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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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von dem Königreicht Franckreich.

Sein söhn und nachfahrer Rönig Carl bruders söhne / Carln/ Hertzogenvon Maine/vm war zu der zeit noch nicht capabel zur regie- welcher aber des folgenden jahres / nemlich A.rung/auch in seinem gantzen leben ein zarter fast 1481/mit tode abgieng/ und/weil er der letzte vonungesunder Herr/ daher ihm ein vormundschafft- dem Hause Anjou war/ solche ansprüche auffK.licher Regent gesetzet werden muske. Als nun Ludwig xi verfällete/ welche dessen söhn K.die listige schwester des vorigen Königes / nem- Carl vm nunmehro mit den Waffen auszufüh-lich die Gräfin de Beaujeu / sich zur regierung ren vermeinte; inmassen er dann A. 1494 voneindränge / und den Hertzog von Orleans aus- Grenoble auffbrach/und bald darauffzu TurinsenÄs uip schloße/gab es neue Unruhen im Reiche / zumal anlangete/ allwo er der Hertzogin von Savoy-müttdigett als die Heyrath / welche er mit der erb - tochter en ihre juwelen abborgte/ und selbige zu bestreikvi'/vor^ von Bretagne / Princessin Annen/ vorhatte/ tung der kriegs-kosten verpfimdete. DamitMund- darzu kam. Die Regentin brachte es aber durch er auch von K. kerdiuauäc) Lstbolico an seinemschlifft, schwerdt-schlag dahin / daß der Hertzog gefan- dessein um so viel desto weniger gehindert Wer-sen / und anders nicht auffreyen fuß gelassen den möchte/ trat er demselben die Graffschafftwurde / als auf conästion die Alliantz zwischen Rouffillon ab/welche obgedachtes Königs HerrKönig Carln und der Prinecffm zu tracti- vater/Johannes 11 König in Arragonien/Lud-ren / und zum stände zu bringen. Nun wigendem xi Könige in Franckreich A. 1462.war sie an Ery - Heryog/ nachinals Räx- pfands-weife eingeräumet hatte. Franckreichftr Maximilian i schon versprochen / der war anfangs glücklich/ alle Hindernisse/ welcheKönig sührete aber doch die braut heim / der Jtaliäner jalousie rege machen können/und vereinigte Bretagne mit der Cron wegzuraumen/undPabstAlexandernvi auffA. 1491. Spanien/Engelland und Teursch- seine stite zu bringen/ auch A. 149s die Neapo,land waren aus jalousie damit nicht zufrieden/ titanische Investitur und Crone von ihme zu er-und schickten ihre trouppen deßhalber inFranck- langen / nachdem zumahl König /Ukonsus sichreich; der Negentin list aber wüste das daher aus furcht der regierung begeben. Denn dieentstehende Unglück klüglicff zu zertreiben. Frantzoische sieghaffte Waffen nahmen binnenWas die Frantzosen wider Käystr Maximili- oder 5 monaten das Königreich ein/und wur-anen vor unglimpfiiche gedichte ausgeschrie- densoformidabel/ daß sich auch der Türckischeden/ und wie selbige aufführet- Majest. befehl Käyser zu Constantinopel fürchtete / und derdurch Stadthalter und Räthe des hohen Raths König sich die Crone des Päxserthums vonzu Mecheln in Brabant sind gerettet worden/ Constantinopel auffseyen lteß. Weil aber zum Käyserdavon meldet Goldast in den Rcichshandeln dieFrantzosen ihr allzugrosses glücke mißbrauch-toi. Z4 sg. König Carl cedirte an keräman^um ten/ und sich mehr auffgalanterien als sortü-gttrönet.«Mllott <2atko!icum in Spanien die Graffschafften bung der Waffen legten / die conczvesten nichts"e wÄn Roußillonund Cerdagne entweder bey vorha- wol bewahrten/ auch durch ihre inlolen? sichanSpanien bendem zuge gegen Napoli sich des rückens zu den neuen unterthanen verHast machten/fchlos-abgmeten. hersichern / oder weil er durch seinen mit Spa- sen derRa^ser/derpabst/RönigFerdinandnischemgelde erkaufften beicht-vacer überredet von Arragonien/ Venedig und Meylandwurde. Der zug in Italien erreichte seinen eine Liga /die fremden gaste auszuschaffen.Kö-fortgang/ und wurde diese Landschafft zum the- nig Carl besorgte/man möchte ihn von Franck-ütro/worauff sich Teutsche/ Spanische und reich abschneiden/eilete demnach dahin / verließgenAs^- Franyösische soldaten fast 40 jähr herum zu Napoli schlechte anstatt/ unterwegs woltemsmchs ' geschlagen/und viel Verheerung nach sich gelas- man ihm den paß verhauen / und musten sichN«apous- ^ Die Frantzöische Intention aber auff die Frantzosen zu Fornue unfern Luccndurch-das Königreich Neapolis beruhete kürtzlich auf schlagen / welches desto mehr glückte /folgenden umstanden. König Ludwigs ix weil der General ixivustius die fein-bruder Carl/ Graffvon Anjou/hatte dasKö- de mit freylassung der Frantzöischen baga-nigreich Sicilien und Neapolis/ unerachtet der ge vccupirte / darüber aber acht prinyenrechte Cron - erbe ^onradinus, Hertzog in vom Hause Mantua erschlagen worden.Schwaben/ noch lebete/ von Pabst UrbZno 1 v Darauff nahm König Ferdinand sein ReichA. 1264 geschencket bekommen/ welche er auch Napoli leichtsam wieder ein. König Carl be-Neqpolis»durch den blutigen tod dieses Printzens be- gieng darinn einen grossen fehler/ daß er dashauptete/ und selbige auff feine nachkommen Homagium samt 50000 Cronen zum tribut/brachte/ deren letzterer zweig die Königin Jo- welches ihme die republic Venedig von K. Fer-hanna ü war. Weil aber Pabst xiartinuz v dinanden zu wege bringen wolte/ nicht angc-wider ihren willen Ludwig m, .pertzogen von nommen. Diese consuston und der bald dar-Anjou/ von der in Franckreich dazumahl blü- auff erfolgte tod des Dauphins Carls ver-henden linie/ die Investitur über das Königreich kürtzten dem Könige das leben/und starb er un-Neapolis gab/ fand sie sich hierüber dermaßen verlangt hernach A. 1498. Er war der letzteckzßustiret/ daß sie Alfonsen v, König in Arra- von der geraden Valesischen linie / und kam diegonien/ aäoptirte: Jedoch als sie dieser aus un- Cron auf vorgedachten Heryog Ludwigendanckbarkeit lieber noch bey lebendigem leibe von C>r !eans/als nächsten Agnaten,geerbet hätte/ ernennele sie obgedachten Lud- Dieses König Ludwigs xii, patrisewigen in Hertzogen von Anjou zu ihrem künff- beygenahmt/ erste Entreprise war auf das Heu-tigen erben/ und als dieser noch vor ihr verstarb/ yogthum M extn nd / welches er A. 1499 ero-verlangre sie stinen bruder Renatum zum berte / und Hertzog Ludwigen/ Xloru8 ge-Reichs-Nachfolger/ worüber sie A. i4zc mit nannt / daraus vertrieb. Dxr vorwand die-tode abgieng. Allein dieser starb gleichfalls fes krieges wurde daraufgegründet/daßK.Lud-über der prTtenston,und überließ selbige seines wigs xit groß - mutter Valentina/ vermahlte

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