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DesEuropäischm Herolds vierdte Haüpt-Handiung
tzen aufgerichteten löwen/mit schwachen bü'ct-ten beworffen / darstellet. Gehöret zu demHertzogchum LbadLK. Im zweyten schwar-tzen ftlde stellet ein aufgerichteter silberner lowedas Herrzogthum für. Das vicrdcequartier ist abermahl zweyftldig / und zwar daserstere zum Hergogchum Lensve gehörig/ hatausgclben güldenem gründe ein breites blauescreutze durchaus allenthalben gehend / st dessenmittel ein güldenes vierecktes platzlein trschei-net. Das letztere hat eine gewisse röche hel-den -figur /ckefgenannt/ UN silberweißen ftldeund r^rXi'ermret das Marggrasthum Mont-serrat. Im hertzen des gantzen stamm ° fehlstdes ligt oben auf das Savoxischeschildlein/welches im rochen felde ein silbern creutz füh-ret.
Aufdem grossen schilde ruhen dra) güldeneoffene Helme/doch ohnegltter; der mittelstetragt eine Rönigliä)e geschlossene Crone zubemerckung des Königreichs Cxpern/ ausdieser entspringet ein güldener leopawen-kopss/zwischen zween fiügeln gleicher sarbs/so zu Sa-voycn gehöret. Zur rechten steigert aus ei-nem andern gekrönten Helme zwo silberne sau-ten/ oder Orientalische hüte oben mit golde ge-krönet/ und sich in pfauen- spiegel endigend.Zur iincken ist der Sächsische Türckcn-Hut/mit dem rauten-krantz gezieret/zu sehen.
Das schild bezieren die beeden Orden / nem-llch cicp^nnonLiZcls und 8.welchen er-steren Hcrczog Carl der Gütige zur ehreGOTTes/ und der heiligen Jungfrauen/unddero ts gehemmtsten gcstisset. Wiewol<iLU8V!,der Grüne/ vielmehr vor den urheberzu halten ist/ indem er einen Orden unterdem nahmen des Halsbandes aufrichtete/wel-chem höchsigedachter Hertzog Carl der Güti-ge das bilb cie l'/wnonciüUe bcyfügete. Diefigur stellet die Historie für/ da der Ery - EngelGabriel der Jungfrau Marien die em-pfangniß IEsu ankündiget. Dieses bildhanget an einem Halsbande/welches rings her-um mit verschiedenen liebesschleiffen oder vier-fachen stricken beleget ist.
Wie denn das Ritterliche Halsband oderder Orden bestehet aus funffzehn rosen/de-ren sieben roch/sieben weiß / zwischen welchensolche liebes-knoren gefischten sind/ zu umerstaber ist eine rothe und weisse rose zu sehen.Zwischen denenselben rosen und knoten er-scheinen vier buchstaben K L. K. 1. das ist: Lor-tltucZc» Ljus Kboäuln 1'enuit, und bedeuten dietrefiiche ^ckion der eroberung der Insu! Rho-dts/welche Fürst ^macleus der Große Ä.1Z19 de-nenCaracenen undTürcken abgcnonnnen.Kö-nig Henrich lv in Frankreich laß diese buch-staben zur zeit seiner conquesten in Savoyischenlanden rückwärts / daß ^K. L. x. daraus wur-de/und erklarte sie also: i'out Ketournera Lnki-2nce,d. i. Gang Savopensoll noch Fran-yöisch werden. Er ließ sich aber hernachmit der landschafft Bresse/ Pignero! und der-gleichen abfinden/und steckte das schwerdt wie-der in die scheide. Der (7beva!ier (ZMcbenonmeldet/ daß die obige iVsämon keinen grundhabe z und der Savoyische kMoncus xavnoäbeweiset aus dem grabmahle GrafThomai zu Savoyen/ ^msäeuv Herrn vaters/ daß
er schon das weisse creutz und das ssmbolumx.L.K. 1. welches anders ausgeleget wird/
nemlich?Zuc-.e LntvnLL Komps 4 out, d.l.LlNeangeschlagene sense reistet durch alles/gebrauchet/welches hernach hochbemeldter seinHerr söhn zunt andenckeu/zumahl aber auch zurerinnerung der schimpfiichen bände und stricke/welche er den Marggrafen zu^K-Ne zutragengezwungen hatte/wieder erneuert.
Der Rttter sind nach der stissttmg anderzahl 14/ und mit dem oberhaupte rz Zu ehrender 15 gcheimniße der heiligen JungfrauMarien. Jedoch hat Hertzog Cmanue! Phi-libert zum gedächtniß der fünffwunden Chri-sti noch sünff Ritter mehr eingenommen.Sie kommen jahrlich auff das fest der Verkün-digung zusammen/vormahle in der Caetheuserkirche petrT Lsikr! in ttu^v, welche der Or-dens-stiffter zu solchen Versammlungen/ unddaß die Religiösen vor die jeligkeit der Ordens«
Ritter bitten sollen/kunckret hat/ietzo aber in derCamaldulensr unweit Turin.
Der zweyte savoyische Ritter-Orden ist^der von S .Maurig /welchen Hertzog ^msäe-us Vitt A. 14Z4 aufgcrichlet/und pabstGre^gor X-11A. 1572 mit dem Orden S. ^.azarivet'einbaret/ und ist Hernog Enmnuel phi.ljbert zum ewigen Haupte desselben erkohrmworden. Dieser , von welchem der
Orden den nahmen führet/war Oberster derThebaischen legion/ und lieget zu Sitten imWalliser-lande begraben/ sein schwerdt undring aber befindet sich unter dem Herzoglichenschätze. Anfangs giengen die Ritter als pil-grime in langen grauen rocken von tuch mitpil-grimstaben/und ließenden bart und das haarlang wachsen / waren auch nur sieben an derzahl von alten Adlichen geschlechten. DasOrdens-ereutz ist weiß/ und wird über demgrünen von S. Lazaro getragen,
Vas Ordens - zeichen ist ein grün creutzmit weiß umzingelt. Ich glaube aber / daßalle Ritter Ansiedler s'yn müssn/ wenn siesich dem ersten stiffter L^Lo Xlagno gleich hal-ten wollen. Indessen folgen sie der rege! derCistercienser/und halten ihre gewohnliche zu-simmenkünffte zu Nizza und zu Turin/ allwosiezwey herrliche gebäude besitzen.
Dee ordentliche resideny des Herzogs Residenzist seit EmanuelPhiiiberts zeiten zu Turin m AaÄspie,nont gewesn/ als welche darzu wegen der Hcryvgs.iituarion nicht allein der allerbequemste / soittdern auch wegen der trefflich m festungs-wercke/und der schönen citadelle/ so mit sünff royal-bastionen versehen/ der allersicherste platz ge-schienen. Der palast des Hertzogs/ so wol deralte als der neue/ist in der stadt gelegen und sehrmzAniUczue gebauet/ auch kostbar meubüretzwiedenn der gantze Hof -Staat und bediemmgüberaus galant und recht königlich herauskommt/ weil die Hof-und Staats - amter meh-rentheils mit hohen Standes - Personen verse-hen sind. Gestaltsam der mehreste rhett desAdels dieser lande von denen Ampfern inOrient und Occtdent/ oder von dcne«i Rö-ntgen in Italien / Fürsten in Morea undGrafen von Genfs herstammet/ und H.^mucleuz Vitt wohl hat sagen können/ daß erFürsten zu Nasallen habe. Massen denn
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