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7 (1828)
Entstehung
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287
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Zoh. 3. 287

zu dem Licht; er wirst nicht auf Heiligen, folget auch nicht Ke-tzern; denn da folget man Irrwischen, irrenden Lichtern, Flad-dergeistern, die des Nachts im Felde die Leute verführen; sonderndas ist recht gefolget, in dem Glauben folgen und auf ihn ver-lassen. Darnach ist ein ander Folgen, daß man seinem Exempelnachfolge, seine Wercke thue, und leide, wie er gelitten hat. Daredet er jetzt nichts sonderliches von; aber hier will er, daß mandie Lehre sehe und dran halte, und von allen andern Lehren ab-weiche, so Christum, das Licht, nicht predigen. Denn wer anChristum glaubet, der bleibet nicht in Finsterniß, sondern wirdhaben das Licht des Lebens.

Nun verkläret er, was da sey, ihm nachfolgen, daß er wirdein solch Licht sehen, davon er lebet; denn er spricht: Der wan-delt nicht im Finstern. Hier stehest du, was das Folgen sey; dennmit Wercken erlangt man ein solch Licht nicht, davon man lebet.Die Sonne kann man mit den Sinnen nicht begreifst», sondernman stehet sie alleine mit den Augen; wenn man die aufthut, sofolget bald das Licht und der Glantz drauf. Also wird Christusmit guten Wercken auch nicht begriffen; sondern du mußt die Au-gen des Glaubens aufthun, erkennen, hören und das Wort insHertz scheinen lassen, und es erkennen. Wey dem Licht sollen wirleben, das Licht wird uns nicht lassen sterben, bcy dem Licht wer-den wir ewig leben.

31. 32. Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaub-ten: So ihr bleiben werdet an meiner Rede, so seyd ihrmeine rechte Jünger und werdet die Wahrheit erkennen.

Das ist ein böser Preis, daß er saget zu denen, die da an-singen zu glauben, und sagten: Wir wollen bey dir bleiben, undzusetzen und wagen Leib und Leben! und stehet sie mit schielendenAugen an, und spricht: Ja wenns euer Ernst wäre, und daß esdie Wahrheit wäre, daß ihr an mich gläubetet; aber es stehetmich dafür an, als werdet ihr nicht also bleiben. Und hebt anund thut eine Predigt von den falschen und wahrhaftigen Jüngerndes göttlichen Worts, und spricht: Viel hören das Evangeliumund bleiben dabey, weil es ihnen nützet, daß Geld, Gut undEhre davon haben; ja Lieber, wer möchte das nicht? Saget der-halben: Wenn ihr werdet bleiben an meiner Rede und Lehre, soseyd ihr meine rechte Jünger. Denn ich habe zweyerley Jünger.Die ersten gläuben an mich, rühmen und hören das Evangelium,und sagen: Das ist die rechte Wahrheit! und ich halte sie für