18 Des Europäischen Herolds zwtyte Haupt - Handlung
»j- »ritt« Zu der zeit rhat sich eine dritte parthie inparthie der ^ranckreich Herfür/so man die politicos nannte/m Frauck" deren Haupt der Marechal d' Anville war/ undreich. welche die ruhe des Reichs ohne regard auffdie religion befördern wolten. Ihr absehenmeinten sie durch entsetzung der verwitcibtenKönigin vom regiment und Vertreibung derGuisier und Jtaliäner zu erreichen. Der Kö-nig Henrich in war von so schlechter amorität/daß erbey keiner fuökion etwas galt/ bey bee-den aber verHast war. Seine gpflicunon aufdie Wollüste / und die auff dem fall der verledi-gung stehendeCroneveranlaßte dieGuisier/denhaupt-zweck ihrer bißherigen demarches/ nem-Guisier su- lieh die begierde aujsi den königlichen?wn. thron zu steigen/ naher mercken zu lassen.Weil nun die Hugenotten durch zutritt desKönigs bruders/ Frankens/ Ducd' Alencon/und durch die Pfaltzgräfliche teutsche armeeneuen vortheil bekainen/ und bald darauffnachjenes tode Henry de Bourbon/ als König vonNavarra/ als welcher die bey der ParisischenHochzeit abgeschworne reformirte religion wie-derangenommen hatte/ der nächste Printz vomgeblüt wurde / suchten ermeldte Guisier einenneuen weg sich zu erhöhen. Dieses war dieso genannte hellige L.iga/ oder bündniß zwi-schen ihnen und der Cron Spanien/ welchepabst Sixtus v mit unterhielt/und den Aönigin Navarren und priny Conde vermittelstdes banncs aller ehren und würde/ bevorabder luccetlion bey der Cron/ unfähig erklärete/alles in saveur vor die von Guise. Ja derKönig selbst ließ sich so wol als der gemeine pö-bel mit der larve der religion blenden/ und un-terschrieb die Liga A. 1577 als deren HauptNeuer im und beschüyer. Worauff der krieg auffs^ neue entbrannte/ darinn die Hugonotten zwarviel einbüsseten/ doch aber in der blutigenschlecht bey Coutras 1587 das feld behielten.Duc de Guise pra-valirte sich seiner Prapotenzund subtilen pr^textes/ ließ durch die pfaffenden König zum Sardanapalo und tyrannenmachen; denn er hielte davor/ daß durch desKönigs ruin auch die Hugonotten zu dämpfenwären. Dieses zu wercke zu richten/ brachteer die Pariser zum auffruhr/ darüber der Kö-nig entfliehen muste. Ja man sprengete vonihm aus/ er hätte den auflatz/ daß er vor dergantzen welt stinckend werden solte. Wel-ches ihm einen schwur auslockete / eher nichtals durch die zerrütteten stadt-mauren wieder inK. Henrichs Paris zu kommen. Er beriefA. Is88 die Stan-m schärfe be zu Blois zusammen/ und limullrte eineGuisier.^ gütliche Vereinbarung mit denen Ligistischen/welche die enterbung des Königs in Navarraantrugen/ und erhielten/ darüber abermahlneues blutvergiesten entstünde; und musteFranckreich leiden/ daß der Heryog von Sa«vopen das Marggraffthmn Saluzzo ansich zog. Dem Könige kam für/ er wäre vorden Guisiern zu Blois des Lebens nicht si-cher / daher er sich resolvirte / den Ducund seinen bnder Cardinal hinrichten zu las-sen. Der Königlichen ordre zu folge wurdenihre tode leider verbrandt/und ihre asche in dielufft und Loire verstaubet / welches die Ligisten/den Pabst unddie Clerisey fast rasend machte.Sie erwehlten ein neu haupt/denDuc de May-
enne/ als der beyden erinordeten Guisier bru-der/ brachten die grösten städte an sich/ undsuchten dem Könige die Cron zu nehmen. Wor-zu des Pabsts bann kam/darüber der Königgenöthiget wurde/sich »nit dem von ZTlavar-Verbindetra und den Hugonotten zu conflmZiren / unddie rebellen anzugreiffen. Paris/ als die quel-le der verrätherey/ muste zu erst daran; allein/es wurde König Henrich den tag zuvor / da derangriffgeschehen solte/ermordet: denn es kamein prediger-mönch/ Jaques Clement genannt/Wird dar-aufabordnung derCatholischenGuisier/insKö- über ermsr-nigl. lager zu St.Clou/ und wurde vor den Kö-nig/ unterm vorwand/was wichtiges vorzubrin-gen/gelassen/den er aber mit einem messer inuntern leib stach/darvon er folgenden tags/ warder-Augusti 1589/sterben muste/ und endigtesich mit ihm die Valesische linie gäntzlich.Nun meynten die Ligistischen gewonnen zu ha-ben/und Rönig Philipp 11 in Spanien flat-tirte sich damit/Franckreich würde bey sothanerbeschaffenheit und conjunckurm keinen andernKönig/als ihn, suchen.
Die Cron gebührete Henrichen vonNmesucetrBourbon/ Ronig in ^lavarra/ von rechts- ,v derwegen/ ob er wohl io grad von dem thron des erste aus depheiligenLudwigs emfcrnet war; denn er hatte8 Könige und Königl-Printzen überlebet. Eshinderte ihn aber am meisten bey behauptungder Frantzöischen Cron die reformirte religio»/welche er ohne trennung von seinen treuen glau-bens-verwandten nicht quittiren konte/ auch re-xutation halber sich die blame nicht aufbürdenwolte/ ob hätte er den glauben seines interessehalber verändert. Er machte doch gleichwolmine/ die messe zu hören/ und gewönne damitdie gemüther der Grossen. Unterdessen suchteder Ligistischen ober-haupt und Lieutenant Ge-neral der Cron/Duc de Maine / den Cardmalvon Bourbon/^önig Henrichs brudern/ei-nen abgelebten Herrn aus dem kercker auf denthron zu heben/ der König wüste dieses aberdurch obgemeldte Hmulstion zu unterbrechen.
Spanien mengte sich öffentlich ins spiel/ undsuchte entweder die Cron oder den ruin des lan-des. Dem ersten bauete gleichwol Duc deMaine selbst entgegen. Es unterstunden sichzOOOO mann dem Könige unfern Arques den .zepter zu emreissen/er erwehrte sich aber mit zbiß 4 regimentern ihrer sehr glücklich. Und inder schlacht beyPury A.iM/darinnen der feind durchssonst alle avantage hatte/schlug er den Duc deftdwerdtbo, -Maine/ welcher doch noch einmal so siarck war.
Darauf nahm derKönig gantzeProvintzien ein/ ren.und verstärckte sich; die stadt Paris aber konteer noch nicht bemeistern/ nachdem der Duc deParma/Gouverneur General der Niederlan-de/ dieselbe entsetzet. Die neu-herfür brechen-de junge Bourbonische parthie / und vornemlichdie Päbstliche bullen/darinnen alle unterihanensich seiner/als eines verbannten/ zu entäustern er-mahnet wurden / machten ihme viel beschwer-den.
Spanien drang auch/ aufder Ligistischen er-klärung/einen andern König dereinst zu erweh-len. Hierzu kamen Ery - Heryog Ernst inOesterreich / nachmals Heryog Carl vonGuise/in Vorschlag / deren einem oder andernAonig Philipp in Spanien die Jnfantin