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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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713
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von dem fteyen Hertzsgthum zu Savoyen.

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Z7?a (7sjz 83VOl?.öcc. der Welt vorstellen ließ.Weil aber solches ohne vorbewust Kays Ma-jestat?eräin3näl II geschähe/ befahl dieselbe allenMeichs-LulleZiis ihm dieses Pi-Xöicat nicht zu ge-ben/ biß endlich der ietztregierende Hertzog Vi-Aor^msäen-i ii vonKayftrl. Majest. Ä. 165c)wegen geschlossener alliantz wider Franckreichdie con6rm3tion destelben erhalten/ dafür aberder Kayserl. kammeriOOOc-OO gülden in Ve-nedig ausgezahlt/ und diesem nach die titu!von Königl.hoheit benebst dem tractement/wel-ches gekrönten hauptern gegeben wiro/fastvonallen Potentaten unweigerlich empfanget.Franckreich hat zwar ckKcultat gemachet/ eingleiches zu thun/ aber doch unlängst auch da-rein gewilliget. .

VttHttw Gleichwie nun aus Letztangeführten und

- bald folgenden erscheinet/ daß der Hertzog von

EMdunY Savoyen seine nieiste Hertzogthümer und lan-

Mil. / insonderheit aber Savopen / Chnblms/Zlosta/ Genevois und den antheil ^ontferl-at,desgleichen ?!elnvnt, Oneille, Lai'ceüvnetts;Ferner 8ulbi ^uree, 8a!ulle, (üevs, t/lsurienne,5^arantaile, Verceil, leriäe^ ^auciZn^, U.a.M.

samt dem Reichs-Dicariat und GeneralatLiiJtalia/ von der Raxserlichen MajestätZu lehn trägt/ und deßhalber die gewöhnli-che psticht abstatten muß: Also ist kein zwei-fel/ daß er des heil. Ron?. Reichs Fürst undStand sex. Anmaßen er auff Reichs-tage ne-bens andern Churfürsten und Ständen be-schrieben wird/ und mit einem gewissen Chur-fürsten- mäßigen anschlage in der Reichs-ma-tricul begriffen ist ; ob er sich wohl seiner ?rX-potentz und entlegenheit halber so genau an dieReichs-abschiede und Reichs-anlagen (außerwas die Türcken-Hülffe betrifft) nicht vindenkästet/ sondern dem Reich nur/ was ihme gefal-jig/ zu willen ist.

Als cinsten der t^rckn2!äe!3 Valette mit demvorigen Hertzoge /Carl Emanuelen/ zu mit-tag tafel hielte/und dieser gefragt wurde / wiees gehalten würde / wann er mit Churfürstenzusammen käme? griff er an den Hut und sag-te: i^v conliäenue die Cchurfürsten desReichs nechst den gekrönten Häuptern/als die fürnehmsten Fürsten von Europa/und erkennte ste/ als Vicariuz und Fürst desReichs/ allerdings gerne vor seine Obern/wäre ihm auch nie zu sinne kommen/ ih-nen die pi'Xceäeny zu Uilputtren. Auff Reichs«Versammlungen hat Savoyen seine stelle aufder weltlichen Fürsten-banck zwischen Hol-stein und Hennenberg/ welche auch zu an-sang des jetzigen Reichs-tags sein Gesand-ter Carl kelix hlallett! ex Dominio 1)50X11 tilsbgehalten.

Dessen rang Ausserhalb solcher donvente wird er keinemReichs - Fürsten leichtlich weichen / zumahl erin der Pabstüchen capelle und an Königli-chen Höfen allen Fürsten von Italien/ jaden? Groß-Hertzoge vonFloreng felbsten/vermöge Pabsts pii V Bulla vom 17 Jan. 1570/Vorsitzer. Welches das (Kollegium LleAvrs-le zwolff jähre hernach durch eine forma!' Necla-ration coniirmiret. Anmaßen Heryog CarlEmanue!/ des itzigenHerr vater/bey der ren-contre zu Aon A. I6s9 als in !oco tertio demVterdee Haupt- Handlung.

Cardinal ^iZ^arini, Uremisr ^linilkre vonFranckreich/nicht weichen wollen. Hergesgen der Cardinal auch an einem drit-ten orte dem dritten söhne Heryog CarlEmanuels / Emanuei phttiberren / !am3m Sc lc x>25 gegeben ; wiewohl dieses in re-gard stirer gualite, als Admirals von Spa-nien/ geschehen ftyn soll. Der Hertzog zuMan tun / ungeachtet er dem zu Savoyen dasprXäic2:Cstelle gibt/ undhergegen nur denticul ä'kxceilerice wieder bekommt / hat zwarchemahls dem haust Savoyen einen yi-Xce-äentz-streit erreget/ ist aber vergeblich ding ge-wesen. Uber dieses daß die pi-Xtenbon und ti-tul des Königreichs Cppern diesem Fürstl.haust eine grosse pi-Xi-o^uv gibt/ so ist auch fer-ner zu dessen hoheitgereichig/daß es sich acht-mahl mtt denen Raffern m Occident undOrient/fünffmahl n:itZranek?:eich/ funff-zehmnah! mit Fürsten von? Aomgl.geblü-te/fü;?ffmah! mit dem Ery - HerzoglichenHaufe Oesterreich / cinmah! init den?-niginZlrsgonien/ zwepmahlmicden Kö-nigen vonCastilien und-Ä.eon / dreymahlmit Portugal!/ einmah!;??:t Polen/ E??-gcliand/ Schottland/ Cxpern/ Döhn?e??/drepn?ahl n?it den Rönigen i:? Sicilienund Portugal! / und sonstcn ?i?it den für-nehn?sten Häusern der Christenheit in che-a!!ia??tzen eingelassen?. Und sind aus de,??Savoyischen gefthlechte entsprossen ei??Römischer pabst/vier regierezide Rönige/zween Cardinalc/ drex Ery-und Bischöste/vier Königinnen und zwo Chur - Fürstin-nen.

Daswapen-schild desHertzSgs ist quar-DasmM,tirt. Das erste quartier aber bestehet aus vierftldungen. Nemlich in? silbernen ftlde 1)ein gülden creutz / dessen enden wie ein f lor-miret/oder wie eine krücke/ um welches nochvier andere kleine creutzlem stehen/ ist das zei-chen des Königreichs Jerusalem; inmasstnvon der Lusignamschen familie/ in deren rechtdie Hertzoge von Savoyen getreten/ihrerzwey/als Guido und dessen bruder ^M2!ricu5^ dasKönigreich Jerusalem würcklich in besitz ge-habt/ihre Nachfolger aber den titul daroon be-ständig gcführet. 2) Zehen silberne und blaueschmale zwerch-balcken / darüber ein rother-we zum raube geschickt erscheinet/ bedeutet dasländlein i>ul!An.in IN?0iÄou. z) im gelben ftldeein rother zum grimme ausgerichteter löwe be-merket Armenien/ weil von den CyprischettKönigen unterschiedene theils würcklich Königein Armenien gewesen / theils den titul und wa-pen darvon behalten. 4) Im silbernen ftldeein rother löwe/ bezeichnet Augenburg. Unddieses istdasquartirteschildvon Cxpern. Imzweyten quartiere sind drey ftlder/ deren ?) vur-purfarbig/darinn springet das Mestphälischeweisse roß. Im 2) güldenen ftlde sind diefünff schwache balckeu/mit darüber zwerchge-legtem grünen rauten-krantze / das Hcryog-thun? zu Sachsen bed'Mende. Unten erschei-nen im weissen dreyeckigten ftlde die drey ro-chen einwärts gewickelte halbe zirckel oder ste-blätter/ welche des HertzogthumsEnger??wapen machen. Das dritte quartier hat zweyftldunaen/dmn ersseres silbernes einen schwar-Xxx x tzen