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21 (1866) Briefe : T. 3
Entstehung
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218. An Julius Campe.

Paris, den 11. Znli 1844.

Liebster Campe!

Schon seit 4 bis 5 Tagen könnte ich Antwortauf meinen letzten Brief von Ihnen haben, worinich Ihnen die Verlegenheit meldete, die mir IhrStillschweigen verursacht. Letzteres ist mir unbe-greiflich, und beunruhigt mich in einer Weise, dieich unmöglich schildern kann. Was geht mit Ihnenvor? Sind Sic krank? Haben Sie meinen Briefnicht erhalten? Plagt Sie der Teufel? Oder binich selbst toll? — Da lasse ich die schöne Jahres-zeit dahingehn, wo ich wegen meines Kopfübclsnothwendig ins Bad gehen müsste, und bleibe hierauf dem brennenden Asphaltpflastcr von Paris, indem dumpfen Wagengerassel, nach grünen Bäumenund reiner Luft lechzend, die Nerven fieberhaft irri-tiert, vor Ungeduld unfähig die Feder in der Handzu halten — und das Alles, weil ich keine Zeilevon Ihnen erhalte! Sind geringfügige Ursachen hierim Spiel, wenn nicht gar merkantilische, so wär'Das unverzeihlich. An meiner Gesundheit leide icheinen Schaden, der wahrlich nicht zu ersetzen ist,und von Zeitverlust will ich gar nicht reden, undbeklage ihn nur in Bezug aus die Verspätung meiner