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und gerechter behandelt von Holland, als die Katholiken, überdie es in Belgien herrschte? Auf Tyrol sollten Sie sich abernicht berufen; denn als es im I. 18(19 den von Ihnen so hoch-gcpriesencn Aufstand machte: gegen wen erhob es sich? Gegenden König von Baicrn, Ihren jetzigen Landcsherrn, dem daSLand in rechtmäßigem Vertrage zugefallen war, dem es Gehor-sam und Treue geschworen und gehuldigt hatte. Mochte der Pa-triotismus der Tyrolcr noch so edel und schon sein: in Baiernmußte er als Verbrechen gelten, und ist auch als solcher bestraftworden, verdient also Ihrer Regierung gegenüber Ihre Lobprei-sung nicht.
Und was Sie nun über das dritte Glied der Opposition,den Adel, sagen: was man davon halt, das können Sie in denRhcinprovinzcn selbst erfragen, die sich in ihren Organen, denProvinzialstanden, vor noch nicht gar langer Zeit darüber ausge-sprochen haben. Darüber also kein Wort mehr. Ich achte denAdel und halte ihn für ein nothwcndigcs Element im Staatsle-bcn, vorab im monarchischen. Aber wenn er sich Dinge ver-mißt, wie Heuer in den westlichen Provinzen; wenn er seinenKönig und Herrn zur Rede stellen will ob seines Thuns, undeinen Schritt, den dieser gezwungen gegen eins seiner Mitgliederthat, als eine Beleidigung der ganzen Corporation ansieht, gleich-sam Satisfaction fordert, und, da er abgewiesen, Sympathienmit dem Volke zur Schau tragt, welches er haßt und verachtet,von dem er wiederum nie geliebt ist: so kann man dieses Treibenfüglich an das Urthcil des sensus communis verweisen und dieSache weiter unberührt lassen.
Was der Adel bei dem Ereignisse gcthan hat und noch thut,das wissen wir; auch was daS Volk gcthan hat, liegt vor.Aber, wenn Sie im Athanasius dieses Volk vor Empörung ge-gen die Obrigkeit warnen; wenn die Münchener historisch-politi-schen Blatter gleichsam die Hände zum Himmel erheben und demHerrn danken, daß er das Volk vor Aufrnhr bewahrt und so derKirche Ehre gerettet habe; wenn Sie S. 189 Ihrer Triaricr sa-gen: Das Volk hat seinerseits nicht revoltirt, noch auch in Auf-