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VM dem freyenHettzogthum zu Savoyen.
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Verantwortlicher gewesen wäre/ samt denandern großen Wirten einen repmirlichenund sichern universal-frieden zu erwarten; soviel gefährlicher ist es/ derer Holländer exem-pe! bey demNiZneZischcn frieden gefolget zu ha-ben. Denn wie eben diese gleichsam darmitgestraffet worden/daß Franckreich mit Engel-tand auff ihren Untergang conlssrirel/ und ei-ne totiN-everilcm des Staats und der religionin ihren iäccn formiret Hütten / und die macbi-!i5t.one5 des Frantzöischen Gesandten/ blon-lieur ä' /^V2UX, schon viel verderbliche brütenausbrechen machten; oer übrigen effecten sol-cher KpJl-.-mon das Rom. Reich Temscher Na-tion betreffende/ zumahl durch die wcgnch-mung von Straßburg und die reunioocsundttsj?en6sntzen/anitzo zugcfchweigen: also stehetnoch bevor/ was Savoyen von dieftm über-eilten frieden vor vortheil oder schaden zu ge-warten haben wird.
Franckreich ist nun von etlichen lecuüz hergleichsam in einer guali polless,die wider dassel-be in Waffen stehenden Potentaten listiglich zutrennen/den einen zum abzuführen auserlese-nen theilmit plaubblcn und vortrefflichen con-6-twnen/zumahl mit Zvantagculen Heyrathen/zu blenden/ und also an sich zu ziehen/ damit dieübrige Bunds-verwandten desto eher zum frie-den einlencken müsien/ man auch geraumere ge-legenheit gehabt/seine äeilc.nz zu erobemng meh-rerer laude und leute auszuführen. Wie solches
I.. f. Fleier, in 8cbeä. cls nu^erä ?ace 8abauc!.mitexempeln wohl ausgeführet / und das beyspielmit Hertzog Emanuel Philiberten bekandt/welchen König Henrich li in Franckreiä) durchverheyralhung seiner schwester/ derPrinceßinMargarethen/ listiglich von des Kayftrs parteyabzoge/davon aberSavoyen den schaden hatte/daß es verschiedene örter durch Konig Philippsin Spanien armee sich entziehen lassen muste.Allhier dersstc noch diese gefährlichst darunterstecken^daß da veranschlag / dasSavoyischemächtige Fürstenthum unter Franckreich zubringen/ und als eine Provmtz zu trattiren/ mitder Portugiesischen Heyrath bey Sr. Konigl.hoheitnichc glücklichen succeß gehabt/man sol-ches vermöge des panicular-friedens durch dieHeyrath zwischen dem vuc äeLcurZoZns und derPrinceßin Maria Adelheid e^^uiren könte.Dumahl dieses nicht ohne grosses nachdenckenist / daß vermöge sothanen ftiedens die Hoch--Fürstl. braut also vermählet worden / daß siekein Heyrath - gut einbringen; hergegen sie /wann der Hertzog von Burgund sterben wür-de/ als eine tochtcr von Franckreich gehaltenwerden solte. Sehr glücklich aber würdenSe.Königl. Hoheit und. dero Princeßin gewe-sen ftyn/wann sie beständig bey der grossen al-liancegeblieben/und eines rechtschaffenen ftie-dens erwärtig gewesen wären: Denn da hät-ten sie von der gloire mit genossen/ ihre eigeneund die allgemein-: freyheit von Europa mitbefördert/ und ihre sammt des gantzen Italiensruhestand und sicherheit mit besorget und eKs-emiret/ auch ihre lande mit besserer iKick^ion,als ehemahlen dero vorfahrer / «Hertzog Ema-nuel Philibert/nach dem treffen bey 8. (^umtinIwiedererlanget.
Nichts desto weniger schlössen Se. KonigftViexdee Haupr-Handlung»
Hoheit A. 1696 mit der Crone Franckreich vor-ermeldeten particular-frieden/dessen vornehmstearticul folgende waren:
1 Will der allerchrisilichste König dem Her-tzoge alles das jenige wieder geben/ was er ihmzeit - währenden iehigen krieges genommenhat.
ü Will er ihm Pignerol nebst alle dessm zu-gehör wieder abtreten/ jedoch daß die ftstung ge-schleisset/und dem Konig dargegen der Thal vonLarLeUonetta eingeräumet werde.
ni Will er den Hertzog von Burgund mitdes Hertzogs von Savoyen ältester Princeßin/ohne forderung einiges Heyraths-gutes/ ver-mählen.
IV Will der allerchristlichste König demHertzoge zu ersttzung des in solchem kriege erlit-tenen schadens vier Millionen pftmd auszahlenlassen.
v Wollen sie beyderstits biß zum allgemei-nen frieden eine olk- und äctönliv - ailianceschliessen/und einander nüt ihren trouppen bey-stehen.
vi Verspricht der König/daß den Savoyi-schen so wohl oräinsr - als exti-Zorclinzr-Gejand-ten eben solche ehre an dem Frantzöischen Hose/als den Gesandten der gekrönten Häupter / wie-derfahren solle.
vii Will der König zu desto mehrer Versi-cherung des gegenwärtigen ftiedens - rractatesdie Zar^tie des Pabstes und der RepubliqueVenedig verschaffen.
Alldieweil sich nun des Hertzogs bißherigehohe Mitten diesem ungebührlichen particu-lar-frieden mit grossem ernst und eyfer wider-setzten/ so conjunZirle er sich mit den Frantzöi-schen trouppen/ und belagerte noch in selbigemjähre die Meyländische ftstung Valencia, wo-durch die Crone Spanien zur Neutralität/ dieübrigen Wirten aber zur reuraäe aus Italiengenöthiget wurden.
Diesem frieden thate auch der allerchristlich-ste König durch die executinn derer versproche-nen puncten ein völliges genügen; worüber sichver Hertzog dermaßen content bezeigcte/ daß erüber die eine pforrezu Turin folgende imcksstioasetzen ließ:
kecuperatis ItaÜX Clavibu5 >l'emssum^ani,
()uoä invitus aperuerat,Viälorclanlit.
Hierdurch wurde auf Sr» Konigl. Hoheittaussnahmen gezielet/ welches aber ka^uino znRom folgender Massen umkchrete:
Leib pacisczue Arbiter,kinibus LsAni ^rolatis»
ItaÜX clavibns recez?ti8,koeäeratol-urn auxibo ^kani l'emssum ,
()uocI ance^>5 a^>eruit»
Vickor inbäus claulit»
Einezeitlang hernach masieten sich Se» Kö-nig!» Hoheit der nomination und collation überdie Abteyen in ihren landen an/ wodurch sie inlangwierige undannoch währende cbKerenticttmit dem Päbstl.hof gerathen/ indem sich dievataria solchem zum nachtheil der Päbstl.prÄ-o-xgtiven gereichenden beginnen standhasttig wi-oersetzet» So dampfften auch Se.Königl.ho-Uuu u 2. heiß