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Des Europäischen Herolds vierdte Haupt-Handlung
««Wichemacht Mfte.
Jlltradelfves Pabst-thumS.
sel des Rirchen-Staats/ und keinem fremdenohne special - liccntz über drey tage allda zu iubli-Mren zugelassen ist / und andern stattlichen ea-stellen und citadellen mehr verwahret/ welchedoch nicht alle ausser verfall ihrer wercke stehen.Obgedachte oestung zu kerrara soll den erbwl-er derselben Pabst ClementemViii bey zweyMillionen ducaten gekostet haben. Und dielandschafft Umbrien paßiret / ihrer unzugaagi-gen läge und beschaffenheit nach / vor eine star-cke vorinauer. Die Zeughäuser zu kerrara ^LoloZna, zu Rom in der Engelsburg und aufmVaticauo, zu ^.ucona UNd kavenns sind mit allerzugehörwohl versehen/undkennen nur darausüber 50000 fuß - knechte inontiret werden«Die waffen werden grostencheils zu Tivoli ge-schmiedet und fabiiciret- Bey denen 'sbermisdes Kaysers OiocletiZni in Rom sind die fürtreff-lichen landes-magazmen Zu befinden«
?u wasser find diese lande nicht wenigerwohl verwahret. Die Häfen sind nicht sosehr groß/ daß eine machtige flotte einlauffen/und eine äelceme chun könne. Die RömischeundPicenische küsten sind voller ungewitter/undVon sehr MosieM ba^rcl«
Diemacht zurseeist nicht gar sonderlich«ZuCivits Vecclua liegen oräiuarie vier galeen/einige gMzzen und eine anzahl ruderschiffe.Man pflegt deren aber auch wohl mehr auszu-rüsten/ wenn es die noch erfordert. Wer dieseflotte commündiret der Leu^ale (Zelle Calere,welcher vermittelst eines Pabstlichen Lreveconllituiretwird / und monatlich zoo feudi gagenebst dem benöchlgten umerhatz vor i-. l.aucies-hat. Unter ihm stehett An buo^otenen^te, dessn gage monatlich lOOscudi/die cüapltamder schiffe und der militz/die Alflen, oderFähn-driche/die kaAZtor!^ und andere Officirer undStabs-personen.
Was Massen die päbstliche soUverainet^und welt-gültige autoritär durch der ge-sammten katholischen Christenheit ver-mögen und reichthum mit unterstützetwerde/ und was man vorkunst-wercke zuer-findung dieser reichflieffenden gold-undsilber-quellen gebrauchet/ davon ist bereits oben hin-länglicher bericht ergangen. Dabey denn dassprichwort Lixtl lv , welches nun weltläuffigworden/ wohl wahr bleibet: So lange derPabst noch schreiben könne/ so fehle es ihman gelde nicht«. Denn die ftder ist die aller-reichste fund-grubeundfliessen ausderftlbendiegüldenen lnäulZentien/^blolutiones, Casus re-
lervatsKelervationes, Xlanäata äe proviclenclo^8pvlia,/z.nnatX,ublösuNg der Gallien/ ConlirmÄ-tioues, Dispensaciones in ehe-sachsN / penliones?Pabstl. Monate / jubel - jähre und dergleichenschrifften ; deren eine einige viel raufendReichs - thaler in einem moment einträgt«Denn es ist zu Rom alles ums geld zu bekom-men« Pabst Johannes xxi l hat in seinem to-be 2sOOOO0/ UNd Pabst CalixtUslll ÜsOOOOgold-gülden hinterlassen. Pabstpaulus n hateine unsägliche menge güldner und silbernermüntzen unter feinem bilöniße prägen lassen«Pabst 8ixtus V hat auf die vielen gebaude undttruÄuren einen mehr als Königlichen schätz ge-wendet/ und dennoch in dem Callello äi 5./znZeloroch fünff Millionen als seine fpar-büchse beyge-
leget/ mit der Verordnung/ daß selbige b ey strafffedes bannes nicht angegriffen werden sollen?ausser zur äußersten noch bey pest/hunger / unddem heil, krieg gegen die ketzer; wie denn der je-desmal)! regierende Pabst sammt den zweyenin Rom bleibenden Cardinalen drey besonderefchlüffel darzu haben sollen/ damit keiner ohnedem andern hinein kommen könne. Uber dißhat er noch diejahr-renten mit 200000 krönenvernichtet. Die hauptsächlichsten arten geldzu Machen sind folgende : Nemlich die Car-dinalateund die <Zjlpensgtione5 und begnadl-gMgen« Zwar gibt kein Cardinal etwas vordie prvmotwn, vielmehr hat er aus der Pabstli-chen rent - kammer eine auskömmliche penllon tzugeniessen/dafern besten einkünffte nicht Hin-langen/ den Staat zu führen. Dadurch aberwird der kämmet ein zugang zugeschrieben/wenn einer verstirbst / und die vac-mtz nicht sobald wieder ersetzet wird / denn die ankommender unvergebenen bencllcien werden der kam-mer berechnet. Welche reiche erwerbungs-art Pabstwnocentius Xl wohl verstanden/ unddahcw so viele Cardinal-stellen zum theil auflange zeit unverliebcn gelassen« Von denenäissenlatiolis - emkünfften/ so wohl in gtMbu'sprollibitis, welche unsägliche summen eingetra-gen/ als sonsten von andern obgedachten artender Päbstlichen gewerbe/ist noch anzumerckemdaß nicht alle/ zumah! die Bullen / Lrsviaflolica^nnaten und dergleichen dem Pabste zugutt berechnet/sondern denen oKcislen/die dasihre aus dem tax - amt ziehen/Zu theil werden.Hierüber erhebet der Pabst sehr reiche colle-ceen aus Spanien/ Portugal!/ Italien/
Polen / Teutschland?/ dönAapserlichenL^rb-> Königreichen/ NvWolis/ denHer-tzogthümern Parma 5 MeentlZ und andernmehr/nur allein komanckola muß 700000 gül-den zahlen. Franckreichwill dißfalls krafftob-handener Concordaten frey feytt/wiewohl die-ses vielleicht von dervatana oder vielmehr ?«-wtentiaria zu verstehen / indem in der vor diefreyheit der Frantzöischen Arche abgefaßtenschutz-schrifft/welche das Parlament zu ParisKönig Ludwigen Xl übergeben/ enthalten ist/daß die Crone Franckreich dem Römischenstuhl 600OO krönen zu entrichten-schuldig ftye.
Engel! - Schotts und Jrrland haben sammtDänemarck/ Schweden und denen Protesti-renden Standen des Reichs/ bißher nichts ge-geben / werden sich auch in zukunfft schwerlichin contributwu setzen lassen«
Wir wollen allhier auch derer intradenInttMi<erwehnen/ welche der pabst m und aus^A ^seinen provitttzien/ ämtern und städtenerheben lasset. Welche denn am meisten ausdenen imposten Und zollen von wein/öle/ge-trayde/ meet saltz/ fchmaltz / fleische und an-dern waaren Ankommen. Die geld-straftnals fruNus jurisäicllioiNs gehören auch daher.Das lubliämm tl-iennals, welches vom pabstPaulo III ein vor allemahl ausgeleget/und nachder zeit perpstuwet worden: Das luvsiäiutt»triennaie aller Münchs-Orden (wovon dochdie vier arten der bettel-Mönche/ als Domi-nicaner / Minoraten oder Francjscaner/Augustiner und Carmeliten eximiret undftey sind) durch Italien. Die collectenund
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