürgethan/ und Rönig Carln/ den Einfältigen/in Franckreich dahin beredet / daß er Lotharin-gen an sich ziehen/den Kayser entsetzen/ undihm / dem rathgeber / unter der würde einesHeryogthums/ dieregierung/ landundleuteübergeben möchte/ welches auch also erfolget:Denn der König drang mit Heeres - macht bißgen Maintz / und Patennicheim / unweitNlorms. Ließ es aber mit Rapser Henri-chen l zum tränst und frieden kommen/ wel-cher bey Bonn am 7 Novembr. A. 9^6/ wieStephanLzlu-iusiom.upaß. 299Met/ oderwie der LantmuNtcir keMonis will/A. 924 mitbeywesen der Bischöffe und Grasen bestätigetwurde. Die eydliche forme lautet also: k«>Vierdte Haupt-Handlung.

6üs ineunt i öc <7aro!us tibi ounczusm am^liu«t.otbgrienle R.e^num uiurj?aturum ^roimttensregreäitur. Hat also der Rönig dem Rap-ser die Hoheit und eigenthum dieser land-schafft zurück übergeben. Und wäre seinemnachfahrer Rapser Otten i nicht schwer gewe-sen/ solches land zu erhalten : Massen dennauch schon einige glieder dieses Königreichs /als die lNeyner/Baßler/ Gtraßburger/Speprer/ und endlich auch die Cölner andas Römische Reich/ aus liebe zur freyheit/übergetreten/ und ihnen sonderliche Räche undeine regiments - form angerichtet. Alldieweilaber Rayser Otto u die^ Posterität KayserCarls des Grossen nicht gäntzlich von diesemihrem erblande wolte ausgeschlossen wissen/hat er des Königs in Franckreich Lothar« bru-der/ Carla/ zum Heryog gemacht/und mit RtMteikLotharmgen belehnet / welches aber eher^ ^^als im jähre 997 geschehen. (Andere wollen/

K. Otto 1 habe A .966 Hertzog Carln das Her-hogthum aufgetragen/welches dann sein söhnund enckel bestätiget hätten.) So weit brach-te es doch allerhöchst besagter Kayser Otto 11.daß König i^otbarius, welcher diesen fetten bis-sen gerne selbst verschlungen hätte/ eydlich an-geloben muste/ sich daran nicht zu vergreisten/noch dem Teutschen Reiche diese Provintz zu.entziehen.

Da dieses Carls söhn/ Heryog Otts/ sä-he/ daß er ohne leides - erben abgehen würde /hat er den Grafen in Ardenne/ GrasGott-frieden den jüngern mit dem barte / an kin-des-statt/undzum Nachfolger mit Kayserlicherlehns-herrlicher einwilligung auf- und ange-nommen. Wiewohl andere/ und mit ihnender beschreibet'des HertzogthumsLotharingen/melden/ es habe K. Henrich ll Graf Gottfrie-den von Ardenne A. 1006 mit dem Hertzog-thum belehnet/und dieser sein lehn mit gemalteingenommen/auch wider Graf Balduinenin Flandern/ und andere feinde/ vertheidiget/und ist also Lotharingen ein Reichs-lehn geblie-bem

Ihme folgere sein söhn Gofllo oder Gote-lon/und diesem Gottfried der Bärtige deril, welcher zum Nachfolger gehabtGottfriedenin, so ohne kinder verstorben/und seine schwe-8u z ster