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7 (1828)
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0> M. Luthers Auslegung des Vater Unsers zc.

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ist nicht das beste, wäre besser, es wäre keiner; aber zu vermei-den grösserer Uebel sind sie nachgelassen, um der Unvollkommenenwillen, die noch nicht mögen alle Dinge fahren lassen, und Gottwieder zueignen.

Nichts desto weniger ist uns ein Mahl gelegt, da wir hinarbeiten sollen, das ist, daß wir von Tag zu Tag lernen und unSüben, daß wir Gottes Namen heiligen, ihm seine Ehre, Güterund alle Dinge, von uns entfremdet, wiedergeben, und wir alsogantz geheiliget werden. Zu der Uebung ist uns diß Gebet gegeben,daß wir ohne Unterlaß im Hertzen begehren sollen, daß GottesName geheiliget werde. Und ob schon einem Ehristenmenschenalles genommen würde, Gut, Ehre, Freude, Gesundheit, Weis-heit !c., das wäre nicht zu wundern; ja, es muß doch dahin end-lich kommen, daß alles sein Ding zu nicht werde, und er vonallen andern Dingen abgesondert werde, ehe er geheiliget und denNamen Gottes heilige. Denn dieweil etwas da ist, dieweil istauch ein Name da. Darum muß nichts da bleiben, daß alleinGott, und Gottes alle Dinge und alle Namen bleiben. Dennwird das wahr, daß die Gerechten in der Schrift genennet wer-den Arme und Waysen, die ihrer Eltern beraubt und keinenTrost haben.

Sprichst du aber:

So wir allesamt nicht genugsam Gottes Namen ehren, sindwir aber darum in Todsünden und verdammt? Antworte ich: Eswäre allzumal Todsünde und verdammlich, wenn Gott mit derSchärfe handeln wollte: denn Gott mag keine Sünde leiden, wiegeringe sie sey. Aber es sind zweyerley Volk: etliche die erken-nen und klagen dasselbe, daß sie nicht genugsam heiligen den Na-men Gottes, und ernstlich darum bitten, und groß achten, daßsie so unselig sind. Denselben gibt er, was sie bitten; und darum,daß sie sich selbst urtheilen und richten, absolviret und erlaßt ih-nen Gott, was sie nicht genug lhun. Die andern freyen undleichtfertigen Geister, die solche ihre Gebrechen geringe achten,in den Wind schlagen, oder auch gar nicht sehen, auch nicht bit-ten, werden am Ende finden, wie grosse Sünde sey, daß sie garnichts geachtet haben, und darum verdammt, darum sie vermeyn-ken allermeist selig zu werden, als Christus zu den Gleisnernsaget, Matth. 23, 14., daß sie um ihre lange Gebete desto grös-sere Verdammniß haben würden.

Siehe, also lehret dich das Vater Unser zum ersten erkewnen dein grosses Elend und Verderben, daß du ein Gottesläste-