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Des Europäischen Herolds zweyte Haupt - Handlung
wer verurtheilet/mithin/ nachdem die haupterdieser mordschlange abgehauen worden / dieübrige Majestät-beleidiger und rebelten zu ge-bührender straffe gezogen/ theils auch mit par-<lon und gnade/ bcvorab mittelst der puklicirten(ZenersI-^mneüie, versehen/ die unruhe undblutvergieffen gestillet worden.
K.zac-bdes Alsosahesich^.Iacoblinumehrozwarauf
u ttgtkwttg.dem Königlichen thron/ jedoch sonder grosse Hoff-nung zu einem glückseligen regiment/ und liebeder unterthanen. Denn weil er zur Römisch-Catholischen religio«/ wozu ihm seine ftau Mut-ter in der jugend den grund ziemlich wohl beige-bracht hatte/inclinixte / hierdurch aber sich vielesolcher glaubensgenossen unter allerhand figurenin Engelland einschleichen wolten / und denenkrvtettsnren oder prseclominirenden religion arg-wöhn verursachten/wannenhero auch das Par-lament schon A.167Z ein gesetze/welches der Testgenannt wird / aufgerichtet/ krafft dessen jeder-man (der einiges ehren-amt zu erlangen be-gehrt) einen gewissen religions-eyd schwerenmuß / und die furcht vor solcher Neuerung sichdadurch vergrößerte/ da er eine zeitlang aus demKönigreich gienge/ und sich mit Josephen Ala-nen/ Princeßin von vermählte; Sokäme er bey der Nation in solchen mißcredit/daß/da zumahl obgedachte durch den varcs ent-deckte grausame verrätherey ausbrach/ aufdemA.1679 gehaltenen Parlament ihme durch eineBill des unter-Hauses um der veränderten reli-gion willen die Cron-folge abro^ret wurde. Undmuste er eine zeitlang mit seiner gemahlin undPrinceßinnen zu Brüssel sich aufhalten/und de-nen vielen Verdrießlichkeiten entgehen.
Es vergrösserte sich nunmehr die furcht undwarten der dinge/ als nach seiner erhöhung aufden thron die Päbstlich-gesinneten zu solcher er-freulichen bewegung kamen / daß sie sich nichtenthalten konten/dem König allerhand violemaconlilia zugeben / worbey sich sein beicht-vater/?ater Peter/ als ein eifriger Jesuite/ am allerge-schäffiigsten erwiese; absonderlich weil dieCron Franckreich dieses clessein zu seconcürentrachtete. Hiermit wurde A. 1687 eine grossecommzlkon,die religion betreffende / angesetzt/des Vorsatzes/den Test und die poenal. gesttze /welche leytere wider die dlon - enntormistengehen / gäntzlich abzuschaffen. Weil nun dieBischöffe mit diesem gewaltsamen beginnennicht überinstimmen wollen/ so wurden folgen-des jahres derselben sieben in den lower gest--Des ver- tzet. Eben in demselben jähre den IO JuniiPrÄm von wurde der vermeinte Printz von Wallis / Ia-se- cobFrnny Eduard/ gebohren/an dessen Kö-nigl. geburt noch biß aufdiefe stunde gezweiffektwird / unerachtet nachmahls A. 1692 noch einePrinceßin / nahmens ^ou^le i^ane,zum vor-scheinkommen/ welche die entwichene Königinvor ihre tochter äusgiebt. Denn wenn manbetrachtet / daß bey der geburt dieses Printzenskeine andere als verdächtige zeugen gegenwär-tig gewesen/dargegen aber die jenigen/ welchenhieran gelegen war/und nach denen landes-gefe-tzen darzu gehören/darvon ausgeschlossen wor-den ; und darneben erweget / daßder Königinbette in dem zimmer/ wo dieser Staats-streichpr-,n.c-ret zu seyn vorgegeben wird/ an einemsolchen orte gestanden/ da man hinter den vor-
hängen durch eine verborgene treppe in der Rö-misch-Catholischen geistlichen hos füglich kom-men können/st hat man vielmehr glauben wol-len/daß Maria Lrey , eine aus Jrrland ge-brachte schwangere frau/die wahre mutter die-ses vermeinten Printzens gewesen; zu geschwei-gen/daß man den König in dem natürlichen zu-stande wissen wollen / darinnen er keine kindermehr zeugen können.
Als die Königin ihrer vermeinten weib-lichen bürde entbunden werden solte / wurdezwar das zimmer mit 40 Personen erfüllet/ de-ren aber die wenigsten hierzu als zeugen erfor-dertworden; die meisten hergegen gleichsam/alsob es von ungefehr geschähe/hinein gebracht wa-ren/ und welche allesamt nichts anders aussa-gen konten / als daß sie bey der geburt zugegengewesen/das neugebohrne kind und einiges ge-blüte gesehen / daß sie die Königin schreyen hö-ren/und was dergleichen umstände mehr wa-ren/aus welchen noch nicht gnugsam zu erweisen/daß stthane geburt aus derKönigin leibe würck-lich hervor kommen seye. Die vornehmste un-ter diesen zeugen war die verwittibte KöniginCatharina. DargegenwarderErtz - Bi-schoff von Canterbury und andere Personen/ de-ren gegenwart die Engelländische gesetze erfor-dern/ nicht zugegen / und die Princeßin vonDänemarck befände sich dazumahl zu Karminder bade-cur; also/daß dieses die bequemste zeitwar / eine solche schein-geburt durch HülffederPapistischen partey vorzunehmen/ und dennochkonte aus der wehmutter zeugen-aussige felbstennicht klarlich erwiesen werden / daß die ftuchtvon der Königin selbst gebohren sey.
Dieses veranlassete das bedrängte Engel-ländische volck/mit dem Printzen von Oranien/als einem beschützet der religion/durch vertrauteHand in aller stille zu commumciren / und/ daß erdie religion und freyheit von dem betrug und umterdrückung zu erretten komen wolte/ihn zu ersu-chen / welches seine Königliche Hoheit als eineschickung GOttes auch angenommen / mit denvertrautesten aus den Herren General-Staa-ten/ und sonderlich denen Herren von l^Zel undvon vMclci es überleget/ die grosse schiff- flottein geheim ausrüsten / und auf selbiger sich nachEngelland bringen lassen ; welche tapffermü-thige enrreprile auch so glücklich ablief/ daß sichdie Nachwelt darüber zu verwundern Ursache ha-ben wird.
Diese Königl. Maj. war im Haag denNov.Ä.i6sO neun tage nach seines Herrn va-^j >»ters Wilhelm / Printzens von Oranien/ todeiebe-^gebohren. Seme frau mutter war Maria/'^Oaroli 1 Königs in Groß-Britannien tochter/und in der tauffe empfieng er den nahmen Wil-helm Henrich; seine paten aber waren die Ge-neral-Staaten von Holland und Seeland/ wieauch die städte Delfft/ Leyden und Amsterdam.Im achten jähre seines alters wurde er auf dieUniversität zu Leyden geschicket/und A.1672. zumStadthalter/ Capitain-General und Groß-Admiral der vereinigten Niederlande erweh-let/welchen hohen chargen er mit solcher klugheitund tapfferkeit vorgestanden/daß sie ihn A.1674nicht allein in der Stadthalter-würde überHol-land und West - Frießland aufftine lebzeit be-stätiget / sondern selbige auch auf seine kündi-gen ,
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