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DesEuropäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung
Recht desering-ngS.
Liberchernschaff! derfte.
wegen beschuldigten ehbruchs scheiden ließ/ver-mahletesich dieselbe mit Henrich ü, beygenahmtküiLmpressoderKeysers söhn/ Könige in En-gelland/und brachte ihm diese reiche erbschafftzu / woraufsie einige Printzen und Prinzeßin-nen mit ihm zeugete. Der vierdte unter die-sen Printzen war 6orkofre6uz, Grafvon Kreta-xne oder/^rmoricse,welcher einen söhn/ nah-mens ^rtkurum,hinterließ. Allein dieser strittemit seines Vaters bruder gc>I,--nne line terra umdie Engellandische Crone/ wurde aber A. 12OOvon seinem gegentheilgefangen/ und endlich ge-tödtet/worüber das Parlament;« Paris anlaßnahm/König jok-nnem Mer lander in Franck-reich/vermittelst eines gerichtlichen ausspruchs/zu entsetzen/ und selbige der Cron Franckreichwiederum einzuverleiben. Da bevorab derKönig selbe mit gehöriger unterthanigkeit nichtzu lehn nehmen wolte/ als itzo gesagt.
11 ?«-Xtencjiret der König allein den herings-fnng/krafft welcher Prävention er von den Ge-neral-Staaten den zoll für die fischereyen derEnglischen see zu fordern pfleget. Die Ursa-chen der Engellander sind: Daß der Rönigin Angelland von undencklichen Kcuüz herObcrherr der see sex/ und ihme deswegen je-desmal für den genuß der see von andern völ-ckern ein gewisser tribut geliefert worden ; in-massnauch die fremden schiffe durch streichung'der segel vor den Englischen flaggen diese Ober-herrfchafft gebührend ehren und sgnotc-renmüflen. Diese art der tubmitlion geschiehetdurch herniederlassung des top-ftgels/welchesso lange herunten bleiben muß/ biß man einencanonen-schuß weit in die fte kommen / alsdennwird es wieder aufgezogen/gleichem als wäreman nun in der allen völckern von GOtt und dernatur in der offenbaren fte zugelassenen freyheit/ausser fremden wajftr-gebiete / und äom-nat.Von dieser angemasseten Ober - herrschafftkömmt es auch her/daß die kinder/ so auf derEnglischen fte gebohren werden / alsobald vorunterthanen der Cron Engelland gehalten wer-den/ ohne daß sie nothig haben sich natural,!!-ren zu lassen. Was vor Ursache von diesem ft-gelsckeichen zu dem A. 1672 angefangenen kriegegegen die vereinigten Riederlanden hergenom-men werden wollen/ist bekandt aus denen der-selben zeit gewechselten Staats-streit-schrifften/und denen A. 1674 errichteten friedens-artickeln.Weitere an- III Die Cron hat auch prserenlion auf ktkori-Cron Eu^ lanll,1err3m Lorrerialemmnd (Zvianam.scNaud.' lV ?rXtencliren die Engelländer die zoll«freyheit im Dänischen Sunde. Dengrund dieses anspruchs setzen sie auf ein von denKönigen in Danemarck erhaltenes Privilegiumund paKachiezwischen beeden Königreichen vor-gegangen.
V Die pasliv-pi-Xtenliones von Angellandder rühren vom pabfke her/ woraufaber die Na-tion so wenig rcüsÄiret/ daß sie nur einen spottdaraus machen / und den Pabst alle jähr mitlacherlichen ceremonien verbrennen. Die 5un-«lameme des Hofes zu^oin bestehen (1) aufderzinß-gerechtigkeit / indem König KenrwindemH. kecro einen zinß - Pfennig versprochen/welche zinß-reichung biß auf König HenrichsVii»zeitenA.isZ4üblich gewesen/ undhernachsamt der Römisch-Catholischen religio« abge-
schaffet worden / (2) auf der lubjeÄion, indemsichKön.Iohannes Pabst lnnocenrio m unter-würffig gemacht/(z) daß kZenricuzli die lehns-pfiicht dem stuhl zu Rom abgeleget.
Das innerliche inrearssL des^onig-D«sii,^reichsAngelland bestehet hauptsächlich darin-nen/ daß der König den frieden und ruhestand mchssim Reiche erhalte / und hergegen die gantzleichtlich entstehende bürger-und innerliche miß-helligkeiten/empörungen und aufrühre / denenes jederzeit fthr unterwoxffen gewcftn/und nochitzo die funckenin sich heget / beyzeiten niedcr-dampffe und auslösche: welches denn am aller-füglichffen geschehen kan/wann der König oderKönigin/wo nicht nach dem exempel einiger de-rer vorfahren/die Römisch- Catholische religiongantzlich aus dem Königreiche abschaffet undausrottet / doch zum wenigsten nicht wiederumzu krafften kommen lastet. Hergegen ersodertdie Wohlfahrt des Reichs/die reformirte religionund dero glaubens-genostcn nach bestem vermö-gen / als ein kroreÄor und Detentor üciei, sortzu-pflantzen / zu schützen und zu vertheidigen. Wi-der die inclmarjon des volcks soll er niä)ts vor-nehmen/mit demParlament ein gutesverneh-men unterhalten/ und allenthalben fleißig aufseiner Hut und wachtstehen. Denn so bald derKönig einen krieg ohne des Parlaments ein-willigung anfangt/ zieherdiefts die Haupt-ner-ven/ nemlich die baarschafft/zurücke/ und wenndie fremden lubllclien nicht zureichen/wie sie dennauch von dem mächtigsten Königreich Franck-reich ehmalenkaum so hoch/als der flotten kostenerfodert/sich betragen/ so muß der krieg ein lochkriegen/ und der König friede machen. Manhat die letzte probe zu: zeit desRyswickischen frie-dens gesehen/ da die Nation durchaus auf denKönig dränge / die armee abzudanckcn und dieflotte einzuziehen/so gar daß ihme kaum eine gar-de übrig gelassen wurde.
Oer äujserliche Stuats-nutzen bestehet indalancirung der Cronen Franckreich und Spa-esse,nien. Dann so eine unter beeden die anderean macht so weit überwieget/daß sie über die an-dere meister spielet/ so kan sie Engelland an de-nen commercien/dem aomjmom2N5,und sonstengewaltig hindern und es zu verunruhigen su-chen. Daher jener kluge Engländer Groß«Britannien das züngiem ander Auropäi«scheu Staats-wage / und Spanien undfranckreich die schalen genennet. RönigHenrich Vit! wüste Rayser Ca rln V und Rö-nigFrangenl überaus wolzubalancireu/unddie Königin A!ist?beth sagte damahls / alsB^önigHenrich l v in Franckreich etwas ge-fährlich ftß/daß/wenn Franckreich ftinen letztentag ftihe/ Engelland nicht lange mehr bestehenwürde. Hergegen wenn Franckreich über dieSpanischen Niederlande prsevaüren/ und Hol-land übern Haussen werffen wolte / würdeFranckreich den Englischen reichthum undtorcsschwächen/ und es so herunterbringen/ daß essich weder auf der see/ noch anderwerts regenund bewegen / und also zu unkrafftig werdenwürde/das conrrepo!6 zu halten / worüber dasgantz übrige Europa eine universal. revolutionund ftlaverey leiden müste. Denn die machtzur see wäre ungleich grösser als die Englische/und die macht zu lande ist in Franckreich ohne
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