Druckschrift 
Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
Seite
10
Einzelbild herunterladen
 

!o Des Europäischen Herolds zweyte Haupt-Handlung

Königreichs zu bemächtigen / an Hand gaben: glück hatte/ GrafLudwigs in Flandern ein-Neue ruptueandern theils/daß er die billiche conänione^dar- tzige tochter als braut heimzuführen/ da herge- beederauf es gleichwol Printz Eduard ankommen ließ/ gen Printz Eduardens söhn den korb bekam.nicht annehmen wolte/ sondern ihn A. 1356 un- Engelland schritte/diesen schimpf zu rächen /A.fern Poitiers in seinem vortheil und retrenche- izyz unter dem prsetext zur ruptur / daß derment zwischen den Weinbergen mit der Caval- Bretignische vergleich noch nicht zum völligenlerie angriff/ so gieng es überall anders / als stände kommen / und die unterthanen der ines die Frantzosen wünschten und verlangten, krafft desselben ceäirten lande wegen sich so blopDenn weil tue in Hecken und Weinbergen ser dings an Engelland nicht lüdmutiren wollen,wohl-postirte Englische Infanterie den vortheil Frankreich kam zuvor/nahm das meiste inGui-harte/ die Cavallerie mit bogen todt zu schiessen/ enne weg/ und trieb die Englischen biß in Bour-Geitt Hr. kam das gros der armee bald in unordnung/und deaux. Rochelle ergab sich auch an die Fran-fthn K. Io- blieben der Frantzosen bey 6000, darunter 1200 tzosen / deßgleichen andere gantze Provintzien.liert^d^ Adel/ und sO hohe stands-personen. Der Ja es konte auch die Englische Haupt - armeetreffen bey König selbst wurde samt seinem jüngsten Prin- von ZOOOO mann eben wenig ausrichten/ undAÄ"" .tzen Philipps gefangen/ und über meer in En- kam es endlich durch König Carls courage undHeyden, gelland geführet. Man sagt/ der Englischen klugheit dahin / daß Engelland mehr nicht vonwaren etwa 7000, der Frantzosen aber bey seinen Frantzsifchen Lonczueüen / als Calais/60000 vor dem treffen gewesen. Der Oau- Bourdeaux/Bayonneund Cherbourg/ übrigphin Carl wolte sich zwar zu Paris der König- behielte. Worzu Printz Eduards tod viel cvn-lichen regierung annehmen / er fand aber allhier tribuine. Allein in Bretagne waren dieFran-und anderswo bey dem volcke viel Hindernisse/ tzosen unglücklich. Rapser Carl i v wolteindem auch die bauren selbst unter ihrem rädels-' seyn/ seine bemühung war aber um-führer/fagues!e bon komme, einen aufruhr erre- sonst. Doch Vllltirte er A. IZ79 den Konig zugeten/welcher laguerie genennet wurde/so gar/ Paris/uni? machte den Dauphin zum immer«daß auch Rönig Carl lt von Navarra / wel- währenden verweser de-; Reichs in Oau«cher gewisser excesse halber auf König Johann- phine. Jnmaflen er denn auch der Cronsen oräre bißhet in cuNoclia gesessen/sich auf den Franckreich das Recht aufdas Königreich Are-thron schwunge/ gleichwol aber bald weichen latc^.ret haben soll. Der König starb jahrsmuste/und arbeitete der Dauphin samt denen hernach am gissce/welches ihm obgedachter Kö-* noch getreuen Standen fleißig an des Herrn va- nig in Navarra / Carl tt der Böse genannt/ters erledigung; inmassen diese A.iz6c> und al- . beygebracht haben soll,so 4 jähre nach der gefangenschaffc erfolgete. Sein söhn und Cron-erbe Carl vi war da-Bretten? ist Die conä.tionez waren sehr schwer / und gieng mahls noch unmündig / dahero unter der vor-Franckreich eingroß theil von Franckreich/in schönen land- mundschafft/ wegen der klmiflrorum geitzes^ schafften bestehend/ nemlichAquitanien/ Poi- und pressuren/ unter dem volcke viel unruhectou/Rochelle und Calais/ durch den vergleich entstünde. Seinen ersten krieg veranlagtede Bretigny hinweg / der z Millionen rantzion- fein vetter/ der Hertzog zu Burgund / welchergelder zu geschweigen. Diese grosse ksvolu- sein int^relle an das Königliche mitgrossm bey-tionsetzte den König in einen solchen zustand/ fall zu verknüpffen wüste / und den König be-daß er zu gewinnung geldmittel seine tochter wegte/ eine armee in Flandern wider die rebel-JsabellamanGaleazium/Vicomte vonMey- tische unterthanen/die man Chapperons blancsland / mehr verkauffen / als verehlichen muste/ de Gand nannte/ zu führen. Die bat litte A.indem dieser neue Hertzog 6 tonnen goldes vor- iM bey Roftbec unweit Courtray lieffglück- oivftber.zuschiessen versprach. Er starb in Engelland lich ab/ und der Flämischen blieben bey 60000A.1Z64 dahin er seinen credit zu retten/oder/wie mann nebst ihrem General Artuelle. Hier-andere den zweck der reise entdecket / vielmehr durch wurde die scharte/ welche/ wie vor erweh-die Grafin von Salisbury zu besuchen / gcreiset net / die Nation fast siebenzig jähre vorher anwar. eben diesem orte bekommen/ wieder ausge-A. Carl der Höchstgedachter sein Herr sohn/und numehr wetzet; hergegen brachte die kostbare seefiot-^Äicher. ^önigCarlvderMeisegenannt/weilerdes te/ welche in Schottland anlandete/ und bißHerrn vaters undgroß-herrnvaaers fehler klüg- vor die pforte in Londen lieff/ mehr schändetich zu verbessern wüste / ist in denen mit Engel- als vortheil mit sich zurücke; indem der Königland und Carlnvon Navarra geführten krie- diez Millionen/ so ihm sein Herr vater Hinter-gen glücklich gewesen. Anfangs dämpsste er lassen/ theils auff diese flotte/ theils auff die pr--die Hitze seiner feinde durch sein pKl-Zmz und list tenllon des Hertzogs von auss das Ko-des cabinets; und der unbändigen unterthanen nigreich d?e2po!i5, gewendet hatte. Das grö--nsolen? wüste er durch diezwischen Jean de ste unglück/welchesFranckreichs bißhero wie-Montfort und Louys d' Anjou entstandene ir- der auffolühenden zustand turbirte/ war/ daß derrungen in Bretagne; und ferner durch den König in unsinn verfiele. Sintemal dieserSpanischen krieg/ welcher der Cron in Castiv zufall den schweren streit zwischen Heryoglien halber zwischen Petro Crudeli und Printz Ludwigen von Orleans/und Heryog phi« ^Henrichen seinem unächten bruder entgloni- lippen zu Burgund / der Reglments-ver-nigs blkdig-me / meisterlich zu brechen. Und weil sich waltung halber/verursachete. Diese ge-kctteweur-Printz Eduard iv von Maltis mit ins spiel müths-blödigkeit hatte folgenden Ursprung: Es 5^'.mengte / kriegte Franckreich desto mehr lufft. wolte nemlich K.Carl Vl A.iM den HertzogInzwischen brach eine neue gelegenheit zum von Kreons mit den waffen heimsuchen. Je-kriege darinn aus/ daß Heryog Philipp der doch unterweges rauschete ein fHwartzer mannRuhne in Burgund/KönigCarls bruder/ das aus dem gepüsche hervor / nahm des Königs