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DesEuropäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
Christian zunicke in Dänemarck begeben hatte.Jedoch erzörnte er den Bischoff Kötill zu Linco-ping bald hernach/als er einige vornehme Da-nische gefangene auf freyen fuß stellete. Da-' zumahl war die Schwedische Cleristy bereitsvon sehr groffer autoritär und arglist. Dahe-ro dieser mißvergnügte Bischofs dem entwiche-nen König Christian! schrifftlich hinterbrachte/daß/sosern er dem gefangenen Ertz - Bischoffvon Upsa! die freyheit schenckte / es ihm so dannein leichtes styn würde/ K. Carln vm ausSchweden zu verjagen/und den thron wieder-um einzunehmen. Alldieweil nun.KönigChri-stian 1 diesem rath folgende/ den befreyeten Erh-Bischoff nach Schweden zurück schickere / fielalles von König Carln ab / als welcher auf demrathhause zu Stockholm sich mit einem eyde vondcrCron lossagen / und mit einigen örtern inFinnland zu seinem lebcns- unterhalt zu friedenseyn muste. Indessen hatten die Schwedenlieber gar keinen König gehabt/ undderErtz-Bischoff von Upsal schiene hiermit gleichfallsübereinzustimmen / indem er bey solcher bc-wandtniß das regiment selbst zu führen vermey-nete. Lctzlich aber wurde Erich Axelson zumReichs-Gouverneur A. 1466 auf dem tage zuWadstcna crwchlct/welcher so lange mil demehrgeitzigenErtz-Bischoffmn die obcrhand strit-te/biß K. Carl vui A. 1468 abermahl ins Reichberuffen wurde/welcher dannenhero A.147O alsregierender Königstarb/wicwolbey stinen leb-zeitcn die Verwirrung im Königreich kein endenahm. Aufseine recommenösnon wurde des-sen schwcster-sohn/Steno Stur/ zum Reichs-Stadrhalter er wehlet/womit aber viele nicht zufrieden waren/ ftndern K.Christian in Däne-marck anhiengcn/ und selbigen veranlasseten/daß er sich A.1471 mit einer flotte von 70 schiffenvor Stockholm in den Scheren sehen ließ/ nach-mals auch eine landung vornahm/pnd sein lagerVorderstadt aufdemNorder-Malm aufschlug/biß es bald darauf zur blutigen schlecht gediehe/darinnen der König in Dänemarck selbsten miteinem pfeil durch den mund geschossen / und aufseiner flotte in Dänemarck zu weichen genöthi-get wurde. Also erhielte Steno Stur dazu-mal einen herrlichen sieg / wodurch er bey denausländem verwunderung/bey den Schwedenaber liebe erwarb. Die Russen / so in Finn-land eingefallen/ hat er auch tapffer zurück ge-trieben / und das Reich in bessern zustand verse-tzet. A.148Z wurde zu Calmar aufder Reichs-versammlung <iecreriret/al!en fleiß anzuwenden/wie numehr (denn Christian war A. 1481 ver-
Und unter storben) die drey Cronen in der Person Io-
ftn anenett / des neuen Römgs in Dänemarckund Norwegen/ vereiniget werden möch-ten/worzu die einfälle der Russen viel anlaß ga-ben. Steno suchte es zwar zu hindern / konteaber nicht/ sondern muste endlich / als er von K.Johanne bey Stockholm geschlagen worden/selbigem das Reich abtreten/und behielte nichtsals Finnland übrig. Als die neue regierungden Ständen nicht allerdings gefallen wolte /sattelten sie wieder ab von K.Johannsen/ ausurftchen/ob hätte erden Calmarischen vertrag/als des Reichs fundamental-sichung/gebrochen/Dänen und Teutsche in die vestungen geleget/und übel haußen lassen/ der schätz sey aus dem
lande weggeschaffet/und die väterlichen schul-den nicht getilget/Gothland auch nicht relwu^ret worden / und was der beschwerungen mehrwaren/ und trugen dem Steno A.i svi abermaldie höchste gewalt auf. Er verführete aberselbige nicht lange/da wurde er durch gifft hin-gerichtet / und Suanto Stur ein Ostrogo-thischer priny A. isc>4 auf den thron ge-setzet.
Er ließ Calmar / darinnen Dänische besa-tzungwar/ belagern/und die stadt erobern. InHallattd und Schonen fiel er selbst ein / undsuchte dadurch den frieden mit der Cron Däne-marck zu erlangen/ und sich einen festen stuhl zubauen. König Johannes aber beschriebe A.isOs einen Reichs-tag der dteyen Reiche aus/tractirte ihn als einen rebellischen unterthanen/und wurden die fcindseligkeiten aufbeyden thei-len eyferiger fortgesctzet. Die Hanseestädtewaren auf Dänemarck jsloux, und halffenSchweden/so gut sie konten/ ließen sich auch we-der Kayjer Mmimilians Avocatorien/ so wenigals die Schweden das Dänische Manifest/ ir-ren. Inzwischen segnete Suamo A. 15-2 zuArosien das zeitliche / und wurde die Reichs-verwaltung H.Steno Stur/ dem jüngern/dessen söhne/ von den meisten Reichs- Rächenaufgetragen; welches er auch unter vielen in-nerlichen und äußerlichen troublen/so tapffer alslöblich/biß an seinentodA. 1520/ da ervon ei-ner stück-kugel getroffen worden// verwesen
Denn es war der Ertz-Bischoffzu Upsal mitZuziehung desPabst!.d?«ntii)/zrcemby!<!!j, Msfleißes bemühet/K. Christian llin Dänemarckzum throne zu bringen ; und dieser ließ auchnichts ermangeln / seine Prätention durchssthwerdt zu behaupten. Anmaßen es dem Ertz-Bischoffauch nach dem tode dieses Reichs-Ver-walters dahin glückte/ daß die meisten Stände .bey damahligem sehr verwirrten zustande imReiche sich König Christian unterwürffig ma-chen musten. Gleichwol verwahrten sie diefreyheit des landes mit gewöhnlicher Op-mla - ^ ^tion. Die übrige mißstimmige/und sonderlichüi» Vi«die Sturische partey/wurde auss ärgste verfot-m«get/und nach eroberung der haupt-stadt Stock-holm derselben 94 lauter fürnehme Herren/ soer zum panquet aufs schloß zum gnädigsten ein-laden/auch zween tage stattlich tractiren lassen/aufeinen tag/ welcher dahero bey den geschicht-schreibern immens l?olmienti§ genennet wirb/jämmerlich durch den hencker hingerichtet/ ihrecörper eine zeitlang in ihrem blute liegen gelas-sen/und hernach zu verbrennen/ auch die asche indie lufft zu zerstreuen befohlen. Der vorwandwar/ daß dem Ertz-Bischoffzu Upsal/ GustavTrollen/welcher doch so viel unschuldigen blutsvergossen hatte/ ehre undgürer abgesprochen/und dessen festes schloß Stocha oder Stöckenzerstöret/er selbst aber ins Arosische kloster Ver-stössen worden. Was vor unmenschliche grau-samkeit dieser Phalaris mehr begangen/ undwie er weder des weiblichen geschlechts / nochder unschuldigen jugend'/ und des greißen altersdarinne verschonet/ solches ist in den Schwedt-^ ^schen jahr-büchern nicht ohne entsetzen zu lesen-^Allermaßen er nun die grund-feste des Staatszerrüttete/setzten die Stände/deren edelste faml-lien dadurch ruiniret worden/ von seinem gehor^
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