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Dcs Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlling
Höge V0N Devon5kireund Lclirevvzbur^, und die
(trafen von Sunderland/Vorl 'et ,k .umne7, luid
Orfoi-cj, welche nach der Hand jederzeit ihre hohefuoÄion verrichtet haben.
Nach Messung des obgedachtrn Ryswicki-schen friedens/ darinnen Se.Königl.Ätaj.auchvon der Cron Franckreich vyr einen rechtmäßi-gen König erkannt wurden/ließen sich dieselbennichts so sehr angelegen seyn/ als die Wohlfahrtder Königreiche zu befördern/ und den ruhestandLn Europa zu erhalten / durch welches abschen sieauch sonder zweiffcl bewogen worden / den indem zwepeen Haupt - theil dieser zweytenHaupt-Handlung angeführten tlMungs - tra-ctat wegen der Monarchie Spanien A. 170^/noch vor des letzt-verstorbenen Königs in Spa-nien tode/ mit Frankreich und den General-Staaten der vereinigten Niederlande zu schlies-fen; wodurch sie sich aber einige nachtheilige ur-theile zugezogen/ daß sie nemlich/ dem allerchrist-lichsten Könige zu gefallen/ wider alle göttlicheund weltliche rechte dergleichen tractat über ei-nes noch lebenden/viel weniger darein conlenki-renden Monarchens erbschasstgeschlossen / anwelcher zumahl weder der König in Engelland/wie er auch nicht suchete / noch der König inFranckreich stlbsten einige gegründete anforde-rung haben konte. Es empfieng auch KönigWilhelm in keine andere belohnung/als die-se/ daß/ nachdem der entwichene König Jaco-bus 11 den 16 Septembris A. lycor zu 8. Qermainen l.sye mit tode abgieng/der allerchristlichsteKönig den vermeinten Printzen von Wallis voreinen König in Engelland/Schottland und Ir-land öffentlich erkennete / und ihm zu solchem en-de Königliche ehre anthate / wodurch sich nichtallein König Wilhelm m höchlich aK-one-ret/sondern auch die gantze Englische Nation cti8-gu-itiret befände. In eben diesem monat wur-de zwischen Sr. Kayserl. Maj. so dann Sr. Kö-nigl. Maj. in Engelland und den General-Staaten der vereinigten Niederlande eine ge-naue alliance geschlossen / deren inhalt vornem-lich darinnen bestünde/daßletzt-gedachte beydePotentzen vor allen dingen fleiß anwenden wol-len/ damit zu Versicherung ihrer eigenen König-reiche und lande Sr. Kayserl. Maj. wegen deroAnforderung auf die Spanische erb-solge einebillige und rechtmäßige larickuckion verschaffetwerden möchte ; da hingegen ihnen beyden/alsSr. Kayserl. Maj. Alliirten/erlaubet seyn solte/so viel landschafften und städte des Spanischengebietes in West-Indien mit gewaffneter Handeinzunehmen / als ihnen möglich seyu würde/und sotten ihnen alle solche gemachte conquesteneigenthümlich verbleiben. ^ In eben diesem jäh-re wurde auch/falls der König in Engelland oh-ne leibes-erben mit tode abgehen solte/ die erb-folge aufdie Protestantische linie desChur-hau-ses Hanover fest gestellet/worvon unten mehre-re anzeige geschehen wird.
Indem aber dieser tapffere König nebst demParlament/welches eben damahls versammletwar/ alle mögliche anstatt machte/die Übermachtdes Hauses Bourbon durch die waffen dampffenzu helffen/ereignete sich sein todes- ziel den 8 (19)Martii 1702 des morgens um8uhr/ nachdelnderselbe aufden unlängst zuvor sich auf der jagtbegebenen pferde-fall/ mitwoche vor seinem ab-
sterben/einen schlechten anstoß vom fieber erlit-helinsm'ten/welches sich nachmahls von tag zu tage Hess- Merken.,tiger angelassen hatte.
S. Königl. Majestät waren ein Held vonscharfsinnigem verstände und hohem geiste/hertz-hafftund corclar, tapffer/gedultig/ arbeitsam/leutselig/vlßilavr,nüchtern/ ein beförderet' desfriedens / und sorgfältig vor dero untergebenevölcker / und von der göttlichen provielentz zuderzeit/ da man zweiffelhafftwar / ob nichtderPrintzlich-Oranische mannes-stamm erlo-schen / geschencket/ daß er künfftig Engelland/Schott-und Jrrland erretten/ Europens machtbalsnciren/ und ein beschirmet'der prorettiren-den religion so wohl als der freyheit von Euro-pa werden solte. Ihr tod hat den grösten theilder Christenheit betrübt / Franckreich hat sichdoch gemäßiget in der freude/ und verboten/daß sie nicht so öffentlich ecism-en möchten. Derzweiffelhaffte ausgang der itzigen großen con-junckuren und des bereits angegangenen kriegs-fturs erweckte nicht geringe furcht. Er hataber bey Übertragung der Königlichen regie-rungaufftine Nachfolgerin auf seinem todes-bette bey ihr und dem Parlament eine solche Zu-sammensetzung eingepfiantzt/daßdie conMtaundtapffere rciolurjoncs beständig beybehaltm wor-den. Denn als Se.Maj.am obermeldetem tagefrühe dero glorwürdigen geist aufgegeben hat-ten / wurde also fort nachmittags als Königinund rechtmäßige erbin des Groß-Britanni-schen thrones ausgeruffen:Vie Atterdurchlauchtigste und Groß- Ihre
machtigste Fürstin und frau / frauTA"^
IlOlNA/Bönigin in Groß-Vritanmen/ MI.
Franckreich und Irland/ beschüyerin
desglaubens.
Ihre Königl. Maj.seynd des allerhöchst gedach-ten und in Franckreich verstorbenen Königs ja-coblli zweyte frau tochter/welche derselbe mitseiner Königl. gemahlin Anna / EduardMicle»Groß-Cantzlars von Engel'and/undGrafens zu(NZl-enäori, tochter gezeuget/und stynd sie den 16?ekruarii A. 1664 gebohren worden. Ihre Kö-nigl. Maj. vermählten sich den 28 sittu (7li>) A. 168z mit dem durchlauchtigsten Printzeg/Georgen von Dänemarck und Norwegen / wieauch der Gothen und Wenden / Hertzoge vonSchleßwig/ Holstein/ Stormarn/ Ditmarsettund Cumberland/Grafen zu Oldenburg/ Del-menhorst und Rendal/Freyherrn vonMocKink-bam, und des letzt -verstorbenen Königs in Dä-nemarck/Christian des v, Herrn bruder; da dennunter andern auch den errichteten che-pacteneinverleibet wurde/ daß dieser durchlauchtigstePrintz hinkünffig vor einen Printzenvon Kö-nigl. geblüt in Engelland gehalten werden / unddaß der König alle seine bedienten erwehlen sol-te. Seine einkünffte/ so er aus Dänemarckerhebet/ belauffen sich jährlich auf7OOOO reichs-thaler; der König in Engelland aber gab ihmund seiner gemahlin jährlich gOOOo psundster-lings/ nebst der verordiiung/daß/salls derPrintzvor ihr mit tode abgehen würde / ihr alsdenn /vermöge obermeldeter ehe-pacten/ jährlich 6290pfund sterlings zum leib-gedinge verbleiben sot-ten.
Hierbey ist zu mercken/ daß Se. Königl. Ho-heit der Printz/vermöge einer besondern Parla-ments-