Druckschrift 
21 (1866) Briefe : T. 3
Entstehung
Seite
26
Einzelbild herunterladen
 

X

friedlichem Wege zu erlangen ist, darf nicht verab-säumt werden. Ich hätte Ihnen bereits schon früherwieder geschrieben, aber seit 14 Tagen stecke ich bisam Hals in einer Hetze von Qnälnisscn, haupt-sächlich in Folge der preußischen Verfolgungen gegenAlle, die am „Vorwärts" geschrieben; heute mussschon Marx weg, und ich bin rein wüthcnd. Dabeikommen die Umtriebe gemeiner Frankfurter Judenund ihrer Spadassins gegen mich, von feigster Art.Meine Frau krank, und ich halb blind. Sic sehen,ich könnte den Hamburger Successionskricg wohl ent-behren — können Sic mir ihn vom Halse schaffen,desto besser, und ich führe meine anderen Kriegemit desto mehr Macht. Or. Heise last' ich herzlichdanken für den mir versprochenen juristischen Bei-stand; er irtt sich aber, wenn er glaubt, Karl Heinewerde es nicht zum Eklat kommen lassen; ich kenneKarl Heine besser, Der ist eben so starrköpfig wieverschlossen. Auf dem Wege der Ambition kann manihm nicht beikommen, denn er ist in dieser Bezie-hung das Gegcntheil des Vaters, der der öffentlichenMeinung wie ein Höfling schmeichelte; Karl Heincnist es ganz gleichgültig, was die Leute reden. Erhat nur drei Leidenschaften: die Weiber, Cigarrcnund Ruhe. Wenn ich die Hamburger Freudenmäd-chen gegen ihn aufwiegeln könnte, müsstc er bald