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Des Europäischen Herolds dritte Haupt-Handlung
siadt Genua.
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gleichsam die garnisonübrigen sind noch mehr bürger-compagnien indieser haupt-und andern stadten / welche sammtdenen land-compagnien eine ansehnliche armeemachen. Und stehet der landes - ausschuß un-ter zehenHauptleuten/ welche Officierer abernicht gnug waren/wann das grosse aufgebot ge-schehen solte / welches man eine armee von60000 zu fuß zu lmporuren vorgibt.
Die fremde miliy bestehet aus 500Schweiycrn/zOO ^talianern und 1 00 Lor-sen/ohne die leibgarde des Doge/ zusammenauf 1400 köpssen/ ohne die primen planen. Undsind jeder Nation ihre eigene National-Offi-cirer zugegeben. Aus den bürgern und land-volcke aber kan die Republique 6000 mannals ausschuß ins seid stellen. Aufden nothfallund zu kriegs-zeiten pflegen sie so viel zu wer-ben/als Vonnöthen/auch suchen sie sich durchalliantzcn zu helffen/sonst aber und insgemeinist ihre maxime nach art anderer auch wohl nochmachtigerer Republiken diese/daß sie lieber ineintrncht und friede leben/ als vom kriegewerckmachen. Bevorab weil die commercienzur kriegs-zeit zu boden liegen / welche doch diefeele des Staats sind.
Der festungen haben sie nicht viel. Genuaist wohl gnug tom6c>ret/ denn weil sie an dieApcnninischegebürge gebauet/sind alle straffensicher vorm einbrechen. Auf der andern fei-ten hat sie das meer und den unvergleichlichenk4olo. Die tapsterkeit der einrvohneraber ist die AUverlaßtgste festung» Wel-che beinerne mauren auch der Frantzöischenbombardirung noch letzlich mit mehrerm Nach-druck/ als diefürtrefflichsten wercke/ wider-stand gethan. Savona ist von natur undkunst wohl befestiget. Novi ist die vormaurdes Staats gegen Milan» Clavio paßiretauch vor ein festes castel! und gräntz-maur.
Die Ca'oalleric des Staa ts ist eben nichtvon gross'rconsiclerÄtivn; obwohl die Genue-str gute reuter abgeben/und sonderlich aufNea-politanische pserde viel spendiren. Und ist hie-
Bit machtzur see.
dennoch
nicht mehr
wicwol
leren als 6 ausgerüstet haben. Vorzeitenaber gienge ihre macht noch weiter; welchesaus den mit der Republique Venedig überdem äoinimo maris geführten schweren kriegen/mit dem angriffe der Pisaner/eroberung Cor-sica und mit dem welchen sie Gottfrie-den von Bouillon geleistet / zu bewahren.
Das zeu-ghauß/welches in dem palast desDoge/ist so wohl versehen/daß man über Z0000mann daraus bewaffnen kan»
Die Lmkünffte der^RepubUque bestehenM
her nicht unfüglich zu rekeriren/ daß die Vasal-len des Staats zur zeit der noch mit einerwohlgerüsteten efquadron zu erscheinen / oderdoch eine und andere compagniezu werben/undzu des Staats dienste zu unterhalten pflegen.Es finden sich aber unter denen fürnehmenlehnleuten der Republique das Fürstliche
haust vona, desgleichen die k ^rquelenLpmola, Lvbeilim und andere mehr/ deren man-che über 2 Millionen im vermögen haben.
Die macht zur fee ist hergegen ziemlich an-sehnlich / und nechst Venedig in Italien diebeträchtlichste. Hiebevor ist der Staat soSroßinüthig gewesen/daß er indemMittel-meer dgtz ciommium exerciret/und damit in Astaund dem Aegälschgn meere conquesten machenkönnen. . Als man denn dafür gehalten / esvermöge der Staat noch heut zu tage über die16 biß 20 galkionen/ 20 biß 24 kriegs - schiffe /sammt vwlen kleinen fahrzeugen/ welche stetsin bereitschafft stehen / eine stärckere anzahl fe-ge! auszurüsten; tnaffen die anzahl der Matrosensowol aufdem festen lande als der Insul Corsi-ca A. 167z auf 16000 sich erstrecket haben soll.Sind also mächtig ML sich zu beschützen;
fürnehmlich aufdem reichthume des Adels und künsskder übrigen unterthanen : denn obwohl ausdenenzöllen von allerhand waaren undgütern/aus den gerichts-straffen/ holtz-und forst-wieauch wein-nutzungen/ und aus denen nutzba-ren Regalien zu Sarzana/ Lavio, Lavona,
) und anderswo/ ein ziemlicher ertrag /welchen man auf 428264 pfund schätzet/ zu ge-warten. Nachdem aber auf das Deputat desDoge / die besoldungen der civil-und militar-bedienten/ Gesandschafften/ aufdie fremde undeinheimische militz/ Häfen und öffentliche gebäu-de/ Unterhaltung der galeen und anderen zumKriegs - Staat dienenden fahrzeugs / wie auchauf die artillerie/ schlösser und festungen / eingrosses wieder aufgehet / ist solche summa beyweiten nicht hinlänglich ; dahero die Herrenprocuratores auf andere mittel/ die Staats-la-sten zu ertragen/und die gemeinen aufwendun-gen zu bestreiten / gedencken müssen. Diesesist geschehen durch die vielen anlehn und capi--talien/die man von denen unterthanen / Adelund Unadel/bey welchen der schätz des laudeszu befinden / aufgenommen hat. Da dennmancher mit gutem willen dein gemeinen We-sen mit seinen Mitteln/ jedoch auch ohne seinensonderbaren schaden/mancher hergegen durchzwang mit Unwillen unter die arme greiftenmüssen. Damit aber mehr gutwillige creck-sM dertorcs aufgebracht werden mögten/hqt mandieCMMl.von ihnen empfangene capitalien auff gewisseunterpfande/und gemeine einkünffte/zölle/päch-te/ und dergleichen versichert. Solcherley con-trafen hat man den nahmen Lompera gegeben/und diese oronung gemacht/daß/welcher l^ocz.tano oder darleiher 100 pfund hergeliehen/da-für in der Lvcietat einen platz/wer 200 zwo/ werZOO drey parteyen bekommen/ wodurch sichdenn die anzahl der Lomperen sehr erweitert/und vielerhand benennungen/alsdie comper»des (Lapiruls 8.pguli,8.petri)des ststyes / desweins:c. entstanden sind. Deren jede einigegewissenhaftste bürget deswegen zutoren bekommen/damit das credit-wesen wohlerhalten/ausgäbe und einnähme/ gewinn undVerlust rechtmäßig berechnet/ und weder dem?ublwc> noch denen Mtereüentcn zu kurtz gesche-
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Die menge der Comperen aber hat endlichconfuston, und diese eine andere weit bessereVerfassung nach sich gezogen / indem man siesämtlich zusammen in em corpö gebracht/ unodie Compera 6i 8. LeorßlO genennet/und d:e j-.o.
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liehen bürgern anvertrauet. Und. ist diesecompagnie bey vorfallenden schweren Staats-' r menge der
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