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„Die Unterschiede in den Analysen von Nammelsberg und Abichsind allerdings bedeutend. Beide analysirten Gesteine des ChimborazvauS 17916 und 15130 Pariser Fuß Höhe; sie sind von Ihnen abge-schlagen worden und stammen aus Ihrer geognostischen Sammlungim königlichen Mineralien-Cabinete zu Berlin her. Das Gesteinaus der geringeren Höhe (kaum 37S Fuß höher als der Gipfel desMontblanc), welches Abich analysirt hat, hat ein geringeres specifischesGewicht, und in Uebereinstimmnng damit eine größere MengeKieselsäure als das Gestein, welches Rammelsberg von einem 2736Fuß höheren Punkte zerlegt hat. Nimmt man an, daß die Thon-erde allein dem feldspathartigen Gemengtheile angehört, so kannman in der Rammelsberg'schen Analyse berechnen:
Oligoklas 53,66Augit 34,14Kieselschure 4,03Da also hier bei der Annahme von Oligoklas noch freie Kieselsäureübrig bleibt, so wird es wahrscheinlich, daß der feldspathartige Ge-mengtheil Oligoklas und nicht Labrador sei. Dieser kommt mit freierKieselsäure nicht vor, und bei der Annahme von Labrador in demGestein würde ja noch mehr Kieselsäure übrig bleiben."
Eine sorgfältige Vergleichung vieler Analysen, welche ich der be-lehrenden Freundschaft des Herrn Charles Sainte-Claire Deville ver-danke, dem die reichen geognostischen Sammlungen unseres gemein-schaftlichen Freundes Boussingault zur chemischen Benutzung offenstanden, beweist, daß der Gehalt an Kieselsäure in der Grundmaffedes trachytischcn Gesteins meist größer ist als in den Feldspathen,welche sie enthalten. Die Tabelle, die mir mit großem Wohlwollenvon dem Verfasser selbst mitgetheilt worden ist (im Monat Juni1857), enthält allein fünf der großen Vulkane der Andeskctte: