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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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639
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von dem Mrstenltzume des Pa.bstes.

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kicder/ließe den StZtum controverli-rum odlcur diclli-'-lox^m Lcbols!kic-!M bchnlt-k/nndnochUnd zweissclhnfftig mnchcn/ und da nicht ssrtzn- mehr c-

kommen / abbrechen, u..e i.c./te als» verzöge- comn-^.ret/ den Lvangelisthen 6axmart>u5 an-rungen/damit ihr t°.bn- dqro weniger weiter der-formen und ineyminncn angedichtet, m dentdecket / hergcgen die nicht,» scharft,imiige diczmn Pabstthmn hichcv»rnün!ichb.f.m^!.'eleute bei) vcr so genannten alten lehre dqio eher lehren und >»a.n,-a anfs neue bestälchrn nd vor-erhalten werden mochte». , lrägi.ch., gcn.acht/a!,ch damit Me" de ».nei -

Der Konstr fttz-e j.ch inzwischen mit den beobachtet werden mochte/ die Geistlichlei-/Protestnemen Smtwen auselnen gewissen solches (soncilium zu beschwören/angehalten

Man hat auch dem pabstlichen Hofe fol- M^.,gence Sraars-gnste abgemercket: Daß erkm-iignssenemli h die weltliche Potentaten Römisch-Catholischer religion beredet/es bestünde sc».

fuß des rcilgLons-sticdens/und wurde allesaufein allgemeines freyes (sonciiium ausgestellt/was in der lehre und glauben strittig war / undweil die Evangelische Stande die Pabstlichen

künste/ und daß man sich nicht getrauete auf ei- der unterscheid der religionen christlicher

nein ^rMo mit dem herkommen und trsMo- lehre nicht sowohl im haupt-wercke / als

nen der Römischen kirche gegen die heilige mehr m wortcn. Jnmajsen stnderlich vor

schrifft auszukommen/bald merckten/ haben sie wenig jähren der ve?, ein Zcsuiter zu

aus die convocation eines fteyen (^oncilil um so Straßburg/ bey lreibung der Neligions-Union

B mzS- viel eifrigergedrungen. Der Pabst schickte sich hierauf eiferig angedrungen: Welches aber

c«!!n!!! b-var äußerlich etwas^ näher darzu an / und gnugjcun widerleget/ und gezeiget worden/ daß

schriebe dergleichenv-rsiinmlungnach-rMan- man weder die Römischeklr»« als meistcrin

tua/ und endlich nachec Orient aus. .^ue con- des glaubens erkennen/noch sich auch nunmehr

äitwne; aber wurden bei inaljen hart cmgmch- jur<- iium»no ihr atsociiren oder imrcrwmffia

ter/daß nian die arglOgkckc wohl wahrnehnien machen/ folglich so lang- der Pabst Pabst bles

konce. Weil man nun ^»ange/ischen thells in hei von keiner Vereinigung Hoffnung schÄffm

das gefährliche vorhaben der Ronnjchen Cie- könne. Unterdessen hat solch xrmcip-üln «w-

rssey mcht gehehlen/ noch das wlder die Reichs- cum crfodm/daß inan im Pabstthume sich auch

schluße angefangene schädliche und unsicyere ganlz anders i>ccomm<,-!irer/und fast ln allen ar-

concilium besuchen konte/ zog der stuhl zu Rom stM,,/ barinn man ckShr«.t ist / -l>ll'cvli>tiou-i

daraus diesen nutzcn/dah sie vorgaben/die Pro- ergehen lassen/und bey solchen Sürst -n/ die oime

tcstir-ndenfcheucten das licht/ könlen ihr-<i--- den, die -u-M» K-wruw ihrer Geijrliwkcit >u

gm-.!-, nicht behaupten/ waren untereinander überlajjen pflegen/so vielpwtituu-t/daß sie desto

selbst nicht e-ns/wlisten nicht was sie glaubten -c. -her bey der alten religio» u, bleiben sich relow..

und wurde also durch verlaumbdung deren leh- xen können.

reverketzert/demPabstedieäeciUvn undu^ro- dienet nicht minder die älsterlicheDieK^.

banon derer unter der Romischen Elerisey^par- gute inunier/ woniit die päbste und

teconcsrnrter^nonuliiheilngelasiett/und hier- risey de??en weltlichen Fürsten seither zu'U

.... /

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ende m eilen / und allem besorgten unheil und so ruäc und mitgewalt / sondern inlinuiren M)

Hüt dochseinen vor,tbeil dstvvn

sich gezogen, und zumccht bey Franckreich die kräme und dergleichen argerniße sind guten

okbl^ gegeben / daß in selbigem Königreich theils wo nicht abgcchan/doch dergestalt

solch (sOncilium noch nie zur pudbcntwn und c»b- ticiret/' daß es eine besstre art und wenigere be-

servlkntz gekommen. Die Protestireude/ und schwerung der vormahls hierdurch otfenckrcen

hernach die gantze vont Pabst abgetretene Chri- Christenheit hat. Was insonderheit mit

stechen/komen es so dann vor anders nichts/ Franckreich vorgegangen / davon wird in

als vor einseitige parteyische schlüffc halten und dem leben der Pabste lnnocentu Xk> /^lex-zn-gänlzl-ch verwerffen : Als es denn auch biliich/ vi! und lnnoLentü xil meidung gesundem

und von redlichen Catholischen gcist-und weltli- Die Herren Prälaten und Geistlichen spielen

chen Christen verworffen worden; wie hiervon ihre mit etwas besserer r^u^Non und

des l>. 8^1 pii Veneti Moria conciiii Inäentini ßravität/ und ist das gemeine Mönchs-wcsen

ausführlich handelt. und Gowpsäfferey auch ziemlich mehr mora-.

Gleichwohl hat der Pabsiliche stuhl allen bchet. So haben sie auch das predigen und

äusersten fleiß fürgewandl/ sothanem eoncüic,. betbücherschreiben gelernet/die ihrigen auffbe-

üls der grundfeste seiner souverntmte/alle antwortung der proteNnenden obje6tlonen

erforderte autoritär zu wege zu bringen/ mit allerhand subtilen MmNionen angesuhret/

fürnehmlich gedienet/tiones, worauff das groste fundament derPabstl. Staats - religio« berucht/ der heiligenfthrifftund

ronium. Leeanum und andere große lehret der

7. ^ - ^ Römischen kirchengeschrieben Huben/ lesen dörst

ifft an gültigkeit und krafft gleich gemachet/ ftn/ indem die !ocNLS8 exourMorü aufgut heyd-der Römischen kirchen/als der mutter/ die nisch die christlich - evangelischen bücher ver-smbentische erklarung der schrifft zugeschrieben/ bieten / die semüther desto mehr bestricket/ und

sin