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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
221
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von dem Königreiche Engevand.

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sehr gedtucket worden / als welcher den Presby-terianern die Hand hielte.

Stiackerund Von denen Quackern ist nicht zu glauben/sndeie> daß sie gewisse corpora n:achen / unter einercl"U'A sonderbaren 6l5cipiin leben/und einige reZulari-

!ue gleich bey ihrer stete haben / so wenig als die Hna.b-pkiNcn in Holland. Denn es sind seither/da' das Pabstthum ausgeschaffet worden / niemalsmehr als zweierlei? exercicia ^ukiica der re-ligionin Engelland gewesen/ nemlich die Bi-schöjssiiche und Nresoyrerianische. Diese istcZeßeneriret in die Anttttomianlj'che/Artnii?ia-msche/LNenonisttsche/Socinlanischc/ inäs.penäenten/ (longreAZnillen/ Anabaptifken/(^Niliaüen / Quackcr/ ^ncilcripturisner unddergleichen / welche sich aber bey den innerli-chen kriegen vereiniget/durch die erfindung derso genannten inäepenclentz/smlemal/ wie vorer-wehnt / alle steten wider die Bischoffliche smi-nentz und Hierarchie ein geineines imer««Ks haben. Was aber die in^epenrlentz vonweltlicher regierung anlanget / das sind mehrnichts als icleen gewesen / welche niemals zurexecution kommen; wie man denn keilte kir-che oder sichtbare locietat nennen können/wel-che in folcherley inäepenäentz gestanden. Dennder schwärm des Jacob d^^ors und desWiechs in der gassen eiupsey zu London istbald zemieben worden. So ist auch nichtunbekandt/ was dann und wann anderen ?a-nsüquen/ und vor einiger zeit dem berussenenO.uacker k4ug!e6on wiederfahren; als sich der-selbe vor den letzten Apostel / welcher/ als einzweyter Bileam/ die macht zu segnen und zuverfluchen empfangen hatte/ausgegeben. Sol-chem nach hat man sich von diesen steten ebennicht viel lerms zu befürchten; desto mehr abervon denenPäbstlichenrecutanren. Ob auchschon die Juden in Engelland geduldet wer-den ; so ist doch deren anzahl nicht groß/ undhaben sie eine zu London.

Belangende die Römisch - CutholischeCathviischt. religio» / so ist dieselbe bischer in einem ge-druckten zustande gewesen. Die auswärtige/so sich zu dieser religion bekennen/ sind an derzahl die geringsten. Die einheimische aberfind der lupprelkon der Päbstl. ceremonienschon gewohnet; dörffen sich auch nicht regen/noch mit ihrem Gottesdienste blicken laßen.

Denn diese oppfellwn ist vormals vor dasgrosse innerliche Staats-intcreNe gehalten/und vom König Jacoben l verordnet worden /daß seder umerthaner in der huldigungs-pfiicht das gedächtniß des Papstthums ab-schwören müssen. Jedennoch haben sich A.169s bey der allgemeinen aufzeichnung in demErtz - Bischoffthum Cantelberg und daruntergehörigen ckoecelen 2z8s6/undindemErtz-Bi-schoffthum Porck 11978 Römisch - Catholischebefunden.

Es haben sich auch/der scharffen verböte un-geachtet/jederzeit hin und wieder CatholischeGeistliche / sonderlich Jesuiten in Engellandaufgehalten / und viel verräthereyen und Un-heil angestifftet. Wie denn / so lange als dieReformirte religion in Engelland prXäommj.ret / keine const,irärit,n ist entdecket worden/darunter nicht Römische Ordens-leute oderGeistliche vornehmlich mit begriffen/und die Ur-

heber selbst gewesen. Jnmasien auch K. CarlII/wie auch der ^etzt - verstorbenen König!»Maj. höchste person von solchen conssirationenviel lebens - gefahr ausstehen müssen. Soviel die conlpirarionez wider K. Carln II an-Röm.Ca-langet/ haben zeit seiner regierung / die bey^Mche w-dem 5ecretario Collmann gefundene schrifften/^die gefahrliche mmßues und gifftige anschla-ge / so man wider die Königliche Maj. ge-schmiedet/ziemlich entdecket; und der inqmk-r»0ns-j?t-ocet5 über den Mord des Ritters Lcl-mun6 tZury Qoclfrey, eines von den richtern derconssiranten / hat die sache naher an tag ge-bracht. Der bekandte 0are5 hat vor öffentli-chem Parlament angczeiget/ das comploc seydahin gegangen/ den König mit gewalt oderdurch gifft hinzurichten/ unddemHertzog von?)ork dergleichen zu thun/wenn er nicht die Cro-ne von des Pabsts Händen annehmen/ und sel-bigen zum Haupt der Archen wieder el!ul?Nt-mwurde; ingleichen die stadtLondon an unter-schiedenen orten in brand zu stecken/ und inallen dreyen Reichen eine neue regierungs-form aufzurichten/ worüber der Jesuiten Ge-neral / parer 0!iv». des Pabsts Stadthalterseyn/und alle amter zu vergeben haben solte.Und wären zu ausführung dieses grossenwercks vor zoO-oo mann waffen/und bey allenCatholifchen kamNien geld vorhanden.

Was noch ferner vor erschreckliche 6elssinzEdiete m-zum Vorschein kommen / und wie der König MstiAewdadurch bewogen worden/nicht nur aufBegeh- sanken,rcn des Parlaments eine proclzm2NlZn zzuizü»c>ren zulassen/ vermöge deren alle Päbstl. re-cullmren von London und Westmünster auf IOmeilen unter ernster straffe sich hinweg zu ma-chen befehliget worden / sondern auch andereversicherungs-mittel (darunter die sbjuranonder Römischen abgötterey sonderlich mitzurech-nen) und schwere straffen zu aambifen/ solches istaus den geschichten selbiger zeit bekandt.

Nachdem Seine Königl. Maj. Carl ttdas Haupt geleget/ und dero Herr bruder/ Kö-nig Jacob li» (welcher A.1676 von der Refor-mirten zur Catholischen religion zu jedermannsVerwunderung übergetreten ) auf den throngestiegen/ haben die Catholische reiigions-ver-wandten sich grosse Hoffnung gemachet/es wer-de nun der wind aus einem andern loche we-hen/ und das Pabstthum wieder zum re^bl-sse-meot kommen. Jnmasien auch zu Rom zu sol-chem Ende viel angelegentliche oKcia ange-wandt worden. NmNst es zwar nichts un-gemeines / daß die Stande und umerthanendie religion verändert haben / wann ihr Re-gent einer andern religion beygethan gewesen/sonderlich wann die Obrigkeit sich bey demStaat befestiget/ und dero macht zu mehrereraufnähme gebracht hat. Und kam gleich an-fangs vielen inkompatibel vor/ daß der Königdas Haupt der Englischen kircheseynsolte/ de-' ren religio» er doch/ als ein Catholischer Herr /nach erforderung seiner gegen die Römischekirche habenden clevorion vor ketzerisch undverdammlich halten muste / wolte er andersnickt des 8yncrerismi beschuldiget werden. Je-dennoch sind die wunderlichen und unbeson-nenen clemai-cbez dieses Königs vor das Pabst-thum das mittel gewesen / die freyheit vor dieEe z Nation