Druckschrift 
8 (1928)
Entstehung
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256
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t!5t> Predigt am fünften Sonntage nach Trinitatis.

Creatur in Kindesnöthen läge, oder ungern in dem Wesen wäre?St. Paulus sagets, daß sie des Wesens, darinn sie jetzt dienet,gar müde scy, und ja so gerne daraus wäre, als gern ein Weibdes Kindes genesen wäre. Das heissen rechte apostolische undgeistliche Augen, die solches alles in der Creatur sehen-, darumkehret er auch den Rücken dieser Welt, und achtet weder Freudenoch Leid dieses zeitlichen Lebens, trotzet allein auf das künftigeund ewige Leben, welches er doch weder stehet noch fühlet, undtröstet also die Christen gar trefflich und gewaltig, führet sie mitder gantzen Creatur in jenes Leben, doch in der Hoffnung, daßdiß sündliche Leben zuvor müsse ein Ende haben. Darum sollendie, so an Christum gläuben, sicher und gewiß seyn der ewigenHerrlichkeit, und samt aller Creatur seufzen und schreyen, daßunser Herr Gott eilen wollte, den seligen Tag herzu zu bringen,da solche Hoffnung erfüllet soll werden. Denn eben darum hater uns auch beten heissen im Vater Unser.- Dein Reich komme.Der liebe Gott, der uns befohlen hat, solches zu thun, der gebeauch Gnade und helfe, daß wirs thun, und daneben vestiglichgläuben, daß wir endlich zu solcher Herrlichkeit kommen werden.Denn unser Glaube soll nicht dazu dienen, daß wir Geld oderGut in diesem Leben dadurch erlangen, sondern daß wir zu einemandern Leben kommen; denn wir sind auf dieses gegenwartigeLeben nicht getauft, hören auch das Evangelium nicht darum,sondern es gehet alles auf jenes ewige Leben. Gott gebe, daßderselbige fröhliche und selige Tag unserer Erlösung und Herrlich-keit bald komme, und wir solches alles erfahren, wie wirs jetztim Wort hören und glauben. Amen.

Predigt am fünften Sonntage nach Trinitatis.

1. Petr. 3,8 15.

lLine Vermahnung zu guren Wercken.

^>a hörest du abermal eine Predigt von vielen und grossen gutenWercken, so die Christen thun sollen, die nun gläubig sind unddas Evangelium bekannt haben, daß man ihren Glauben als an