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21 (1866) Briefe : T. 3
Entstehung
Seite
53
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232. An Varnhorn von Ense.

Paris, den 3. Januar 1846.

Thcucrster Varnhagen!

Es ist Dieses der erste Brief, den ich in die-sem neuen Jahre schreibe, und ich beginne ihn mitdem heitersten Glückwunsch. Möge in diesem Jahreleibliches und geistiges Wohlsein Sie beglücken!Dass Sic von körperlichen Leiden oft niedergedrückt,höre ich hier mit großer Betrübnis. Ich hätteIhnen gern zuweilen ein tröstendes Wort zugerufen,aber Hekuba ist eine schlechte Trösterin. Mir ginges nämlich in der jüngsten Zeit spottschlecht, unddas Schreiben erinnert mich beständig an mein kör-perliches Missgeschick; ich kann kaum meine eigenenSchriftzüge sehen, indem ich ein ganz geschlossenesund ein bereits sich schließendes Auge habe, undjeder Brief mir eine Pein. Ich ergreife daher mitinnigster Freude die Gelegenheit, Ihnen durch einenFreund mündlich Nachrichten von mir zukommen zulassen, und da dieser Freund eingeweiht ist in allenmeinen Nöthen, kann er Ihnen umständlich mitthci-len, wie entsetzlich mir von meinen Sippen undMagen mitgespielt worden, und was etwa in dieserBeziehung noch für mich zu thnn wäre. Mein Freund,Herr Lassalle, der, Ihnen diesen Brief bringt, ist