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Tiefere durch das Höhere zur Ordnung zurückgeführt. Daß aberdie geistliche Macht jeder weltliche» au Würde und Glauz vorgehe,müssen wir um so offener gesteheu, je großer der Vorzug des Geist-lichen vor dem Zeitlichen ist. Dies sehen wir mit klaren Augenaus der Abgabe der Zehuten, aus der Segnung und Heiligung,aus dem Empfange dieser Macht und der Ausübung dieser Ge-rechtsame. Denn nach dem Zeugnisse der Wahrheit belehrt diegeistliche Macht die weltliche, und richtet diese, wenn sie nicht gutist; und so wird von der Kirche und kirchlichen Macht die Weissa-gung des Jeremias (Kap. I, 1t).) erfüllt: Siehe, ich habe dich heuteüber Völker und Königreiche gesetzt. Wenn also die weltliche Machtirre geht, so muß sie von der geistlichen gerichtet werden; begegnetsolches der geringern, so hat sie an der höher» geistlichen Machtihren Richter; aber die höchste kann nur von Gott gerichtet wer-den, nicht von einem Menschen, wie der Apostel bezeugt: Dergeistliche Mensch richtet Alles, wird aber von Niemand gerichtet.Dieses Ansehen ist zwar einem Menschen ertheilt und wird durcheinen Menschen ausgeübt; ist aber keine menschliche, sondern einegöttliche Gewalt, die Petrus und seine Nachfolger durch die Worteempfangen haben: Was du binden wirst u. s. w. Wer also dieserGewalt widersteht, der widersetzt sich der Ordnung Gottes; wirmüßten denn, wie Manichäus, zwei Grundwesen auf ketzerischeArt annehmen, da doch Moses nicht sagt, in den Anfängen, son-dern im Anfange schuf Gott Himmel und Erde. Ferner erklären,sagen, bestimmen und entscheiden wir hiermit, daß alle menschlicheCreatur dem römischen Papste unterworfen sei, und daß mau nichtselig werden könne, ohne dieses zu glauben.
Beilage VI. (Zu S. 133.)
^IieANni cko (lostis I-nckoviai I^ii Iis,, in IiistorinaIchnncornnr Lcri^tt. I'om. ll. j). 276.
„Als aber der Kaiser (Karl der Große) fühlte, daß das Endeseiner Tage nahe sei (denn er hatte sehr gealtert), rief er seinen