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Joh. 8.
grosse treffliche Christen; aber es liegt am Bleiben. Darnach sindandere, die Hörens; aber wenns zum Treffen kömmt, da sprichtman: Ich weiß auf meine Seele nicht, soll ich biß und das um "des Evangelii willen verlassen? Da sind derselben wenig, die im "Creutz und Verfolgung bey dem Evangelio verharren. Wo findetman sie, die da bestandig bleiben? Da spricht nun der HerrEhri-stus: So ihr bleibet an meiner Rede, so seyd ihr meine rechteJünger. Wenn euch meine Lehre gefället, so seid ihr wohl ge-lehrt, und ihr wisset alles; bleibet ihr im Creutz und Leiden bey Ml^der Lehre, so sepd ihr meine Jünger. Meine Lehre aber ist nicht tPWder Art, daß man allein anfahe zu glauben, und viel vom Evan- Ar»!gelio rühme; und ich glaube es auch, es sey bald angefangen, MN-aber wo sind die Bleiber und Verharrer, daß maus ausstehe, und sk«r 'gedencke: El), es gehe mir darüber, wie Gott will; bin ich nichtgesund, so werde ich kranck; bin ich nicht reick, so bleibe ich arm; s.!.ich sterbe, oder lebe, so bleibe ich doch bey Christo. migwl
Aber man wollte gerne an Christum glauben, wenn einer Mnildadurch könnte zum Herrn werden, und einer ein Königreich er-langen möchte; wenn man aber drüber etwas leiden soll, ists aus, sMiniund um den Glauben geschehen. Darum saget er: Warlich, ihr «Mn!werdet nicht bleiben an meiner Lehre. Das geschiehst selten, daß >. ^man bleibe bey seiner Lehre, sonderlich, wenn ein saurer Wind M,K >.wehet. Viel werden wol Christen und halten vest im Anfangüber dem Evangelio; aber darnach fallen sie wieder davon undgehen dahin, als die guten Gesellen, wie denn auch die Gleich-uiß des Evangelii vermeldet von dem Saamen, der auf einenFelsen siel, und da die Sonne heiß drauf schiene, verwelckteund verdorrete er, Luc. 8, 6. Aber die bey dem Evangelio blei- . ..den» das sind die rechten Jünger; die andern sind falsche Christenund falsche Brüder.
So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seyd ihr meine ^
rechte Jünger und werdet die Wahrheir erkennen, und
die Wahrheit wird euch frey machen. . a
Da gehet er gar aus andern Gedancken her; denn sie sonstgedachten, er würde eine grosse Herrlichkeit in der Welt anrich-ten und jedermann grosse Ehre und Neichlbum schencken, daß sie g!... ^
alle wollten grosse Fürsten seyn, und die Welt unter sich aus-
thcilcn. Aber er sagt: Ihr werdet die Wahrheit erkennen, dasist, er wird euch wahrhaftig erlösen. Als wollte er sagen: Ihrhabt Gedancken, als wollte er euch in ein leiblich Reich führen,