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, Joh. L. Lös
^hch-7 da ihr hoch oben schweben werdet; aber euer Sinn und Gedan-7 R p." cken ist nicht recht, es ist nicht die Wahrheit, es ist nur eine Larveund ein lauter Fastnachtspiel; aber ich wollte euch wol in ein" " Reich und Wesen führen, da Wahrheit innen ist, und da dasrechte Wesen ist. Er will sie treiben, daß sie nicht gehen nachdem äusserlichen Leben, daß sie auf Erden Konige, Fürsten undgrosse Herren würden, sondern daß sie im Himmel grosse Herren,' rechte Konige und gewaltige Fürsten würden, dieweil er hier sagt:"7 Werdet ihr lernen, daß ihr bleibet in mir, so wird euch diesel-7 7 bige Wahrheit losmachen-
77 ^ rühret ihre Gedancken. Denn sie waren gleich gefangen
777 "' unter den Römern, und wurden von ihnen übel geplaget, und hat-77'^ ie" kein eigen Reich, und war alle ihre Klage, daß sie gerne sreygewesen waren, und wiederum einen eigenen König hätten ge-habt. Nun aber spricht er: So ihr wollet srey werden, und ei-nen eigenen König haben, und srey und ledig seyn von allenDiensten und Gefangniß, so glaubet an den Sohn. Mein Reichn- jsi nicht hex Welt, so ist mein Reich auch nicht des Käysecs Reich,chi>l-a»s sondern ein Reich der Wahrheit, das rechte Reich, da man rechth innen leben soll. Solches ist ein ander Leben, denn biß zeitlicheLeben; da wird euch die Wahrheit alle recht losmachen. Aber»M nicht also, daß ihr nicht dürftet Geschoß, Zins und Renk geben,ü wWz wie es denn die Bauern noch heuliges Tages gerne hallen, aufii dRi Ä daß sie nicht dürften leiden, noch jemands gehorsam wären, und7 ÄW daß kein Fürst, noch Käyser, kein Graf, noch Herre wäre, undda die Knechte möchten Herren seyn, und daß eine Magd dien, Frau würde, und ein Unlerkhan der Fürst seyn könnte; also bät-
tel ihr Juden es auch gerne. So will er nun hier sagen: Ichpredige jetzt nicht von einem welllichen Königreich, ich lasse siealle bleiben. Sind sie Tyrannen, so mögen sie es bleiben, undlasse sie es verantworten; schinden und fressen sie ihre arme Leute,7 . was gehet es mich an, sie werden wohl Strafe drum leiden müs-^ sen. Ich will euch aber in ein Reich führen, da ihr werdet wahr-haftig srey seyn, Könige, Fürsten und Herren werden. Das wirdgeschehen, ^wenn ihr bey meinem Worte bleibet, und meinerPredigt glaubet, so ists gewiß, daß es leichtlich soll zugehen, daßman ein König werde; allein an das Wort müsset ihr glauben.
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