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von dem fteyen Staate zu Venedig.
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fche Ambassadeur vor des Nönigs in Un-garn keräinsnck Königliche braut/ die Infantil,aus Spanien Marien Annen/ die psllsgsgesuchet/ und selbige mit der Spanischen flot-te von Napoli biß nach Trieft in Friaul con-voMn wollen/ hat ihme der Staat zur reloiu-tioa gegeben/ man ließe keine fremdegale-ren in den Golfo. Wolte aber ihre Catho-lische Majestät der Venetianischen galeren sichbey dieser gelegenheit bedienen / welche zugleichGikmet worden/ solte der Znfantin Hoheitmit aller ehre und gebührendem tractamentbewillkommet werdenzwolte man aber mit eige-nen schiffen die psüsgepsrforce suchen/ wür-de der Staat gewalt mit gewalt vertreiben/und sich bey dieser louversivile stattlich msin-reniren. Jnmass'en auch der Senat zu Vene-dig dem Vice-Ke zu Napoli zugleich zuentbie-ten lassen / daferne man Spanischer feiten dieforce mehr als das raisonable erbieten desStaats Xwmirte/würde die Königliche brautdie gefahr des treffens mit auszustehen/ undan statt einer braut-suppen die canon - kugelnzu versuchen haben. Ob aber diese so belob-te souverainitat durch die bey dem jetzigen kriegmehrmals schon eingelauffene Frantzösischekriegs- schiffe und capers kein xrsejucktz erlit-ten habe/ ist leicht zu urtheilen. Indessen ver-teidigen die befugnis / andere als eigeneschiffart in dem Golfo nicht zuzulassen / die
die beschiffung derer in ihren landen oder ge-biete gelegenen wasser wohl verbieten kön-ne. Usrtba, Va8guiu5 und ^su^evtls begrün-den solches verbot zugleich auffdie xrsekriptionoder Verjährung.
Wasmanvonpabst ^lezssn6ro Iii fürwcn-den wollen/ ob hätte derselbe den Staat mitdieser seecherrschafft begäbet/ solches istWst ist eil! ohne grund. Denn ob wohl dieser Pabst^eber H^xtzog Sebastian Ziani viel höffligkeitim. erwiesen/ in dem er ihm um seiner wider Kay-ftr Friedrichen i getreuen bunds - hülffe wil-len/ und weil er durch ihn auff den Päbstli-chen thron war rcü-luiret worden/ verschiede-ne äusserlicheRegalien/ darunter auch die sil-bernen trompeten/ ombrella, bleyerne Bullen/und dergleichen Inkßmenzu rechnen/verliehen/und der Urheber ist der see - vermah-lungs-ceremonie/ die jährlich auff Chri-sti auffahrts-tag celebriret wird: So istdoch das Dominium klsriz, welches die 8iAn<x-iavom ansang der Nepublique an besessen und«cerciret/weit eine andere gerechtigkeit/ als dieeinführung dieser solennität. In Massen auchitztgemeldter Pabst in seiner damals beym aus-tritt aus dem schiffe und Übergabe des ringesgehaltenen / und von den geschichtschreibcrnaufgezeichneten rede solches angezeigct/ mit den
Worten: tiunc annulum sccipe,öc me2utore i.plum Kt^re obnoxium tibi reääico, guoä cu tui-gue Luccellores czuorgnni5 Naruto clie lervgbitis,ut omnis poNeritgs inteUlAat, m^rispollelsionsmviÄoriX jurs velkram fuille. Solisten ist be-kandt/wie artig sich der Venetianische Ambasfadeur Lirolamo Donari amPäbstlichen Hoswe-gen der ober - herrrschafft des Staats über denGolfo verantwortet: Denn als ihn PabstDrstpe Haupt - Handlung.
juüuz II um den beweißthum dieses rechtesfragte/ gab er zur amwort: Es folte sichseine Heiligkeit nur geftülen lasten / dasOriginal der Donscion Napsters Lonttanti-ni Xigßvi, sto!er pabst Sylvestern erthei-let/ zu juchen/ stC würden sie gleich ausistder andern steite die pabstljche concellionüber das eigenthinn des Adriatischeirmeers an d^e Nepublique Venedig fin-den.
Allermassen die einkunste und geld-mittoldie senn-ädern emes Staats sind/ und ohnedieselben die grosse machine des politischencörpers nicht dewegtt werden kan; also wirdvon der macht des Vmetianischen Freystaatsbesser geurtheilet werden können / wenn manvorher die öoavces jn etwas erkundiget hat.
Wann man diejenigen Potentaten vor diereichsten hält/ die die meisten arten geld zuma-chen in ihren gebieten praKiciren können / foist nicht zu zweiffeln/ man wird den Venera-uistchenStaat vor einen der reichsten mm,d m?der welt halten müssen/weil keine Nationale desso klug auff die gewerbe und geld-mittel als^^'diese ist. Der berühmteEnglische Lxixramma^tist jobann o^enus hat von diesem schätze fol-gende sinnreiche schrifft himerlassen:
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Welches ohngefthr also verteutschet werdenkan:
U)ie das meer nur lauter waster/undder Himmel voller sternen/
So soll man auch zuVenedig allen reich-thum suchen lernen.
Die 0 k. Di kl R. - einkunfste werden fol-gender Massen erzehlet.
Das Heryogthum zu Venedig/ welchesdie Hauptstadt und einige Jnsulen herum be-greifst/ trägt jährlich an zöllen / gleiten/ fehr-geldern/ impoüen und tribut drep MillionenVenetianische ducaten/ ohne die saltz-ge-falle/ welche auch eine inillion ducaten (nachwelcher müntze die folgende summen auch zuverstehen) eintragen.
Die k!2rc2?revil2t!g, welches ein fruchtbarland/28Ovc?O ducaten zum wenigsten.
?26oua und das darzu gehörige gebiete
4OOOOQ.
Vicen?-, undderen bezirck2OOOOO.
Verona und deren terrirorium Z6OOOO.
LerZamo und dessen äiüriÄ ZOOOOO.
Lrems zum wenigsten I6OOOO.
krescia und deren landschafft i2OOOO0^
^ II donrsäo cli k.ovigo iqoooo.
Das krisu! q.OO OOO.
Die wasser-lander/ darunter Jstrien unddie theile Dalmatien/Albamen/ und die Jnsu-len enthalten/800000.
Und ist die summa der ordentlichen einkünff-te aufein jähr zum allergeringsten nach itzigemlauffangcschlagen acht Millionen/ zwey hu»-dert und vieryig tausend ducaten.
Wolte man nun extraorcknsr- mittel/ als dieneuen imposten /welche immerzu hoher steigen/deßgleichen die zehndcn der geistlichen gu-ter/die kauffschtllinge/ die man aus so vielenverkaufften Adelichen und hohen/auch niedrigenehgrgen löset/die conülbarjouez, geld-straffen/
stn-