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Des Europäischen Herolds vierdte Haupt-Handlung
heitdierebellen von ^onäovi, welche bißhero inselbiger gegend grosse unruhe gestifftet/dermas-ftn nachdrücklich/daß dieselben gantzlich ausge-rottet worden.
Als derbekandte Theilungs-Trattat wegender Spanischen suecsssion zum Vorschein kam/hatte der Hertzog / unerachket seines genauenverbündnißes mit Franckreich/ ein solches miß-fallen daran/ daß er denPabst und andereStaaten in Italien ermahnete/ sich wider sol-ches beginnen zu liAiren. Nachdem diesertractat durch das vermeinte Spanische testa-ment umgestossen/ und der krieg zwischen demKayser und dem hauß Bourbon in dem Her-tzogthum Mäylanv veranlasset wurde/ bekamer nicht allein den pl-Xtenckrtett König in Spa-nien zum schwieger-sohn / sondern ließ sich auchzum (Zenei-glillimo über die Spanischen undItalienischen trouppen bestellen / mit welchener feine eigene völcker conjungirtk. Zedochals ihm die Frantzöischen Generate den gebüh-renden respett nicht solcher gestalt bezeigeten/wieer verlangte / sondern vieles ohne seine ordreund vorwissen unternahmen/ über dieses auchdie campagne A.i7Ot nicht nach wünsch ab-lief/ begab er sich zeitlich von der armee hin-weg nach Hause / und hat nach der zeit wenigeyfet zur beförderung des krieges wider denKayser spüren lassen»
Sr» Königs Hoheit noch lebende nechstean-verwandte von der Carignanischm liniesind:
HevydjF EmNnue! philibert ^maäeus^gebohren den 20 Augusti A.i628/welcher taubund stumm gewesen ; jedennoch aber durch ei-nenSpanier/nameus Emanuel k(Zmiero2 ä> es-rivn»einiget Massen reden lernen. Er vermäh-lete sichA. 1684 mit stauen Maria Eacharinavon Este/Printz Borst aus dem Hause der Her-zoge zu Modena tochter/von welcher gebohrenworden:
princeßin Maria Viöloris den t^Febr. A.!687.
prineeßin lssbellz IvOu^ss Gabriels A. 1^89»
priny ^maäeu8 A. 169O.
priny Ibom2s iAN2riu8 den 16 Mast A.
Z696.
Von der Soissonischeu linie/deren Urhebervbgedachter LuZeniuz t^3uritlu8 gewesen / fol-gende geschwister:
priny ZuASNiu'5 ?rar!c:ilcu5 VON SaVVyeN/geb. A. 166z/ welcher nicht allein in dem Sa-voyischen krieg wider Franckreich/sondern auchin dem letztern Türcken - und ietzrwährendenkrieg in Italien als commandirender Kayserl»General ungemeine proben der tapfferkeit ab-geleget.
priuceßin svbannZ LzptiÜZ, genanntUgäemoileüe äs 8c^illon8, gebohren den 1 Ja-nuarii A. 166s.
princeßin fbilibertZ,genannt ^laäe-Moiiells cls esrign-iNj gebohren den 22 Novemb-A1667. . ^
Des ältern bruders Ludwig Thomas/Grassens von 8oil?ön8, welcher letztens ausFranckreich zu den Minen übergieng/ vorLandau aber sein leben einbüßete/ von seinerGemahlin Uranien cle lz Oopte aus dem HauseLezuvsiz hinteriassene kinder sind diese:
duävvicus 1bvM38 ^ Printz von Savoyen /geb .7 Den 1687.
- - - Fraulein von Soissons, geb» izSept.
- - - Fraulein von Carignan.
---Printz von Carignan/geb» 29 Jan. 169s»LuAemu8, geb. 4Jul.i692»
- - - Printz/gebam Mart.1697.
Von derNemourifchen tmie:
Sr. Kömgl. Hoheit höchstgedachte FrauMutter/ Frau , geb. den
it Apr.A. 1644.
Dieser Hertzogin Herrn Vaters bruders/Henrichs von Savoyen Frau wittbe/ ist
Frau klsria von vrle2N8, Hertzog Henrichsli von l.onguevil!e tochter / Und jetzige Besitzerinder Grasschasst worvon in der drit-
ten Haupt-Handlung vierdtem Haupt-Theilemehrere Nachricht ertheilet worden.
So viel aberdie Savopische landschaff-ten insgesammt betrifft/ will man deren lange?sänhenauff2OO Welsche meilen/ und die dreite übersc> ausgeben/ und haben siezugräntzen gegenSawyMi,Norden das länvlein Gex/ benebst dem see*und gebiete von Genff; gegen abendOaupbine und Provence ; iNtttagwertS dieMittelländische fee/ und von morgendenStaat von Genua/das MantuanischeMont-ferrat/ ingleichen das Hertzogthum MeylandundderWalliserland.Lassen sich sonsten in drei?theüe/nemlich Sayopen/Piemontund dasMontferratisthe gebiete/füglich absondern.
! Zum Hecyogthum Gavoxen ist dem-nach zurechnen (1) das eigentlich so genann-te Savopen/ worinnen die Hauptstadt Cham«beriv unddieprincipabvestultg Montmeiian/
stlMMt^,LcksUe8, pvntbsLuVolsln Und^mw!»
l7gelegen/ (2) das Herydgthumm welchem tbonon am Gensser-see/ Lvianund klpaille , (z) das Heryogthum Qens-vc>!8> welches die Hauptstadt ^nnecx-, LlZirlTiOOt,Lbsumont, Lntremontlmö k.ocbe begreisst/(4) dieGraffchafft Maurienne/ worinneNLsmt äs Klarirlsntte und b.3nebourg gele-gen / (f) die Grafschafft Tarantaise/ derenstädte ^loutiers mit den zunahmen eryleundLk. ^lüurice sind/ (6) dieVaronieFau-cigN7/ hat ein städtgen gleiches ttahmens/ Lon-nevilie und eiule, /7) die Baronie Beaufort/(8) die Baillagen Lermere, (zaillZrä nebstdem thal Lbeser^.
!l Das Srffenthumpiemont beschlös-set sehr conliäsrsble landereyen/ als(i) dasHeryogthum Aoffa/ in welchem der Haupt-ort Aoffa und das bLrgschkoßBardo /(2 )DasFürffenthuiu Und ffadt Gueglia/ (z) daseigentlich so genannte Fürstenthum pw-mont/ so den nahmen daher führet/ weiles an den füssn oder wurtzeln der A-penliegt/ begreifst die stadte Turin/ Saviglia-no/Carmagnola/ Chieri/ Eunw und Mon-dsvi nebst ihren distritten/ wie auch cari"ßnsno, pignero!/ kiloncaglieri/ A woli/ Ra-cottigi/2^ene/u.a.m.(4)daöMarggrafthumund stadt Saluzzo/benebst L>emvnt,l-M2l^und l<ivell3, (5) dieMargrasschafft undstadt Susa sammk^viZllZno, (6) die Gras-schasst Asti/ dessn stadte Asti/ Verna/undVUls novaä' Mi? worzunoch dielandschafst
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