Vorrede.
gleich nach dem Erscheinen der „Triarier" vonHerrn von Görres machte ich mich an eine Beurthei-lung derselben; je tiefer ich aber in die Schrift mich hin-ein arbeitete, desto mehr gewann ich die Ueberzeugung,dieselbe verdiene keine Entgegnung; so flach und unbe-deutend ist sie nämlich, und namentlich kann von denhistorischen Momenten derselben kein einziges eine auchnur oberflächliche Kritik aushalten. Wiewol ich nunmeinen polemischen Schriften nur Mußestunden widme,so schloß ich doch das Manuskript mit dem sechzehntenBogen, um die Zeit nicht zu verschwenden. Da las ichaber in dem ersten Hefte der Münchcner historisch-poli-tischen Blatter von diesem Jahre, daß man da drübenin München glaube, die „Triarier" seien ganz un-widerleglich, weil noch Keiner gegen dieselben aufgetretensei. Diese Meinung, die auch nur in München auf-kommen kann und allen seichten Büchern, die Keinereiner Kritik werth achtet, einen sichern Triumph bereitet,bestimmte mich, die abgebrochene Arbeit wieder aufzuneh-men, bloß um den Herren Münchencrn zu beweisen, daßes eine Spielerei sei, die gefeierten „Triarier" überden Haufen zu werfen.
!