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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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von dem Fürstenthume des Pübstes. 697

te mit absagung- des Türckischen greuels zw über dieses gehören noch darzu u i-anciespe?-rücke treten würden./ ihnen der Pabst solches ?2te, welches allesammt reformirte HauptleuteKönigreich ohne abzug der irebellamL^ retti- sind/ und monatlich is scudi haben. Sie wer-teren solte. den commanäiret von dem Lenersle llelle Luar-NHv/att- Die palllv - prTtenliones des stuhls sind fol- llis lli sua 8antitä, welcher monatlich 2OS scudt6ende. Der Heryog von Modcna prTten. zur sage hat/und welchem ein Lieutenant zumMM?, cliretaufv^lecomacüio unweit Ferraragele- Unter - Commandeur nachgeordnet wird/gen/ vorgebend/ es sty Reichs-lehn/ und von dessen einkommen sich monatlich auf8c> scudi be-dem Hertzogthum Ferrara lepariret/ und der läufft. Beyde werden durch Lrevia ^pallo!^Heryog zu Parma machet einen anspruch ca bestellet.Jn dem Päbstlichen palast haben ie-aufdie Wiederlösung des pfandlich innhaben- derzeit sO Schweiher/ nebst iT-OavalleMeii undden Hergogthums Castro. 4l.anciespL^atediewache. Die übrige militzVis macht Die macht und gewalt der päbstlichen des Kirchen-Staats äelle Lanlle commandl«lNouarchie ist desto größer und formidabler/ ret en cllek der cenersle lli Santa ellleiä welchesMMchü. ie verdeckter sie geführet und unterhalten/und eine hohe und schr ergiebige chargeist/ undie subtiler selbige in das interesse/ macht und mehrentheils voneinem Päbstlichen dllpotege-reichthum anderer Potentaten Eatholischer re- führet zu werden Mgt. Zu ftiedens-zeit hatiigion eingeflochten und verwickelt wird. Als er monatlich looc / zu kriegs-zeiten aber zoondenn die Majestät des päbstlichmStaats scudi. Unter ihme stehen ungefähr sOO hoheohne das bracüwm leculars und weltliche und niedere Ossicirer/die undpoteny nicht erhalten werden kan. Der 8ergenti t»l2gxiori in denen Provintzien/der <^ol-weltliche Staat aber dieses hochanHesehe- latersle, Generale, psgawrs, die Lapitani äe*neu Fürsten ist eben nicht der allermachtig- (üavallis 6i Kataris äelle l^llitie, die (.'olonelliste / iedoch aber auch der schwächste nicht in der vi und Mderswo/ die vielen eallellan«weit: Denn wenn alle stränge wissen/ und das llelle Portens5 äelle k^oelli eTorri, die LoneraliPabsthum zur llecallentz kommen / mithin auch llella^avalleria, ja selbst die Generali zu Ferrum ?die aus. aller Welt nach Rom einlauffende und Avignon. Ihme ist der imoZotenemsschätze/ als der Nervus der Hierarä)ie/ abge^ Generale und sergeme^aMore (Zeverale zuge-schnitten werden solten/ bleibt bey den land- ordnet/ deren jener jährlich ZOOO/ dieser aberschafften so viel noch übrig / daß man andern isOOstudi besoldung hat. Unter die hohensouverainen Fürsten wohl gleich gehen/ja die kriegs - bedienten ist auch zu setzen il Lallellz-meisten übertreffen kan. Ob wohl die asten no <ll 8./wgslo, welcher monatlich 5OO scudkDanones im Decreto Qratizni der Geistlig- ' hat/wird durch ein breve ^polloücum bestellet/keit das recht der Waffen gantz und gar abspre- und hat unter Hch den 8otto Lallellano, dessenchen / und das Reich Christi nicht durch fleisch- einnähme siH monatlich auf 100 scudi belaufst,liche ritterschaMsondern durch gebet und gott- ferner gehören hierzu ll proveällore, welchemseligkeit behaupWOerden soll ; so hat doch jahrlich 420 scudi einkommens hat/ und andersdie Päbstliche hisciplin den hirten-stab offt ins Officierew Die garnison aufbesiigtem castelkschwerdt verwandelt. Und unerachtec nach ist2OO köpffe'starck. Jngleichen geschiehetallen Päbstlichen rechten das jus belli mit dem auch die bestelstmg des Generale llell' ^rtiZKri»

(llericat und 8acerclorio incompstibe! ist / wie mit IQO scudi monatlicher gage durch ein brevs

in allen seculis verständige leute hohen und nie- ^pollolicum. Jeder (-enerals äella Lavalleris

drigen standes solches vorgestellt haben: So hat monatlich 'lOO/ ein Lommillario llella Lava!-

hat doch / weil der Pabst die weltliche Hoheit leiderer zwey sind/sc>/die sieben ^aellri lli cam.

zugleich führet / auf alle wider diß inconveni- po llelleprovincie jeglicher sO/und die sieben 8er-

entz der Majestät mit dem priesterlichen amte genti ^Morl llelleprovincie jeglicher 25 scudi.

geführte schrifften und reden wenig rellexioir Der eommznN-tnts aufder Engelsburg zuRom

gemachet werden wollen / sondern es hat mit wird durch ein Lrsve bestellet / und hat derselbe

dem Lccs lluc» glsäli der Päbstliche Hof durch- einen Vice-Commandamen nebst andernOffi-

gedrungen. cirern unter sich.

Die kriege / welche zu l.eoni§ X, (llememis Auf die tractamenten der Generals - und

vu, Pauli Ilii sulii lli, und Pauli IV zeiten fürge- Stabs-personen/ wie auch der übrigen solda-

fallen; item die äuxiliar-trouppen/ welche be- ten/welche sold ziehen/ gehet jährlich eine sehr

sagter Clemens vi! Kayser Carln v, Pabst grosse summa geldes; hergegen hat man diesm

Paulus in Kayser Ferdinanden?, Pabst Pius vortheil / daß von der Kllllia äells Zanlle keiner

UI Kayser klaximiliano II, Pabst Pius V Kay- nicht einen kreutzer bekommt/sondern sie sind mit

Bttfassutt-t st'-' Rudolffen n zumarchiren lassen / geben zu ihren stattlichen Privilegien vergnügt/thun aber

des Älkg^ verstehen/ was die päbstliche kciegs-macht auch nicht eher dienste/ als biß es die hohe noch

Swts. vermöge. Denn überdiß/daß der Romi- erheischet.

sche stldat von uhralten seculis her nach man- Und kan sich der Pabst bey seinen landen und MmM

niglichs ermessen den vorzug vor allen st:eit- weltlichemStaat desto eher Wide: alle feindli- A

baren Kationen hat/ so ist die Verfassung che anfalle verwahren/dieweil die lande von '

des kriegs - Sl aats gar wohl eingerichtet/ naeur dargegen wohl gesichert sind; denn

und stehen li Lolaatl clslle öauäc, so bey 8OOOO der Staat der kirchen ligt mitten in Italien/

zu fuß und zsvO zu pferde betragen sollen/ auf zwischen dem Adriatischen und Türrhem-

alle falle bereit. Die päbstliche leibgarden schen meeren/ und ist zu lande mit guten zuver-

bestehcn aus der Schweitzer-garde / welche läßigen vestungen/ als Oview, pi^erno, Sailu-

ZOO mann ohne prilU2 plau-, starck ist/undzwo biv,p3lli3N0)8poIet(),peruAia^ucona,p(irli, Lel>

compagnien eavalleZgisn,iede sO pferde starck; tMona und kercsrs, welche letztere der schlüssViexdte Haupt-Handlung. Ttt t sel