ncrscits becifert haben, seiner Frau die bündigsteEhrenerklärung zu geben, um so mehr, da ich schondamals die feste Überzeugung gewonnen, dass dieAnzüglichkeiten, die ich mir in Betreff ihrer zuSchulden kommen ließ, auf ganz irrigen undgrundlosen Annahmen beruhten. Mit Vergnügenergreife ich jetzt die Gelegenheit, die sich mir dar-bietet, in der geeignetsten Weise meine Sinnes-änderung in jener Beziehung zu beurkunden. Ichveranstalte nämlich bei Hoffmann und Campe inHamburg eine verbesserte Gcsammtausgabe meinerWerke, und ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dassdarin die Stellen, welche Madame Straus persönlichberührten, nicht wieder abgedruckt werden. Ich bitteSie, der ehrcnwerthen Dame diese Mittheilnng zumachen und ihr zugleich anzudeuten, dass jene Stel-leu (wie mein Verleger bezeugen kann) nicht imursprünglichen Manuskripte standen, wie ich es nachHamburg zum Drucke schickte, und dass sie erst spä-ter, als ich mir dasselbe wieder zur Durchsicht hier-her zurückschicken ließ, flüchtig hineingcschrieben wur-den, in einer menschlichen Stunde und nicht ohneProvokation.
Ihr Freund
Heinrich Heine.
Paris, den 22. Decembcr 1845.