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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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570
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Des Europäischen Herolds dritte Haupt-Handlung

nim erzielet/ zeugen können. Gleicher gestalthaben auch die Provintzien Gelderiand/Seeland /Utrecht und Over-Ißel vor einengrund-satz ihres interesse zuhalten/ daß sie sichvon der einigkeit und bände mit dem HauseOranien / als welches das mittel ist/ mit denübrigen Provintzien und unter sich selbst die ein-kracht zu erhalten/ nicht trennen lasten. Dasgrosse vertrauen/so Se. letzt - verstorbene Kö-nig!. Maj. in Engelland gegen die General-Staaten getragen/ haben einige unter andernauch daraus abnehmen wollen/daßsie zu ssxe-cuwren des den 18 Ottob. 1695 aufgerichtetenKönigl. testamentesJhre Hochmögenheiten er-nennet haben: Allein wann man bedencket/daßdcro meisten Fürstentümer und lande in dengräntzen des vereinigten Staats gelegen/undderen interesse unscheidentlich daran verknüpfet/so haben sie wohl anders nicht gekönt/ als sichdißfalls an die General - Staaten zu hal-ten.

Dargegen hat der Staat sich auch fleißig

vorzusehen/ daß die Läminissratlon dieser ho-hen chargen nicht dahin mtßgebrauchtwerde /damit durch die kriegs-macht und Hof-Haltung die unterthanen des Staats/ zumahldie kauffleute/ nicht gedrücket/ die zölle nichterhöhet/die eommercien nicht gestopffet/ nocheine Msnarchische regierung und souverainitateines oberhaupts eingeführet werde. Wel-ches ohne Untergang dieser lande und derengrossen macht und reichthums nicht geschehenkönte.

Allermaßen auch/wie mehrobgedacht/ diefischerey - Handlung und kauflnannschafftdie seele dieses Staats ist; also beruhet aufderen conservation und flor ein grosses inter-. ^esse. Sintemahl der gemeine mann daherokäuffmanw die nahrung/ die kaufleute ihren reichthum/ derschafft kan Staat die ssckssssien / und der soldat zu seinemHarnisch die beste spange bekömmt. Der un-vergleichliche nutz erscheinet vornehmlich ob de-

IedschiKklugevsr-ficht zu ge-

Ohne die

der StaatNichtbeste-hen.

nen Osi-Indianlschenund andern see-com«pagnien /wetche vor die starcksten boll - werckedes Staatspaßiren können.

Dieweil nun ohne sicherheit zu wasser und

auf des landes kosten unterhalten / und dadurchbemercket haben/daß die Wohlfahrt des landeshieraufberuhe. Und ist dieses interesse so weit-greiffend und allgemein imgantzen vereinigtenStaate/ daß auch die an der see^ nicht gelegeneProvintzien in allen Admiralitäts - Coliegienihre committirte Rathe haben/und die gestimm-te' Wohlfahrt dißfalls mit beobachten lassen.Als ohne welche der gange Staat ein leibohne siele / und ein land ohne einwohnerseyn würden. Ja die wellen würden es über-schwemmen/wann durch Mangel der leute diedämme ruiniret werden sollen/ welches dennnothwendig bey solchem zustande erfolgen mü-ste.

Gleichwie auch die gewaltigen vestungender stadte im lande/ und die vielen korri-cllen und jg 1^passe dem lande eine gzosse sichezheit geben/

und die zwo ersten hereinlockungen desvolcksaus den Spanischen Niederlanden verursa-chet haben; also ist auf deren conss-rvsssonhauptsächlich zu sehen/ und deßhaiber eine zu-längliche anzahl ausländisch-geworbener solda-ten stets auf den deinen/ die wercke in gutemesse, die artillerie und Magazinen bey zuverlaßi-ger befferung und vorrathe; auch zumahl dieschleusten und Wasserfalle in getreuer obsichtund gangbarkeit zu halten. Am allermeisten Reffeu v»?aber dahin fürzmrachten/ wieder respett vonder laudcs - regierung / welcher aus anmer- MentWckungen ihrer glücklichen waffen/vorsichtig-undeinigkeit der rathschläge hiebevor inn-und aus-serhalb Europa in sonderbare grosse Lonliäer^twn kommen/durch die zwey letztern Frantzöi-schen kriege aber in etwas verkleinert worden/wieder empor gehoben und befestiget werde.

Durch diese mittel ist der Staat zur conssssentzkommen/und durch selbige muß er auch vordemuntergange oder ssecass^ntz ^r^sserviret wer-den. ^ <

Das ausseeliche 1 5 ssss. x 8 8 x beruhet aufU Z5erhaltung des edlen friedens und guter G descorrelporiäentz iNlt denen hohen anbenach-^A^barten Cronen und potenyen. Anmaßen den undohne diese weder die sicherheit zur see/noch zu^''^'

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mcdt^row: Dieweil nun ohne sicherheit zu Wasser und lande/ noch der fior der kausmannschafft erhai-lande die eommercien nicht bestehen mögen / ten werden können. Der krieg aber hergegenund dahero eines gewaltigen schutzes vonnö- nicht allein so fort denen einwohnern allen han-Lhen haben : so erfodert der Staats - nu- del in der feinde land entziehet/und denselben He-tzen/ daß man die flotten in möglichster xoss- neu Neutralen zuwendet/sondern auch verurja-tur und erhalte / dieselbe mit tapsern chet/ daß alle güter/ waaren und schulden preißsee-helden / muntern und geschickten boots - vol- gemacht werden^welches unglaublichen schadencke/ auch aller übrigen nothdurfft wohl versehe» nach sich führet. Zu geschweigen/ daß meistensSintemahl ohne diese der Staat nicht bastant alleRepubliquen /fürnehmlich die/so vermit-ist/die küsten zu bewahren/ die see von den Cor- telst des kauf-Handels zur macht kommen / chesaren zu saubern/und die Ost-und West- In- he>'l und Wohlfahrt im frieden suchen müstdianische maur» wie auch andere schisse in st- sen. ^ ^cherheit zu bringen; ja es würde auch die zu- Solche sicherheit und friede wird unterstü-gegenstmnmenbindung Europä mit denen übrigen tzet durch die gute cvrre.^onöcntz mit denenlu^»Lheilen der welt leichtlich aufhören / und aller- hohen nachbaren. Biß an König Carls il ab-dings schwer fallen / so viel Millionen Menschen stecken ist derCwnSpanicn vielleicht nicht wei-zu erhalten; zu geschweigen/daß es auch in die min sinn kommen/den vereinigten Staat wie-länge an nothdürfftigen st>estn / das feste land der unter ihre botmäßigken zu zwingen / es wür-zu beschirmen / ermangeln würde. Solche si- de auch ein vergebenes werckgewesen seyn; viel-cherheit zur see ist schon in alten jähren in die- mehr hat diese Cron/aus liebe zu ihrem eigenensen ländern vor so hochnöthig gehalten wor- interesse Ursache gehabt / dem Staat wider dieden / daß auch zur zeit der alten Grafen so wol Unterdrückung gegen Franckreich beyzustehen/der Burgundischen und Oesterreichischen re- sintemahl es mit dem rest der Spani-gierunZm die stadte ihre eigene kriegs-D schen Niederlande bald würde Man gc-

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