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von dem Königreiche Franckreich.
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nebst den berühmtesten geistlichen von beydenreligionen zugegen waren/die religions - irrun-gen gütlich hinzulegen. Es hatte aber dieselbenur diesen elle^, daß das so genannte eMNumZanuarii I)62zum schütz der religio:: pl-omui^iretwurde. Die drey Patronen der Caiholicken /Montmorency/Franciscus Hertzog von Guiseund der Marschall de 8t. ^näre, welche man we-gen ihrer zusammen--Verschwörung niumvirosnennete/ waren hiemit übel zu frieden / undbließen das krieges - seuer alles stcisses auf.Kommen . Bey Dreux wurde die erste schlacht A. 1 )62W Abgehalten/darinnen bey 7 biß 80^0 mann / und- ' darunter auch bemeldter Marschall blieben;der Connestabe! wurde von denen Reformir-ten/und Printz Conde von denen Papisten ge-fangen / Duc de Guise / welcher die Papistencommandirte/war dennoch meister im selbe/wurde aber bald hernach in der belagerung vorOrleans von einen: meuchel-mörder also ge-schossen/daß er des sechsten tages hernach ster-ben tnuste. Darauf machte man A. :> 6z frie-den / und sollen in diesem einjährigen kriege5OOOO mann auf Hugenottischer ch'ite geblie-ben seyn. Auch u:usten die Engelländer / ver-möge solches friedens/ den meer-port Havrede Graee wieder abtreten / welchen ihnen dieHugonotten in wahrendem kriege eingegebenhatten. In dessen Währung die Königlichefrau mutler beede llxNonez in einer gleichenwage hielte / und beeder zu ihrem interesse sichdttöÄltwohs zu bedienen wüste. Jnmassen ihre Au-Catl'arinen torität so hoch gestiegen/daß/ob sie zwar A.1) 66de Wedices. König vor mündig erklären ließ/ sie dennochdie 0 beraussicht allenthalben auszog/und wmck-tichfortführete.
Unterdessen ließ doch die Papistische parthienicht nach / auff Unterdrückung der Reformir-ten zu trachten. Der Cardina! von Lotha-ringen arbeitete fleißig an der so genanntenAga. ^heiligen welche Annois6v zwischen
dem pabste/ Rönige in Frankreich CurlnIX, Rönigphllippen den, i! in Spanien/derRepublic von Venedig/ dem Hertzog vonSavoxen/und andern Souverainen in Euro-pa/ geschmiedet wurde/ die aber jenen so vielom-brage gab/ daß es anderweit zum offenbarenkriege ausbrach/sonderlich weil die beedenhaupter Conde und der Admiral Coligny sichfürchteten/dm list bestrickt zu werden. InundMo'n- dem treffen vor St. Denys wurde der altelmtvur. Connestabe! Montmorency geschlagen / undtödlich bleMret; es erhielten aber die Hugonot-ten sieg und ehre/unerachtet sie kaum halb sostarck waren/ als ihre feinde; zogen auch diezuverlaßige festung Rochelle an sich/ worauffA.is68cin abermahliger friede geschloffen wur-de. Im dritten bald hieraufffolgenden kriegA. 1569 war ihr schade hergegen unschätzbar/weil sie ihren klugen und tapfern CapitainPrink Conde im treffen bey Farnac verlohren.Doch that der Admiral Coligny/chls der ein-zige Atlas der Hugonotten/ sein austrstes/ dieParthie bev kraffen zu erhalten. Denn für-wahr es wäre nach der bataille bey Moncon-tour/darinnen er9OOO mann verlohr/mit ihnengeschehen gewesen/wann nicht seine Vigilanz und'relolunon den äusersten ruin abgewendet hatte.
Der Hof suchte durch die zwischen Königswepxe Haupt-Handlung.
Henrichen von Plavarren und des Königs Anfang zumschwester/ PrinceßmMargarethen/ ins Mittel Un?eeve»gebrachte Heyrath einen beständigen frieden zu Km^en.machen; räumete denen Hugonotten in demA. 1570 erfolgten ftiedens-schlusse gute conäi-tiones ein/ und ließ ihnen zur Versicherung vierHauptfestungen in Händen/ nemlich Rochelle/Montauban / Cagnac/ und la Charite; alleinder fuchsba?g solle das beste lhun. Ihnen wider-fuhren von dem Könige und dem Hofe tausendcareffen / welche auch den klugen Coligny undviel Gross- einschläserten/ daß sie wider ihrerunpaßionirten freunde rath zum beylager nachParis reiseten/allwo man Vorhabens war/ de-nen Hugonotten auff einmahl den rcst zu ge-ben. Vas blut-bad nahm nie'nand/ als den v-x-nerfrtKönig von Navarra und den jungen Conde/ N'Ät,aus. Und war Duc de Guise der Guaram/ höchst,dieses blutige vorhaben auszuführen. Coli,gny muste am 24 Augusti A.^572 zu erst diemordbühne eröffnen/ und währete das blut?bad sieben gantzcr tage in Paris/ welcher dieandern städte angrausamkeit nachfolgeten/ aü-so daß binnen wenig tagen zOOOO seelen zurewigkeit verschicket wurden. Ja man hatglaubwürdige Nachricht/daß innerhalb monatSftist mehr als lOvocoo menschen jämmerlich er-mordet worden. Absonderlich aber wurden8OO edelleute/ die sich im Louvre bey einanderbefanden / allesamt jämmerlich umgebracht.Das schlimmste war vor einen Aönig/ derdas prXckcat desAllerchrifflichffen sühnet/sich in einem schreiben an den Pabst zu rüh-men/ daß auff seine Verordnung über mehr als7OOOO menschen hingerichtet worden; Lnmas-sen denn auch eine müntze mit dieser überschrifftgeschlagen wurde: UielZs excitavit stilltticuri. Auwas excelllvcr räche die (lespersten Hugonot-teu fürgeschritten/ bezeugen die verwüstetenHugou»^schlöffr/ klöster/ klausen und kirchen/ von denengemeldet wird/ daß ihrer mehr zu stein-und a-schen- Haussen niedergeleget worden/ als eintzel-ne Hugonotten umkommen wären/ welches ichdahin gestelletstyn laste. Dieverbilterung meh-rete sich bey denen Liglstifchen auch nicht wenig/deren armee Rochelle angriff/ und in 90er»
stau mutter Johanna wurde drey monate vordieser blutigen Hochzeit mit vergiffeten Hand-schuhen umgebracht; unter währendem blut-ba-de aber nahm man den Königlichen brauti-gam selbst/ nebst stinem Vetter/Printz Henrichvon Conde/gefangen/welche sich nachmahls zuanhörung der messe beqvemeten/ und dannenhe-ro auff fteyen fuß gestellet wurden.
Inzwischen veränderte sich das theatrumdurch schleunige abreist des Duc Henry d'Al>jou/ welcher das lager commandirte. Er wur-de zur Cron Polen beruffm/ hatte aber nichtgrosse lust darzu; doch erließ ihn die frau mut-ter/ deren schsß-kind er war/auffeine kurtze zeit.Bald darauffwurde der König m einem un-bekandten schmertzhafften mc-!o kruick/und starbdaran A. 1574. Also wurde der seue PolnischeKönig / als des verstorbenen Königs bruder/der verwittibten Königin vorstge nach/ fasteher zurückgeruffen/als er das regiment daselbstangetreten.
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