Mer Com-tnercien«'
Räch.
2,62.
Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
Dänische flotte eher aus und renconnirte dieSchwedische/in etwa 40 segeln bestehende flot-te/ lieffihro den vortheil des windes mit gleicherscjäresse als glücke ab/ schlug sie in die flucht/ rui-nirte und eroberte 24 kriegs-schiffe / darauf beynahe 6OO caNonen gewesen / und geschähe diesesalles/che die zehen Hollandische kriegs-schiffeunter conäuirs des Herrn Admirali'rompsdar-zu kamen. Daher auch in demselben gantzenkriege Dänemarck zur see meister bliebe. Her-gegen hat der König vor zwey jähren derSchwedischen see-macht nicht bastant seyn kön-nen/ sondern muste geschehen lassen/ daß dieSchwedische flotte eine ttclcenw auf Seelandthate / und Coppenhagen zu bombardiren an-fienge.
Der Commercien-Rath ist auch ein son-derbar^vließium, stehet aber unter demFinantz-Rache. Woraufdie trskquen derKönigreicheDänemarck und Norwegen bestehet?/ davon istoben etwas erwehnet worden. Hierzu dienennun die fümefflichen Hafen und Handel-stadte/Coppenhagcn/ welche / seit dem sie zur Hand-lung sccnmmocNretworden/denHansee-stadtengrossen abbrach gethan/ undVergen/ welcheden zuverlässigsten port hat/in dem die schiffe/unter bedeckung der umher liegenden hohenberge/von dem stürm der winde befreyet sind.Diese letztbenannte stadt in Norwegen kanmit dem bäum so verwahret werden/ daß beydessn öfluung nur ein schiff auf einmal in Hafeneinzugehen vermag / und er also desto besser ge-schlossen ist. Auf der einen seite befindet sichdie citadette/ausder andern aber das fort / undkan der Hasen sOO schiffe fassen / ohne daß derwind oder feindliche gewalt den geringstenschaden zu thun vermögend ist. Gestatt esdenn auch eine der volckreichsten Handels-städtein Norden / nunmchro aber durch den in dem1702 jähre entstandenen brand sastgantzlich ver-heeret ist. Wemr Bergen eine frey-stadt wä-re/wurde sie das cenrrvm von derBaltischen see-handlung seyn können. So ist auch seither A.1666/als die Engellander damals die im Hafengelegene Holländische rerour-schiffe angegrif-fen/die nette feftung Friedrichsburg auf der'Insul Seeland zusamt andern forüLcarions-wercken erbauet/und eine sonderbare machinezu schliessung des Hafens aufgeführet worden.Dronthcün in Norwegen hat zwar einen si-chern Hafen/ iedoch einen gefährlichen einlauff.Die übrige meer-hafen liegen im südlichen thei-ieNorwegens. Im Meerbusen Orrow sind diestädtlem Oltborg/ Oldcwat/Abethoe undDragcns. Schipill ist der vortrefflichsteport. Gegen Westen sind Vergsond/ Sog-gcnthal/ tLckesond/ und andere mehr zumshiffbau sthr bequem. Wardhuxß/ schloßund flecken/ hat von denen Rußischen gewerbenund den schiffen/ so nach Archangel fahren / sowol auch von denEngellandern aufTalnugraffeine stattliche nahrung. Derjenige/ welcherzu erst eine kauffardey-flotte aufdie gewürtz-Jn-sul Feilon in Ost-Indien A. 1618 ausrüstete/war K .CHristian l V, welche mit guter ladungwieder kam/und hat seit deme/sonderlich in denletzten jähren/der ste-Handel nach Ost-Indienzietnlich zugenommen. So viel die nacht -undwacht -feuer zwischen Schagen und Hülster-
boe anbelanget/so werden selbige aufbeyderKö-nige in Schweden und Dänemarck kosten un-terhalten. Jener aber bekömtnt von keinemvorbeygehenden schiffe einige abgäbe/ sonderndie Dänen empfangenden feuer-zokl allein/ undlieffern hergegen an dessen statt alle jähr 175srthsnachHelsingburg. Mit der auswärtigenHandlung war es vor dem letzten kriege A1688 also bewandt. Die Engellander liessen et-wa 2 biß zc>O schiffe/ die Hollander iO biß 1200/die Frantzosen auchiO biß 12OO schiffe jährlichdurch den Sund in die Ost-see gehen/ und nachProportion jeder Nation ebenfalls in Norwe-gen. Die Stadthalter und beamten der Kö- Ditmgl. landschafften seynd vornemlich: Der^.^Stadthalter desRönigreichsNorwegen/'der Vice - Stadthalter daselbst / derStadthalter m Holstein und Schleswig/de r Vice-Stadthalter allda/der Gouver-neur der Grafschafft Oldenburg / derS tiffts-Amtnm nn der Insul Fü hnen/ derInsul Unland/ zuArhus/zuAlburg/ vonRipen/ zuwiburg/ zuDrontheim/ vonBergen/von Christinnien / und von Mar-wick/der Amtnmnn über Friedrichsburg/zu Rensburg/ zuSteinburg und Süder-Ditmarsen/und derDrost zu Pinneberg.
Die Stande des Danischen Reichs be-RWstunden vorzeiten in fünff ordnungen undM°°claffen. Nemlichnn dem Rönigs-stande/worzu das Königs hauß und geschlecht gehörig/2 den; Adel/z der Geistlichkeit/ 4 bürger,und kauffteute-stande /5 der bauerschnfft.Demnach aber der Staat in Dänemarck sichim jähr C.1660 verändert/und das Reich/mehrgemeldter massen/ aus einem Wahl-Reiche eil!Erb-Königreich worden/ sind zu dieser zeit mehrnicht als 4 stände. Und zwar der erste/ dieAdei-und Ritterschafft. Bey welcher ei-ner sonderbaren anmerckung werth/ daß in demso grossen und ansehnlichen Adel weder Her-yoge/noch Grafen/noch Hrepherren/ außerdie Grafen von Güldenlowe/vonRanyau/welche Rapser Ferdinand III in denRelchs-Graftn- stand erhöhet hat/und nunmchro die
Grasen von Alefeld/zu befinden sind; sondern^
die Rltter des Elephanten-Ordens unter ftnMder Noblesse den vorzug haben. Dieserstand besaß vorzeiten seine guter mit hoher undniederer gerichtbarkm und vielen stattlichen Re-galien fast Äbsolure,erb-nnd eigenthümlich/nichtlehens-weise oder mit anderer 6epsncj<?ntz vomKönige. Alle erb-guter insgemein wurdenunter die Kinder nach der eltern tode ausgethei-let / daß auch die schwestern von den gittern/aus-genommen von den schlossern/halb so viel alsdie brüder erbeten; also daß zwo schwestern zuihren? antheil so viel bekamen als ein bruder.Und durffre der König/zu Verhütung aller col-lutton mit der Noblesse / keine Adelichen guterkauffen/ wol aber tauschen. Hergegen wardem Adel auch verwehret/ von den Königs bau-ren etwas zu kauffen.
Als die Noblesse A. C. 152z Heryogdrichen zu Holstein zu ihrem König erwelMhat sie sich grosse Privileg und freyheiten vorbe-halten/auch zu deren behauptung den Königsdesmal bey der wähl auf solche Privilegien undvorbehalte schweren lassm Wodurchchenn
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