472 Des Europäischen Herolds MyteHaupt-Handlung
ändsrung bringen / sondern alles übrige in a-- zu Preußen allergnädigst ertheilen lassen / undcu verbleiben solte» Folglich haben sie nie- hernach rimlaram jzollellionsm und alle >n6eper».
manden nichts entzogen/noch sich zur ungebühr- clsntz und louverainice durch genehnthaltung de-
mß etwas zugeleget/ ausser daß sie mit solenni- rer Königlichen ehren und würde bekräfftiget
tät und äußerlicher conäecoranon das jenige zu haben/daß also Ihre Kon. Maj. sich wenig an
führen angefangen / was sie bereits in der that alle diese und dergleichen widersprechung zu keh-
besessen/ und ohne jemands wiederrede bey de- ren ursach gefunden haben,
nen Lonvemen der Europaischen gekrönten Anlangende die materialische beschaffen- ^
Häupter genossen haben. heie dieses landes zu Preußen/ so gränyrwr '
Der itzo regierende Pabst Clemens X! hat selbiges gegen Mitternacht an die Ost-AAkzwart dieses rechtmäßige vornehmen mit- see und Sainogicien / gegen morgen 'tels eines lub snaulo ?llcarori5 am 16 April A. an Litthauen und podlachien/gegen mit-1701 clarirten kt-eve anzufechten/ und an die Rö- tag an die Majau/ und den fluß Orebniy;misch-Catholische gekrönte Häupter/ dem vorge- gegen abend aber macht der große schiffreicheben nach/ auf folgende art zu schreiben sich ge- tVeichsel-strom die gräntzen.Dielange rech-müßiget zu seyn erachtet: net man von Lauenburg an biß RagnitClemsn-i?spa. auff acht und viertzig Temsche Meilen oderEs hat aber eine sehr geschickte Hand in dem von Thorn biß zur Memci auff zwey undtractat/ Päbstlicher unfug wider die Crone funfftzig. Die breite von der see biß an Lit-Preußen begangen/ :c. so viel vorgestellet / daß thauen bey vier und dreyßig meilen. Um dasdie anmassung des Pabsts Könige zu machen jähr 1407 waren unter des Teutfthen Ordenswider die göttlichen gesetze / wider die gewohn- botmäßigkcit zu befinden >55 erbauete stadte/heit der ersten kirchen/ wider das natürliche 48 schlößer/ i8z68dörffer/640 pfarr-dörf-recht/und die gesunde vernunfft streite/ daß sie fer/2OOofreyhöfe/ und dieordinar-rentenbe-serner dem allgemeinen völcker-rechte entgegen liefen sich über 800000 gülden Rheinisch,sey/ daß das Päbstliche recht selbst dem Pabste Wormit aber andere nicht zu frieden/ sonderndiese gewalt mehr ab - als zuspreche/ daß die zu der zeit / da der Orden Kvliret/ 21000 dörf-Päbstliche schmcichler schlechte gründe haben/ ftr zehlen.
dem Pabst das recht/Königliche titul auszuthei- Wir wollen das polnische Preußen all-PmW»
len/zuzuerkennen/ daß durch obgedachtes^re?« hier nicht berühren / sondern nur von dem^Hm-
alle Catholische Könige/ja alle gekrönte Häupter Brandenburgischen vernielden/ daß darzu fol-
hefftig beleidiget worden wären/ welche mehr gende provtntzien gehören : als -
«Och hätten diese bclchimpffung gegen den , Nntnngen/dnrinncn folgendestädteund
Pabstlichen stuhl zu ahnden / als ein Konig in sch^, / ?Ä-Ign am frischen Haff/ Heiligem
^ darum zu bekümmern habe/ ob der beyl/ Sircurzburg/ Dmndenburg/ stadt und
Pabst fliß oder simr zu sauer Königlichen wur- schieß «m frischenhaff/ Friedland/Zeiten/
de sehe. ^ Und hiermit ist das Römische krevs preußisthEylau/Dsmnau und Landsberg
abgeserttget worden / ohne daß Hoffnung vor- ^iu Curischen Haff
machenwird/die- Sa.nininnd a.n Curischen Haff/ darin-
^ m!«.?'.«.ni.«. nen Römg-beeg/ allwo die Hertzogliche tt-
und die acta-Men^and-Commentbure / Statt- uti-.nk
balterund^Al^ ^T^ZenM^i- au/eme Merkte vejwng undguterste-
chen Ordens Preußischen und Teutschen ge-
bicts /und stellten bey Ihrer Rom. Kayserl. ^ ^ a?
^17/ai stir' al^eriiiailen das land in Greußen siischvN hasi. ^cgel.«.,u)ti. z ss-oen^-stact övc-
deinhohen Orden eigenthümlich zugehöre / und
der mit der Cron Polen wegen dessen leculsrili. Ä
xung und Veränderung zum Hertzogthume ge- ^ O " ' ^ ^
machte ungerechte durch die achts - er- ... I ^'uoau/l. armneu nachgesetzte stadte und
klarung MarckgrasAlbrechtszu Brandenburg B^uuesburg/pis, oie/Ko,
vernichtiget/ die lehn aber über diese Ordens- ^^c>ap.
lande von der Rom. Kayserl. Majest. von fällen !V Galmderland hat folgende stadte und
zu fallen seither immerzu verliehen und empfan- schlösstr: Ncidcnburg/ Ortelsburg/ ^0-
gen worden/und daß der Orden animum recu- henstem/ Seldau/ (Ailgenburg/ paßen-
bey bessern coniun^uren nicht vcrloh- hoim. ^ ^
ren; also geschehe dem Orden ein großer stoß/ v Bartenland/ welches diese stadte und
wann Ihre Kaystrl. Maj. über das a.b-öc vb- schlösset' begreifft: Barten stein/ Gerdauen/
repnt-e ausgebrachte prXäicar Hortzog in pidrdenbltrg/ AttAerburA/ Schipprnbei!/
Preußen/auch die bcinores Reglos aufPreusssn Leunenburg / Rastenburg / Geesten/
-tccQl-äireii würden. Es hat aber diest proce- Sonnsburg/ Barren/ ^ein/ Drenckfort/
tliZtion und remonül-Ätion wenig gefruchtet/ in- und LölZen.
dem Ihre Kayserl. Maj. nicht nur dem hohen vi pomesanicn/ oder das so genannte Ho-Chur-haustzu Brandenburg / sondern^auch ckcrland / darinn die schlößer und stadte:demFürstlich-Marggräfiichen Hause Fräucki- Marienwerder/Risenburg/ Holland/Mo-scher linie wegen der eventusliwr habenden mit- rungen/ Ocsterrode/ Gardensee/ Lhrist-beiehnsthafft an Preußen das p^clicscHertzog bürg/ Bischdffsrverder/ Teurjch - Exlau/
' preusch'