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Galvanismus.
ein Gleichgewicht eingetreten sey. Im Jahre 1795 machte Dr.Well eine Abhandlung über diesen Gegenstand bekannt 1 ,welche die wichtige Thatsache enthielt, dafs Metalle durch Rei-ben an Metallen oder andern Substanzen, z. B. an Seide, Wolle,Leder, Fischhaut, an der flachen Hand, Siegellack, Marmoru. s. w. fähiger gemacht werden, Zusammenziehungen zu er-regen, eine Erfahrung, welche später Volta bestätigte und sovortrefflich zur festem Begründung seiner Theorie der el. Strö-mung in der Kette benutzte. Auch bestätigte Dr. Welt, gegenFowleb. die schon früher von Volta gemachte Erfahrung vonder leitenden Kraft der Holzkohle für das in diesen Versuchenin Bewegung gesetzte Agens, und erklärte sich für die Identitätdesselben mit der E. Endlich stellte Cavallo in einem imJahre 1795 erschienenen Supplementbande zu seinem CompleatTreatise on Electricity alle damals vorzüglich in England be-kannt gewordene TJiatsachen über die thierische E. in einer ei-genen Abhandlung zusammen 2 .
Die bisher angeführten Forschungen bezogen sich sämmt-lich nur auf Erscheinungen, welche die Berührungselektricitätin dem Gebiete des Lebens veranlafst; stets waren es erregbarethierische Organe, welche als Reagentien für die Wirksamkeitdieser Kraft dienten, wobei das Urtheil immer 'noch schwan-kend bleiben mufste , ob diese Kraft auch unabhängig von derMitwirkung dieser Organe sich noch durch anderweitige Rea-gentien entdecken und in Erscheinungen nachweisen lasse, andenen die Lebenskraft gar keinen Theil nimmt. In dieser Hin-sicht waren aufser der schon oben angeführten wichtigen Ent-deckung Volta’s über die Elektricitätserregung durch wech-selseitige Berührung der Metalle , von grofsem Interesse die indiesem Zeiträume schon einzeln gemachten Erfahrungen überchemische Veränderungen, welche beim Ausschlüsse aller thie-rischen Theile nach denselben Gesetzen einer geschlossenengalvanischen Kette erfolgen, nach welchen in den gewöhnli-chen Versuchen Zuckungen und Empfindungen erregt werden.Die ersten Versuche dieser Art rühren von Fabisiiont in Flo-renz her, welche er schon 1792 der Akademie zu Florenz mit-
1 Phil, Trans, for the year 1795. P, II. p. 246. übersetzt inGren’s N. J. d. Ph. III. 441.
2 Uebersctzt im 2ten Bande der 4ten deutschen Ausg. S. 247ff.