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8 (1928)
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242
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242 Predigt am dritten Sonntage nach Trinitatis.

des Teufels Gewalt unterworfen ist? Es hat es von Anfang dieErfahrung unzahliger Historien diesen Spruch (Gott widerstehetden Hoffartigen,) wohl beweiset, wie er allezeit die hoffartige Weltgestürtzet und getilget, die stoltzcn, trotzigen Könige und Herrenzu boden geflossen.

Wiederum aber, so du dich demüthigest, und mit Gottes-furcht und Vertrauen seiner Gnade nach seinem Willen etwas an-sähest, so ist dir hiemit verheissen (so er spricht: Den Demüthigengibt er Gnade), daß du nicht allein Key den Leuten Gunst, son-dern auch Glück sollst haben, daß du ein nützer Mensch seyest,beydes, Gott und der Welt, und wider des Teufels und seinerSchuppen Widerstand dein Werck hinausführen und erhalten.Denn, wo Gottes Gnade ist, da muß auch folgen sein Segen,Schutz und Schirm, und also, daß solcher Mensch nicht muß um-gestossen werden, noch unterliegen, sondern, ob er schon gedrucktwird eine Zeitlang, doch endlich wieder Herfür kommen und er-höhet werden, wie St. Petrus zum Beschluß saget:

So demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand Got-tes, auf daß er euch erhöhe zu seiner Zeit.

Mit diesen Worten zeiget er, was da sei) und Heisse rechteDemuth, und woher sie komme? Nemlich, da das Hertz, durchErkenntniß seiner Sünde vor Gottes Zorn erschrocken, angstiglichGnade suchet, und also eine Demuth sey nicht allein auswendigvor den Leuten, sondern von Hertzen um Gottes willen, ausGottesfurcht und Erkenntniß seiner eigenen Unwürdigkeit undSchwachheit. Denn solcher Mensch, der Gott fürchtet und, wieEsaias 6, Z. saget, vor seinem Wort zittert, der wird sreplichwider niemand trotzen, scharren noch pochen, ja auch gegen Fein-den ein gut, sanftmüthig Hertz haben; darum findet er auch Gnade,beyde, bey Gott und den Leuten. Die Ursache solches soll sepn(spricht er) die gewaltige Hand Gottes. Als wollte er sagen: Ihrdürfts nicht um Menschen willen thun oder lassen, sondern unterGottes Hand sollt ihr euch demüthigen. Diese ist zu bepdcn Sei-ten starck, gewaltig und machtig, die Stoltzen und Sichern zuflössen und zu stürtzen, wie harte eiserne Köpsse und Hertzen siehaben, daß sie müssen darnieder liegen in Staub und Aschen, jain der Höllenangst und Marter verzagt und verzweifelt, wenn ersie angreift ein wenig mit Schrecken seines Zorns; zum andernist es auch eine solche gewaltige Hand, die Gedemüthigten undErschrockenen wieder aufzurichten, zu trösten und starcken, und,wie hier St. Petrus sagt, wieder zu erhöhen, auf daß die, so im