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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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277
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sam ad/ verjagten ihn aus dem Reich / und tru-gen Erichs söhne/ Fürst Gusttwn / gebohrenaus altem Königs geblüte derer von Wasa/die Neichs-verwaltungeinmüchig auf.

Dessen vater/Erich Johanns söhn/ Ritter^Ä/n. und Gouverneur zu Aland und Reichs-Rath/^ ' war mit in dem blut-bade durchs henckers Handumkommen. Ihn selbst hatte der tyrann Chri-stian il wider parole aus Schweden mit inDanemarckalsgeisel genommen: Er würcktesich aber ausder jagt loß/ entkam in bauern-klei-dern nach Lübeck als eines ochsen-Händlersknecht/ reisete von dar incoßnicä in Schweden/bekam einen großen anhang / sonderlich vonDalekarlern/ eroberte einen wichtigen ort nachdem andern/ bemächtigte sich der König!, resi-dentzStockholm/schlug die verhaßten Danenaufm lande/ und machte sich so wol ums vater-?M landund die erlösung von bißheriger tyranney!i.s Och verdient/daß ihn die übrigen Stande zum Kö-^»Ächig erwehleten. Aedoch / wann die Dänenden tyrannen nicht auch des throns entfttzet/undKönig Friedrich/welcher an seine stelle erwehletwurde/mit sich selbst zu thun gehabt hatte/würdees König Gustaven schwer gewesen styn / sich zumajmen ren/bevorab/da dieser neue König dasSchwedische Pabstthum zu reformiren/und denErh-BlschosszuUysal/jobsnacm ^lägnum, zudemüthigen sich unternommen. Er war somoäett, daß er nicht eher / als A. Is28 und alsofunssjahre nach dem antritt der Reichs-^6mi-vistrstioa, dieCroneund Reichs-Inljgnien suntder Majestät annahm. Es ist fast merckwür-dig/ daß dieser unvergleichliche Printz bep sei-ner geburt eine haupt-decke / als eine sturm-haube/ und ausderbruss ein roches creuymit auf die welt gebracht/woraus die curi-eusen dessen heldenmürhigkeit/ und daß er einretter des Vaterlandes sreyheit/ so wo! ein be-kenner und vertheidiger der wahren seligma-chenden religion werden müssen/ Wessen wol-len. Unter seinem löblichsten regiment hat sichdieses Reich wiederum erholet/ und nicht nurviel ersprießliche fruchte des Wohlstandes undsriedens genossen/sondern auch das grosse glückgehabt/daß die Evangelische religion A.is26darinnen emgeführet worden. Rönig Frie-drich in Oanemarck machte pr^renkon aufdasReich / ließ es aber zum vergleich kommen/undschlug diese Handlung zur gesamten alliantz wi-der den entsetzten König Christianen aus. DieProvintzen/welche noch nicht recht mit Schwe-den vereiniget waren/ brachte er auch zum ge-horW/und befestigte seinen thron durch klugeund tapffere regierung dermaßen / daß dieReichs-Stände bcy der Versammlung zuAro-sienA. is44/vermittelst Reichs-schlusses / wel-Die Eibfoi. ^?^' lnsgemein die erb-vereinigung genennetsewirdbe- wird/ verordnet/ daß forthin die Erbfolgedes Reichs bep den nachkommen A. Gu-stavs/so lange als deren vorhanden/ ver-bleiben/ nach deren abgangaber kein frem-der erwehlet werden solte; die Russen fie-len nach der zeit in Finnland ein; der tapffereKönig aber klopffte sie bald auf/ und starb end-lich A. 1560 im zagsten jähre seiner preißwür-digen regierung/ nachdem er vorher seinen älte-sten Printzen H.Erichen Xlii zum Reichs-fol-ger durch testäment erkläret hatte/ welcher in

Ätzet.

Schweden zum erstenmal bey seiner krönung A.1561 Grafen und Freiherren machte / da biß-Die erstmhero der gantze Schwedische Adel einerley stalr-Nerre!!^des gewesen/und waren die erstenGraftnStur »«SchwedenBrahe und Rosa.

Die Dänen suchten ihre alte ansprüche Dänemarsauf die Cron Schweden numehr wieder mo« durchshcrfür/ und nahmen Helsingburg weg; dielchwerdt.schlachten zur see und zu lande waren zweissel-hafft/daß bald diese/bald jene parthie sieg oderVerlust hatte / biß endlich A. 157c) der friede er-folgte. König Erich war weder an tugendennoch conäuite seinem Herrn Vater gleich/ fon-dern 6egenerjrte zu einem grausamen undwollüstigen leben/ließ aus bloßem verdacht sei-nen bruder/ Hertzog Iohannem in Finnland/m arrest nehmen/verschiedene Reichs-Senaw.res, und andere fromme leute/unschuldiger weiseumbringen / böse buben aber die boßheit unge-scheuet üben/behängte sich mit vielen maitrellen,deren eine nahmens Catharina/ eines tra-banten oder/wie etliche wollen/ Unter-Ossici-rers bey der fthloß-garmfon tochter/ die bißheraufdem marckte nüt nüßen unv obst höckereygetrieben/dw er sich auch endlich trauen und zutKönigin krönen ließ. Er wurde in vielen bösen A.Erichxmconcepren durch Wahnwitz gehindert / und ver-thron in dmlohr wegen seiner grausamkeit mithin den zep-kercka.ter A.is68/ welchen die Stände seinem biß hie-her gefangenen bruder lokanm übergaben/undK.Erichen an dessen stelle zur neunjährigen cu-stodie brachten. Unter währender verstri-ckungversuchte er mehrmalen loßzukommen/undcvrrclponckrte mit dem Groß - Fürsten in Mo-ssau : Deßwegen man weitern iaconvewenri envorbauen muste / nnd wurde er Mit gifft hinge-richtet. Sein söhn Gustav aber wurde in derstille erzogen / und biß A. 1607 in Mossau unter-halten/ in welchem jähr er daselbst verstorben^

Rönig Johann nun machte A.157V mit Dä-^Aam^neinarck friede/ darinnen Schweden die an-zum thron,fprüche aufSchonen/Halland/ Bleckingen/Gothland und Norwegen zurück lassen mu-ste. Hergegen gieng es gegen morgen besserab: Denn der König ließ sich mit K. Steffan.

Bathori in Polen in bündniß ein/erweiterte im die?nve^kriege wider Mossau die gräntzen seines gm-undReichs/ und eroberteNarva mit stürmender""""^'Hand/welchen frieden die Königin Elisabeth inEngelland vermittelte. Zu verwundern wares/daß er als ein Evangelischer König/ seinergemahlin/König Sigmunds in Polen tochter/Catharinen/zu liebe/ seinen Cron-Printzen/den er in der custodie erzeuget hatte/in der Ca-tholischen religion erziehen ließ. Sintemahler/als ein kluger Herr/wohl vorher sehen kön-nen oder sollen/daß die Zc^uilnion der polni-schen Crone dem Königreich Schwedenmehr nicht als unruhe und blutige elk^Äenmitbringen wurde. Denn obwohl R.Sig-mund in Polen und Schweden/welcher A. 1592diese regierung antrat / unter andern punctenaufdie reinhaltung der Evangelischen re-ligion in Schweden schwur / .und andersnicht/ als unter dieser bedingung/gekrönet wur-de; konten die pfaffen das reformiren dochnicht lassen/und setzte sich der König in verdacht/ob wolte er dle^^piculsrion dißsalls nicht halten/welches die Schweden zur widersstzung/ undMm z endlich/