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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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von dem Königreiche Franckreich.

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wissen jährlichen penlwn zu befriedigen. Hier-auffkrönete Pabst l^eoX K.FranyenlzuVo-nonien bey einer angestellten zusammenkunfftzum Räyserim Orient/ und wiewohl er ihmnichts/ als den blossen titul/ corckeriren konte/ sowar doch der König so erkenntlich / daß er dieobgedachte zum nachtheil desPäbstl.stuhls ge-reichende SanHionem praZmsticam aushub/ undden 14 Decembr.A.isis das so genannteLoncor-6at,krafft dessen der König zu allen hohen geist-lichen Kene6cien in Frankreich/ wenn selbige va-eant, ein 8ubje6wm, ohne vorhergehende wähl/innerhalb sechs monaten nomimren/der PabstVesser stete aber selbiges conkrmiren folte. Mit Aäyser

Ner ^'^arln V lebte er in steter jalousie/ worzu die

An V. xrXteren? bey der Kayserlichen würde/ welcheThür - Trier und Brandenburg RönigFranyen/die übrigen Churfürsten aberRönigTarln in Spanien beylegten/ diegröste Ursache war. Robert von derMarek/ Herr von Sedan/ gieng von der Kay-serlichen parthey zur Frantzöisihen/ und bließdas feuer mit allen kräfften auf. Weil nun diemteressenvonNapoli/ Meyland/ BurgundundNavarrendaskriegs-feuer vollends ver-mehrten/kam es zur lichten flamme. KönigFrantz Eroberte zwar Navarren/ indem er sichdes Königs Z ean d' Albret annahm/mit weni-ger mühe / verlohr es aber A. 1521 eben so leichtwiederum/ und machte dargegen in Niederlan-den einige Lon^uecken. Der Pabst trat auf desKaysers feite/und bemächtigten sich ihrer beedertrouppen des Herhogthums Meyland und derstadt Genua A.1521 / nachdem sie die schlacht de' la Bicoque erhalten hatten. Dio Englischeflotte suchte in Franckreich auch festen fuß zu se-tzen/und dieVenetianerquittirten König Fran-kens parthey/und schlugen sich zu dessen feinden.Der gröste stoß wurde ihme durch den ÜbergangdesConnestabels deBourbon beygebracht/wel-chen der Käyser durch promecken des König-reichs Burgund und einer Heyrath mit seinerschwester an sich zog. Hierzu kam A. 152z der> fruchtlose anschlug aufdasHertzogthumMey-land/welchersoübelgelunge/daß der GeneralBonnivet den meisten thei! seiner unterhaben-Hchiache den armee ruinirte. Die schlacht vor PaviaM Pavia. AbliefaufderFranhöischen feiten auch der-Der König Massen unglücklich ab/daß der Rönig von den?tn und" ^äyserlichen/ welche abgedachter HeryogrWvttmt. vonNourbon commandirete/gefangen/undnach Madrid gebracht wurde. Zu dieserNiederlage gab urssche/ daß der König ein an-sehnlich detachement seiner trouppen gegen Na-poliund Savona commandiret/und der rest/so bey ihm blieben/ Jmliäner und Schweitzerwaren/ welche im geftchte ihr äevoir nicht rechtthaten. Vermittelst eines Vergleichs käme erzwar zur freylassung; weil aber das Parlamentnicht an die coricknone-i gebunden seyn wolte/hielte er weniger als nichts/ und bestünde sotha-ner vergleich in folgenden puncten : 1) DasHertzogthum Burgund abzutreten/ 2) aufMeyland Verzicht zu thun/ z) Flandern undAr-tois als ein lehn der Cron Spanien zu erkennen/4) Käyser Carls v schwester Eleonoren zu Hey-rathen/s) dem HertzogvonBourbon parclonzugeben/ 6) die Königl. Printzen oder 12 der vor-nehmsten bedienten biß zur Vollziehung solcher

conäitionen zu geisseln zu geben/und 7)in erman-gelung dessen sich selbst wieder zur gefangen-schafft in Spanien einzustellen.

Inzwischen änderten sich die conjunÄuren/und hatten die FraNtzosen nunmehr wenigerfeinde/und in Italien/so abermahl der fchau-platz des krieges war / etwas bessern MccessDer abfall aber des Frantzöischen Admirals/Andreas Doria /machte anderweit viel Hinde-rung/und musten dieFrantzosen ihre eon<zuettenwieder hinlasten: Denn Pabst elemens Vii,nuffwelchen sich König Frantz 1 ziemlich verlastsen hatte/muste erfahren/ daßdieKäyserlichenA. 1527 Rom eroberten/und ihn in der Engels-burg so lange belagerten/ biß er die FrantzöischeParthey verlassen muste. Mittlerweile wardes Königs GeneralLautrec abermahl mit ei-ner armee in Italien gerückt/ wurde aber unterwährender belagerung der Stadt Napoli vonder pest dermaßen verfolget/ daß er selbst dasleben darüber verlohr/ und der Überrest seinerarmee theils durch diese contaßion,theils durchdie Neapolitaner/ zu gründe gerichtet wurde.Endlich kam es A. 1529 zuCambray zum frieden/kmffl dessenKönigFrantz semePrintzen mitzweyMillionen und sechsthalb tonnen reichsthaler^rzionirte/und aufdie souverainität überFlan-dern und Artois/ wie auch auff die prXtenlio-nen auffFlandern/Artois/Meyland undNapoli Verzicht that/und desKaysers schwesterEleonoren mit der condition cheyrathete/daß/ imfall einPrintz daher erzeuget würde/er das Her-tzogthum Burgund haben solte.

Anno Isz^als Hertzog rrancckcmLfortia ohne Der^Meys

erben starb / gieng der krieg auffs neue wegen neu- kUesMeylandan/ worauff Rayser Carl mit ei-ner armee von 56000 mann in person in Pro-vence einfiel / und Marseille belagerte. Diezweyte armee von zooOO mann brach in Pi-cardie ein/ bekam abervorPeronne schlüge/ unddie erste zerschmeltzte binnen monats-frist durchkranckheiten biß auff den dritten theil. Nichtsdesto mind er traueteK. Frantz dem glücke undfeinen kräfften so wenig/ daß er mit dein Tür-ckischen käyser Solimann ein bündniß mg denenschloß/ krafft dessen derselbe die Jtaliänischeund Spanische küsten an dem Mittelländischenmeer in furcht bringen solte 'inmassen denn auchder Türckische Admiral Barbarossa solchemwürcklich nachkam. Darauff kan: es A. 1538zu Nizza nochmahlen zu einer Verlängerungdes stillstandes/welcher aber vor endigungdergesetzten zeit von 10 jähren A.1542 wieder ge-brochen wurde. Die Ursache wurde auff Fran-tzöischer seite daher genommen / weil KayserCarl v, als er durch Franckreich nach den Nie-derlanden gereiset/ sich anheischig gemacht/ Kö-nig Frantzen l nebst feinen leibes^erben die w»veUUur über Meyland zu geben/ welches er abernachmahls nicht gehalten. Eine andere Ursa-che solte auch noch diese seyn/ daßderMeylan-dische Gouverneur / Marquis de Gasto/ zweyFrantzöische Ambassadeurs massacriren lassen/welche nach Venedig und folgends nachCon-stantinopel reisen sollen. Der König / nach-dem er in Schweden und DänemarckumAlli-antzen ansuchen lassen/ griff den Kayser mit 5armeen zugleich an/ schickte ihm in Ungarn denSultan Solimannum übern halß/ und nahm

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