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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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DesEuropäischcnHerolds vierdte Haupt-Handlung

im gehorüm gegen die Römische kirche/ als ih- wollen allein die folge der Personen bey der Rö-xe mutt^/deybehalten. Zugeschweigen/ daß mischen kirche/und das darauffunä-rtePabstsweil bw dieser kirche die fettesten suppen/ und thum / wovon die Römisch-Catholischen ein soein ftmmelplatz zeitlicher glückseligkeitcn anzu- großes rühmen machen/und dcßhalber ihre kir-tressen/ beym evangelio aber gemeiniglich das che vor die Meisterin des glaubcns in der gan-bittere armuth und Verachtung zu finden; sins tzen Christenheil ausgeben / durch die lbcula be-cemal man an selten der ?lvteMrenden nicht rühren.

die mittel und gelegenheit hat/fürnehme ke- Gleichwie aber itztbemeldter x^oünTU8 lib.!!^^^vocznten zu aceommodiren / dahergegen ge- c. 8 stattliche gründe angeführet/daher zu schlief-schickte leute oder Standes-personen bey ihnen sen/daß Peters ine zu Rom gewesen/gute sormn vor sich und die ihrigen machen kon- wiewohl auch/ wenn dieses schon wäre/dennochnen : So hat sich der beyfal! desto eher behal- der kirche daselbst keine pi-Xemmsntz vor andernten lassen. gebühre; inmassen auch St.Petrus zu Jerusr-

^Dlefts ist auch ein sonderlicher griff aus ih- lcm und Antiochia eine Apostolische kirche ge-habt/ .rmd St.Paulus zu Rom die christlichelehre auch proüriret/ und selbige also eben soleicht die Paulinische als Petrisch- Apostolischekirche^ heißen köme. Dannenhero auch die

rer Staats-kunst/ daß sie die großen von derwelt zu geistlichen würden ziehen/ zum excmpe!denKayser zumLsnvmccizuAake u/und denKo-nig in Franckreichzum Abtzu^oitie^.- dahero

in der Ovpta zn Rom den speer Christi unddas schweißtuch der heil. VeronicX, und ein stü-cke vom rreutze Christi sehen wollen / welchesPabst Clemens vil K. Carln v, Pabst Inno,cennus X K. Casimirn in Polen / und Alexan-der Vii der Königin Christinen gethan.Kunstgriffe Mit was Staars-Uttd kunst-grtffen dieihre religio» gegen die Protestirendeschwächen, serner allecunret/und das weitere ^v^cementund wachsthum der Evangelischen lehre nicht

befördern sie die jenigen ziun eanomcat, welche Bischöffe gedachter stadt Rom sich anfangsm der Ovvta ui Rom den sveer Christi und ^mige secula deßhalber vor andern nichts

hinaus genommen/und der Patriarch daselbstseine prXi'OZgtiv und Kollow obange-

zeigtcr tnassen aufgantz einen andern fuß gese-tzet. Also ist nicht weniger zweiffelhusstig/ u>WW-iver diesen Apostel und vermeynten erstellBlschofzuRom gesetzt/daß er biß ins 25 jähr alü lebam.da gelehret und das Apostolische amt verwesethätte. Wir wollen es annehmen und ausgeben/. wie wirs empfangen und uns zu keiner gewehr

nur verhindert/ sondern auch deren bekenncr/ verbinden/ auch nicht widersprechen/ daß Mnuzzur Römisch-Catholischen religion wieder zu- neuen christlichen Archen an diesem grossenrück zu kehren / sich bemühet/ davon ist des so orte der welt gute dienste mit lehren und predi-genanmcn I'üeoüolü L.beMm vor verschiede- gen geleistet.Man rühmet hernach cietum,nachnen jähren heraus gegebene LXlsrev diesinn (stememem, serner /^nsLletum, und fol-

IN2NZ, durch den gantzen dritten theil durch/ sehr gends Lvanstum^ denn /rlexunärum öcc. mit wel-wohl zu lesen. chen aber Eusebius und IrenXUL i und auch mit

Aus bisheriger erzchlung erscheinet nun zur diesen andere ?atre8,i'ertu!ü3nu8 und^eron^-NerM^genüge/ auff was vor staffeln der Pabstl. stuhl m..s,nicht übereinstimmen / daß also eine grosse d«-zu Rom zum erim2tu ol-ämi8Uttdju5i8cji(Iloni8, Ungewißheit und viele lücken sowohl bey dieserund forters zu einer unbezahmten hoheit'und ersten lüccestwn, als auch in nachfolgenden zei-«MxrXemmentz/auch zu unerschopstichem reichthum ten zu verspüren. In dem üomiücäü des t)a- AnLund gewalc von einer zeit zur andern gestie- m^ü folgen auf ^lexamü-um 8ixtu8 ein Römer/Mc».gen/ wie er die erlangte jouverainiteundgeist- dann A.C. 0421'ele8pbo-u8 ein Grieche/welcherlich-weltliche Monarchie zu behaupten getrach- dielüebenwöchige fissren vor Ostern in seiner Ar-chen verordnet/und A- C. 154 gestorben.

NvxMu8 von Athen starb A. C. is8^

?iu8 von Aglar/wcicher das Oster-fest aus ei-nen sonntag zu halten vor gut befunden/ starb A.

CN67.

^nicew8 eilt Syrer/unter welche!» die strit-

tet/ was er dann und wann vor anfechtungenund anstoße gelidten/ und wie er sich seitherdem durch die kekormsston empfangenen col.po wiederum erholet/und gleichsam von neuembefestiget habe. Ehe wir nun zu dem itzigenHof-Staat des Pabsts uns nahen / erachten

wir vor nöthig/ von derlüccestion und alter- ... >5.^

thtttt? desRötttischen Vischoffs und darauf V p ^ecsolaten Dabi^tbtums mit cuma« m-'niapm

Rom/um sich freundlich ;n dlescr fache zu ve'>

erfolgten pabstthums mit etwas wenigemStteteßion zu handeln. Worbey doch der Vorsatz nichttsl'uÄ^nd/bieftr ist/ davon worte zu machen/mit was suglich.'oder unrecht der Pabst sich vor einen üi-^esto-rcn St. Petri in dem ainte eines Haupts derallgemeinen kirche ausgebe/ und was vor eineüberein - oder Mißstimmung seiner person/Stars- lehre und conüuste mit dem heiligenApostel und dessen lehre und leben sey/ auchwie man die der alten und neuen

nehmen/richtete aber nichts aus; wiewol er aberauch die Römisch -Bischöfliche gemalt nichtüber sich erketmete/A .Ci7Z.

Soterein Campanier/wclcher gestorben A.C. I79/Und^leutberu8 ein Grieche/so A. C. '94todes verfahren/sind nicht sogar berühmte leutegewesen.

Viüvr 1, ein Afticaner/ nähme sich der streit-

Römischen Bischöffe befinde / sintemahl daß fache über Haltung der Ostern eiferiger an/ und

diese ii-cceümn UetVl so lttierwciMch/ als UN- wolle deßhalbermit den von ihm mißstimmem

rechtlnästig ffp/ von hochbegabten mannem den Orientalischen kirchen keine aememschafft

gcist-und weltlichen standes/ insonderheit abet pflegen. Welches ihme von andern Bischof-

V0!N Uetro ivloIlNXo m üb. I, sen sehr vor ubel gehalten / auch seiner verme ^

c. Z6 n. Z7 mit unwidersprechlichen gründen sentlichen excommunic^ion keines Weges gehot^

vor äugen geleget worden. Sondern wir sinnet wurde. Insonderheit aber ^denMcy

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