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4,1 (1827) F
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Geschichte des Fa llgeaetzea.

kam zuerst auf «len Gedanken, dafs die Geschwindigkeit viel-leicht derZeit des Falles proportional seyn könne; au9 diesemHauptgesetzo bestimmte er «lio übrigen Gesetzo des Falles, dieer dann mit der Erfahrung verglich und dieser entsprechendfand. Er trug dieso ßchon ira J. 1602 entdeckten Gesetze inseinen Gesprächen über die Bewegung 1 2 vor und legte so denGrund zu unserer ganzen neueren Mechanik. Seine Theoriefand viele Gegner, obgleich auch Torhioelli sie mit vorzüg-licher Eleganz entwickelte 3 , und selbst Baiiasi , obgleich erdes Gai.it. ei Theorie als die richtige vorträgt, äufserte dennoch,es sey doch auch möglich, dafs sich «lio Geschwindigkeiten, wiedie durchlaufenen Räume verhielten 3 . Diese Aeufseruug fafstendie Gegner auf und gaben dem eben angeführten Satze den Namender Hypothese des Baliani. Der Streit über diese Hypothesound ihre Widerlegung durch Gassendj und Fehmat hat fürunsere Zeiten keine Wichtigkeit mehr, da die Richtigkeit desTheorie lauest anerkannt ist.

Galilei selbst stellte Versuche an, um die Richtigkeit dergefundenen Gesetze des Falles zu beweisen. Er liefs in einem12 Ellen langen, -J-Elle hohen, 3 Zoll breiten Ballten einenCanal aushöhlen, den er mit Pergament belegte, um ihn destoglatter zu machen. Diesen Ballten konnte er am einen Endemehr oder minder heben und indem er nun die Zeit beobachtete,welche eine glatte messingene Kugel gebrauchte, um gewisseRäume zu durchlaufen, fand er, dafs diese Räume den Quadra-ten der Zeiten proportional waren. Riccioli und Grimaldisuchten ebenfalls die Theorie durch Versuche zu bestätigen. Ihrewichtigsten Versuche stellten sie auf dem Thurmo degli Asinelliin Bologna an 4 , wo sie eine Fallhöhe von 280 Fufs hatten;aber auch von andern Thürmen liefsen sie Kugeln fallen, undbeobachteten die Zeit mit einem Pendel, welches Sechstel - Se-cunden schlug. Die beobachteten Zeiten stimmten völlig mit

1 Discorsi e dimostraz. matematiche intorno a due nuove scicnzeattenenti alia mecanica cd i movimenti locali. Leid. 1638. und in denOpere di Galileo Galilei, Firenze. 1718. Tomo 2. p. 479, 585.

2 De motu gravium naturaliter descendentium et projectorum,Flor. 1641.

3 De motu gravium solidorum et fluidorum. Genuae. 1646.

4 Vergi. Beuzenberg. S. 82. . Biccioli Almag. Nov. Lib. II.,Gap. 21.