tcn, verpäpstlichtcn Kirche. Dies Recht ist eine mittelalterlicheAntiquität geworden, worum man sich nur noch in Rom, wieum ein thcurcs Kleinod, kümmert; woraus freilich wol ein HerrWalter, mit völliger Umgehung der Schrift und der alten Ca-noncs, ein neues Kirchcnrccht formiren kann; ein Kirchcnrechtaber, welches zur neuem Zeit paßt wie eine alte Ritterrüstungzu einem Pariser Modcfrack. Kommen Sie der heutigen Mensch-heit, namentlich den Protestanten, nicht mit solchem Kirchcnrcchtc;kommen Sie den Königen nicht damit, alle haben längst dagegenprotcstirt, und mit vollem Rechte.
Die lange Diatribe, die Sie von S. 138 über Vruno'öFrage: „wie doch das Kölner Ercigniß in heuriger Zeit zu so gro-ßer Bedeutung gekommen sei", anstellen, kann ich ganz übergehen,da Frage und Antwort schon oben einmal vorgekommen sind; ebenso wenig werde ich mich auf das einlassen, waS Sie mit HerrnBruno von S. 134 an aufstellen wegen der gegen Ihre Persönlich-keit, namentlich wegen des öftcrn totalen Wechsels Ihrer Grund-sätze und Ansichten gemachten Vorwürfe. Nur eins will ich thun,nämlich Ihnen aus Ihrer Schrift: „Deutschland und dieRevolution" eine Stelle unten herschrcibcn, die die Ansichtenthält, die Sie 1816 noch von Luther und der Reformationhatten, gegen welche beide Sie jetzt einen so großen Unwillenhaben, daß Sic letztere in einer bekannten Phrase den zweitenSünden fall nennen. ")
Sic kommen S. 168 zum Schlüsse der Schrift, und wollenihr, um damit zu Ende zu kommen, nur einen flüchtigen Blickzuwerfen. Es geht mir gerade so mit der Ihrigen, und ich willmich der von Ihnen vorgeschlagenen Methode befleißigen, um dieletzten zwanzig Seiten derselben recht kurz zu absolvircn.
S. 4Z: „Die Reformation hat zu Gericht gesessen, um den Ver-fall der alten Zuchl in und außer der Kirche, die Erstarrung deshöheren geistigen Lebens, der Heuchelei und Selbstsucht, unddie Versteinerung und Verdammung in cnlleerlen Formen zurichten."