Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
222
Einzelbild herunterladen
 

2,2.2.

Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung

Nation zu alleriren. Die unredliche / unge- den thron desto eher räumen/und das sprichwortrechte und unverstandige weise gewisser rath- wahr machen müssen : 0mne violenmm raroaeber / und die nachlaßigkeit der sonst guten ammrnum, indem Se. letzt-verstorbene Komgl.Patrioten droheten den Untergang der fteyheit Maj. dadurch genöthiget worden/den bedräng-en. So ferne auch die Jesuiten mit der reli- ten beyzustehen/und die Englgche kirche zu schu-gion nicht so hefftig verfahren hatten / und der tzen/ welches derostlben auch dermalen geglu-König die fteyheit m civüidus nach und nach cket/ daß weder die öffentlichen waffen/noch dieunterzudrucken mehr geduld gehabt / würde heimlichen verrathereyen der Romisch-Catho-er ehender zu seinem zweck gelanget seyn. So tischen begangene Staats-sol«-ci5mo8 rellrelll-aber ist dem faß der boden aus einmal ausge- ren können/ so daß die errettung dieses großmu-stoffen worden / wie dergleichen vebememe thigen Königes aus so vielen gefahrlichen ma-conklis insgemein diesen etfeäi zu haben pfls- ckinarioniduz seiner feinde vor nichts andersaen. Im übrigen hat diese Jesuitische Hitze als wunderwercke und ^sonderliche fthrungenden Reformirten Engelländern zu ihrer sonder- GOTTES des Allmächtigen zu halten undbaren Wohlfahrt dienen müssen / indem der- zu preißen.nig durch sothane vioience verursachet / daß er -

Kr zweyten Kaupt Wandlung

WerdterWaupt-Mheil^

Meytes Aaupt - Stücke:

Von

Rem MMMlK

otkland.

/Je geschichte von diesem Reichesind durch die fabeln solchermassen dunckel worden / daßman den wahren Ursprungnicht wohl heraus bringen /und etwas gewisses melden kan.

König ?er- Wiewol die Nation ihre Könige vom ? ck-x..üusderer-(5U8!(), König Ferguhards in Jrrland söhne/SchoMch? an/biß aufdieitzigeRömgl. Maj. Annen/Äömg. welche in der Ordnung die einhundert unddreyzehende Rönigtiche person ist/erzehlet/und Nachricht geben will/^ ob solte derftlbe etwazzo jähre vor der heilwartigen geburt Christigelebet haben. Dergleichen langwürigkeitvon einer famZüe/die über zwantzig secuta auf ei-nem throne gestffen/sonst in der gantzen Historienicht zu finden/und dannenhero auch über allenglauben und beyfatt reichet.

Königs^. Unter den Nachfolgern kcrguM stl evxxussrdnuns. 'itt,ein crtz-wollüstigcr herr/ verordnet haben/daß ein jeder Aomg nach belieben nichtnur concubinen brauchen/sondern auch denAdelichen brauten die jungftrschafft be-nehmen / und die von Ade! hergegen desgemeinen volckes braute in der ersten nachtgemein haben selten. Welches schändlichegesetze klilcolumbus Hl, zugenahmt c^nmoir,d. i. Groskopss/ so A. C. iO8?zu regieren ange-fangen/ auf bitte seiner gemahlin Zr. Marga-rethen aus Engelland/abgethan / und erlaubet/daß jede braut ihre puceliage mit einer halbenmarck sitbcr lösen / und die wähl nicht bey demwollüstigen gerichts-und lehn-herrn/sondern beyder keuschen jungfer bestehen möchte. Er hatüberaus löblich regieret/ sein jüngster söhn / Kö-nig David/der A. 1152 gestorben/ hat den stammfortgepflantzet/ und aufseinen enckel/K.kMco.luinkum, beygenahmt die Jungfer/ verstam-met/deme A.n6s sein bruder K.Wilhelm gefol-get / und A. 1214 verlassen K. Alexander« li,

der A. 1249 seinem söhn K. Alexandern m daszeptcr geeignet. Er starb ohne männliche er-ben A. infinit grossem leid - wesen des König-reichs.

Nach dessen tödtlichem abgang entstund dersuccelllou halber schwere mißHelligkeit. Eshatte König Alexander mit feiner gemahlinMargarethen/gebohrner Königlichen Prin-zeßin in Engclland/ eine tochter gleiches Nuh-nens erzeugt/ die er an Hangonaneu / ^önigin Norwegen/ vermählet hatte/ aus welcherehe enw tochter entsprossen war/ welche gleich-falls Margaretha hieß. Indem man aberdieser Prineeßin nach ihres groß-herrn-vatersabsterben die erb-folge zueignen/ und ihr dmEngellandischen Printzen Eduard 1 zmn brauti-gam bestinunen wolte/ gieng sie unversprochenmit tode ab. Äi^eil nun jc>banne8 öalliolu»die abneprem oder enckelin iin dritten gradder absteigenden linie des Königs Davids/die Grafin vornagNi in der ehe hatte/und wiederum R.vbert öruilmz in gleichem gradmit ihr verwandt / oder König Davids sl?-rcpc>8 oder dritter enckel war / und jeder inSchottland grosse guter und landschafften be-säße/suchte sich ein jeder zur Cronfolge zu ziehen;wie denn auch solenne-?,ein söhn itztgedachtenIc.b3nm8 kaMoli, König wurde / und auch dessensöhn Eduard die Cron eine zeitlang usur^rte/sokäme selbe doch endlich mit bestände auf dasBrußische hauß / und wurde kobetü söhn / auchktobert gekannt/ endlich aufdem thron befesti-get / und verstammete sclbigen auch auf seinensöhn K. Daviden 11,etwa A.1Z29.

Es ist merckwürdig/daß/da die Schotten denstreit zwischen dem Kaliko und Bussen selbstennicht schlichten konten / sie endlich den schluß er-griffen/Eduarden 1,Königen in Engelland/ denausspruch thnn zu lassn/ welcher auch vor Jo-hann LMeu! ausgefallen/ und er die Crone da-von

-

^ -c'" -

«jK-x. ?

ü,.(.

MG,!">»">'>

MW'?''

z'!'!

Rit» ^«1, < ^