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von dem Frey-Staate der vereinigten Niederlande.
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nicht das geringste unterschlagen darff. Undist darbey der unterscheid/ daß die 6xa oder wasvon unbeweglichen gutem beständig einläufft/durch die Magistrats-Personen der bestimm-ten örter gesammlet/ und an die einnehmeredie gelder geliefert werden/ damit man wisse/was gangbar oder caduc bleibe. Die unge-wisse/oder steigende und fallende intraden aberan gewisse Pachter auff eine gesetzte zeit/ ver-mittelst einer uuNion, und also dem/ der dasmeiste drauffbeut/ ausgethan und verpach-tet werden.
Minlltril- Das allgemeine innerliche intereffe der
u/IÄvereinigten Niederlande ist vom anfange derUnion mehr die frejcheit der religion undder gewerbe oder nahrungs-mittel/ als dieHochmögenheit/ und die einmischung in allergroßen Potentaten Handel/ oder andere einemgrossen Staate in der welt vortragliche mo-mentz gewesen. Gestalten solches aus den ar-kiculn der Union so wohl als aus demcompor-tement der Staaten allerdings wahrzuneh-men. Nach der Hand/ und da sie auff alle mit-tel sich wider Spanische macht und tyranneyzu wehren gedencken müssen / ist das absehenwohl freylich auff schwachung dieses ihreshaupt-feindes gerichtet worden; wie man dennauch den kleinen kindern den haß gegen dieSpanier gleichsam mit der mutter-milch einge-pflanzt/ und die Spanische tyranney in co-modien und bey andern gelegenheiten ieder-männiglich immerzu erneuert. Daß sich da-her nicht zu verwundern/ daß jener Frantzose/der einen Hollander schertzweise überreden wol-len/ der Rönig m Spanien wäre ein Hu>genotte worden / zur antwort bekommen:Nlenn dem also wäre / muffen die Hollän-der Eatholisch werden. Es schiene denenvereinigten stadten nicht gnugsamzu seyn/ einfreyes und souveraines 8^llema pobticum ver-fasset zu haben / wenn nicht auch die erhalt-und befestigung desselben versichert würde/welches aber ohne dämpfung der Spanischenallzuformidablen macht nicht geschehen mö-gen. Hierzu nun har/ wie aus obiger be-schreibung der Niederlandischen Staats-ge-schichte erinnerlich/ Engelland und Zranck-rclch mitrath und that/ geld und volck-hülffedas allermeiste camnbuiret. Weniger nichthat hierzu auch die gewaltige applieLtion aufdie kricgs - exercitia und die kauffmann-
wrackt schiffflotte ein grosses gethan.
AieeArne^?lr wollen dafür halten/ daß das gröste iriler-^des eile des vereinigten Staats in eonlervattonder Union bestehe/ welche eintracht dessen ge-ringe macht zu grossem wachsthum gebracht/und ohne welche die hochmögcnheit nicht lan-ge bestehen kam Diese mapime hat der Staatmit allen freyenRepubliquen inEuropa gemein/und desto genauer auff die bände der Vereini-gung zu halten/ well die Verfassung desselbenmehr eine der Provintzien oder sie-
ben freyerRepubliquen/als eine eintzigeNespu-blica ist/ und dannenher bey weiten nicht so ge-nau zusammen geknüpffet sind/als diegliedmas-sen eines andern freyen Staats / oder die land-schafften/die von einemsouverainen Hauptere-Zieret werden. Daraus denn fliestet/ daß vorallen dingen zu verhüten/ daß nicht eine Pro-Dritte Haupt-Handlung.
vintz wider die andere/ ein quartier wider dasandere/stadte wider stadte/ und die Regentenin stadten unter sich selbst in Uneinigkeit zerfal-len/ sich eine über die andere erheben/ und diestärckere die schwächere unterdrücken mögen;sondern wenn ie Uneinigkeit und zwiespältegäntzlich nichtzu vermeiden/ dasselbe nicht all-zu weit überhand nehmen/und zur thatligkeitausschlagen / sondern zeitig unterbrochen/ unddurch schiedliche Verträge m /gehoben werdenmögen. Diesen vortrefflichen Staats-nu-tzen kan man am besten aus seinem gegenspiele/und den überaus traurigen und hochschädli-chen effecten spüren/ welche die trennungen/zu-mahl bey ansang des vor dem Niemagischenfrieden hergegangenen Frantzöifchen krieges/zu tage geleget/wovon aber allhier zu handelnallzuweitlaufftig.
Das büchlein/welches Hollands intereffetractiret/ irret darinnen sehr/ wenn es meldet/daß die einigkeit und wahres intcrclle von Hol-land auff teparZtlvn der General-Stadthal-ter und General-Capitain-chargen beruhe/ undder Staat so unvergleichlichen nutzen / seitherda das ewige Edier zur publ.c^ion und wir-ckung kommen/ und da man keinen Stadthal-ter gehabt/ von solcher frevheit gezogen habe.Sintemahl aus dieser schädlichen quelle dem Diemmp-gantzen Staat fast der endliche ruin zugeflos-^""Kfen; indem eine stete jalousie zwischen Holland ch^u, ^und dem Printzen von Oranien nothwendighätte folgen müssen/ wann es bey dem ewigenEdict geblieben/ woraus denn zwo unterschied-liche partheyen entspringen/ und andere hochge-sährliche inconvenientien mehr relultiren müstsen/ welche schädliche dinge zum anfange desFrantzöifchen krieges so böse wirckungen ge-habt/ daß der gantze vereinigte Staat darü-ber sogrossen Verlust/undMurbMmsamt demhazard von dem feinde gar verschlungen zuwerden/ ausstehen müssen. Es öffneten aberauch eben diese grosse schäden und confullon de-nen Staatisten die äugen/ daß sie sahen / wiehochnachtheilig dietrennung des Hauses Ora-nien von Holland / und wie unzuverläßig dasneue Gouvernement sty. Daher eilete man/wieder auf den pfad der vorfahren zurück zu ge-hen/warss sich in die arme dieses hohen Prin-tzen/ welcher auch endlich / nachdem das ver-dammliche Edict cMret/ und seine Hoheit deseydes obgedachte beede chargen nicht beyscun-men zu haben erlassen worden / die grosstn of-ferten der Herren Staaten annähme / undmit grossen frolocken des gantzen volcks/ undselbst derjenigen/ welche das Edict hatten schmie-den helffen/ und mm ihre Staats-fehler er-kannten und bereuecen/sich beeder hoher char-gen zu unendlicher conlvlZUon des Staate un-terzöge. Als denn auch bald darauf Holland Vereitu?allmählig athem schöpfte / und nicht nur die'mefeindliche fernere mvallon und conguesten hem-oramÄ jstmete/ sondern auch durch kluge anstellten und ftyrnüßleey»tapfere gegenwehr / das verlohrne wieder zuerobern anfienge. Darauf denn von einerzeit zur andern viel glückliche proZrellen/ undendlich der erwünschte friede erfolget sind/wel-che augenscheinlich von dem grossen Staars-vorrheil/den Holland durch verknüpffungseines intereffe an dns Fürffliche haust Ora-Ccc c Njen