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§. 74-
Pocliswe Landschaftsmalerei.
Schöne Landschaften sind vom Dichter undMaler leichter als Menschen zu zeichnen; weilbei jenen die Weite des Spielraums in Farbeund Zeichnung und die Unbckaunlschast mit demt^egensiand die Strenge der Aussprüche mil<derr. Aus den Landschaften der Rcisebeschreisbcr kann der Dichter lernen, was er in den sei«nigcn — auszulassen habe; wie wenig das chaostische Ausschütten von Bergen, Flüssen, Dörsfern und die Vermessungen der einzelnen Beeteund Gewächse, kurz, der dunkle Schutthaufeübereinanderliegender Farben sich von selber inEin leichtes Gemaide ausbreite. Hier allein giltSimonides Gleichsetzen der Poesie und Malesrci; eine dichterische Landschaft muß ein malcrissches Ganzes machen; die fremde Phantasiemuß nicht erst mühsam wie auf einer Bühne