,4 Des Europäischen He rolds zweyte Haupt-Handlung
Hertzogin von Orleans/ des ersten Hertzogs zu Venedig und Schweitz wider König Ludwi-Meyland / Johannis eale3tii,tochter gewesen gen zusammen/ um denselben wiederum auswar. Als nun dieser Herzogin zweyter bru- Italien zu schaffen/ allwo die Frantzosen nie-der/Philippus Maria/A. 1447 todes verfuhr/ mahts gerne gesehen seynd. Franckreich achteteund solcher gestalt der mannliche stamm derer aber dieser feinde so wenig/ als den PäbstlichmMeyländischen Hertzoge abgegangen war / ge- bann/ unerwogen es niemand auff seiner seitebührte dem Hause Orleans von mütterlicher hatte/ als Jean d' Albret/ den König in Na-seite die lucceiüon, welche ihm aber Franciscus varra/ welcher aber sein Königreich wegen die-Sfortia/Grafzu Colignola/streitig machte/in- ser Frantzöischen alliance verlohr. Indessendem er sich mit obgedachtes letzt verstorbenen hatte des Königs General/ Gaston de Foix/Hertzogs Philippi Maria unehlicher tochter/ das glück/ in Romagna die besten örter zuBlanca Maria/vermählete/und das Hertzog- empörten / von der Venetianischen armeethum in besitz nahm / daraus aber dessen söhn bey Brescia 8000 zu erschlagen/ auch dieLudwiMorus,obgedachter Massen/ durch die schlacht bey Ravenna A. 1512 zu gewinnen/siegreichen Frantzöischen Waffen vertrieben und der feinde über 10000 zu erlegen. Erblie-wurde. Jedoch machten sich die Frantzosen be aber in eben diesem siege/ da er durch ei-durch ihre insolence bey den Meyländern der- nen piquenstoß den geist auffgeben muste. Da-massen verhaßt/daß dieselben revowxten/ und zumahl ließ der König eine müntze schlagen/ aufmit dem vertriebenen Hertzog Ludwig Moro welcher der Frantzöisthe gecrönte schild mit denein geheimes Verständnis pflogen/welcher durch drey lilien und folgende überschrifft stund:hülste 8000 Schweitzer die Frantzosen in eben perciam nomen. ^ Obgedachtes Ga-dem jähre wieder aus Meyland verjagte/in wel- stons de Foix successor/ der Hertzog deTremou-chem sie es conczuetiret hatten. Jedoch die ille/war nicht so glücklich/und verlohr diebe-freude daurete nicht lange / indem K. Ludwig rühmte schlacht bey Novara. Sodann be-Xli gleichfalls ^ von einigen Schweitzerischen lagerten die Schweitzer Dijon / als die Haupt-trouppen verstärcket/A. 1500 seine armee unter stadt in Burgund / und wurden die Genueser /dem commando feines Generals Louis de M - auf Pabsts Julii l? anstifften/ auch wiederumTremouille über das Alpen - gebirge marchiren rebellisch / wiewohl sie sich balde wieder unterließ / da sie denn nicht allein das Hertzogthum das Frantzöische joch beugen musten. Darge-von neuem eroberte / sondern auch den Hertzog gen eroberten die Engellander Teroanne undgefangen nahm / welcher sich biß an seinen A. Tournay/ und erhielten A. 1515 einen herrlichenisOZ erfolgten tod im gefängnisse gedulden mu- sieg bey Guinegaste/ welcher insgemein la lour-ste. Nicht weniger verglich er sich wegen der nee 6es Jerons genennet wird / weil sich dieBekommen prXtenlion auf Napo li mit Rönig Ferdinan- überwundene Frantzosen auf ihre sporen verlastvergleich dm / Latbolicus genannt/ und bekam in der sen. OieFranyosen musten auch endlich«non. mit ihm getroffenen landes-theilung Napoli/ gar aus Italien weichen / und das Her-Terra di Lavoro / und Abruzzo. Jnmassen gogthum Meyland czuittiren /indem der ver-auch/diesem accord zu solge /Rönig Friedrich jagte Hertzog Maximilianus Sfortia durchzu Napoli sich an Ronig Ludwigen erga- hülste der Schweitzer / welche der Pabst widerbe/und vor seingantzes recht dieProvintz An- die Frantzosen ausgewiegelt hatte/ wieder injou samt ZOOO0 Escus jahr-renten bekam. Es das verlohrne Hertzogthum eingesetzet wurde.
blieben aber die beeden Capitains / Gon- Hätte K. Henrich v/il m Engelland/ welcher Gefährlichesalvus de Cordua der Spanische / und Louys in Franckreich eine ckverlion gemacht / mit der -pp^tiende Armagnac der Frantzöische / nicht lan- retraite in seine Insul nicht vorgeeilet/ und die.ge einig / fondern es muste dieser je- Schweitzer sich durch geld aus Burgund zie-aber bald nem weichen / und endlich in einem UN- hen/der Pabst aber sich die cvnlilia des Käysersmeder ver-'glücklichen treffen den geist auffgeben. Nach zweiffelhafft machen lassen/ so würde es beyder Hand wurde Frankreichs Staat in Jtali- verfolg der Alliirten Waffen mit der Cronen so schwach/ daß man nur zufrieden war/ mit Franckreich schlecht abgelausten seyn. Als erguter manier die Neapolitanischen Provintzien durch die eyferer der NömW-catholischen Reli-an (ülitbciliLum ceciiren zu können, gion zur Verfolgung der Waldenser angemah-Sonste hatte K.Ludwig Xli auch in obgedach- net wurde/wolte er sich hierzu keinesweges ver-tem jähre 1499 die Stadt Genua erobert/ und stehen/sondern gab zur antwort: Diese leuteals dieselbe A. 1506 revoMrte/ wurde sie in fol- sind frömmer als ich. Er starb A. 1515 ohnegendem jähre wiederum zum gehorsam ge- männliche erben,bracht / der rebell Demetrius juümianus aber Daher die Cron dem damahls nächsten Für-am leben gestrafet. Die neue Verbindung sten vom geblüte/ GrafsFranyen von Angou-zwischen Spanien undFranckreich würckre leme / zugekommen / welcher / Meyland wie-die Alliany mit dein Rayser und pabst/ der zu erobern/ den Connestabel von Bourbonwelche samt und sonders geneigt waren/ die in- mit einer armee ausschickte/ auch selbst mit zusolenten Venetianerzu demüthigen. In der felde gieng/ und A. 1515 die so genannte jour-Krieg wider berühmten bataille d' Agnadel that der Fran- nee des Geans oder die unweit Marignan ge- K. Franq r^ene ;g. hz^che General de Chaumont das beste/und haltene schlacht/darinnen 15000 Schweitzer Aille^estrieb die Venetier also in die enge/ daß sieA. und etwa40OO der besten Frantzosen geblie- Geans.1509 vom festen lande abwichen. Am Concer^ ben/ erhielte/ und hernach des Staats voneo sehlete es/ und dieses war die Ursache/wa- Meyland/wie auch der Lombardey mei--rum dieAlliirten/sonderlich KayserMaximilian/ ster wurde / dergestalt/ daß Hertzog i^ximi.wenig ausrichteten. Der Pabst sattelte bald Üauus 85c>rtia gezwungen wurde/ auff das Her-um/ und koppelte AisioSpanien/Engelland/ tzogthum zu remmciren/ und sich mit einer ge-wissen