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von Bestialität gewesen sei; denn jene Mordsccncn an Irrgläubigein Spanien und den andern Ländern verübt, wurden verübt vonGeistlichen und Bischöfen, in förmlich und feierlich gehegten Ge-richten ; nicht etwa im Toben und Stürmen der Leidenschaften,wenn die guten Geister aus dcö Menschen Brust gewichen sind,sondern mit kalter Ruhe und Besonnenheit, und die Oberhäupterder Kirche haben sie gebilligt, bestätigt, haben ihnen nicht ge-flucht, sie nicht verhindert, obwohl sie es konnten. Und vondiesen Bestialitäten, wie Sie jene Härte nennen (ich verstehedarunter den Mord für den Glauben selbst, nicht das Unmaaßder Qualen, welches die Opfer, che sie starben, zu erdulden hat-ten, wie Sie es verstehen), sind auch die Päpste nicht freizu-sprechen. Denn das Ärcuzeshecr, welches Jnnoccnz III. im I.1298 gegen die Albigenscr in Frankreich schickte, ermordete inBcziers nebst den Bewaffneten auch 12999 Greise, Weiber undKinder, unter der Anführung eines päpstlichen Legaten; und dierömische Inquisition, durch Paul IV. errichtet, wenn sie auchnicht so wüthcte, wie die spanische, hat doch der edelsten Opfergenug geschlachtet für den alleinseligmachenden Glauben. Glau-ben Sie, das sei die Art und Weise gewesen, wie die Kirche ih-ren Beruf, die sittliche Weltordnung, die auf dem Christcnthumeberuht, zu erhalten, erfüllen konnte? Es wäre dies doch für-wahr eine ganz cigcnthümliche Art und Weise. Aber jene Be-stialität, wie Sie den ungöttlichcn Frevel nennen, zeigt sich nochin einer viel jämmerlicheren Weise, wenn man bedenkt, daß jeneHierarchie, die Ihnen doch stets die Kirche ist, nachdem sie durchihre Verdcrbthcit den Abfall der Völker herbeigeführt hatte, nun,da ihr die Macht des Geistes und der Sittlichkeit, womit dieAbgeirrten wieder gewonnen werden konnten, ausgegangen war,zu Schwert und Scheiterhaufen griff, um die Verirrten zu be-kehren, um neue Vcrirrungcn zu verhüten. Wenn Sic eine sol-che Bestialität (um bei Ihrem Ausdrucke zu bleiben) mit demGeniuö des Chrisicnthums, mit dem Begriffe und der Würde derKirche vereinigen können: dann wünsche ich Ihnen Glück zu die-ser Anthropomorphose, d. h. zu dieser Vergcmciuerung dcS Chri-