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Der erste Triarier : an Joseph von Görres
Entstehung
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jedesmal maskirt und gedeckt, und daß der Glanz und Schim-mer, der von jenem ausstrahlt, an diesem in schräger Richtungvorbcistrcift, und wie dessen Nachtfarbe zu einem Grauhell hebt,so besonders seine Nacktheit und Bloße deckt. Dadurch fangenSie Taufende der gewöhnlichen Seelen, die nie zum eigenen Ge-hen kommen, sondern stets am Gangelbande straucheln. Dochauch der Verdienste hat Ihre Schrift genug; sie ist an den mei-sten Stellen mit Ruhe und Würde gehalten; und Ihre wirklichgenialen, geistreichen Auffassungen von Katholicismuö und Kirchegewahren auch dann noch einen hohen Genuß, wenn man auchstets den Gedanken festhalten muß, daß Sie nur eine Theoriegegeben, daß Sie nur ein Gemälde geliefert, wie Katholicismusund Kirche haben sein sollen, aber leider nie gewesen sind.Mit Vergnügen habe ich Ihre Schrift gelesen; und auch da, woich gegen dieselbe kämpfen muß, freue ich mich immer des Ge-dankens, daß es Kampf gegen einen lebendigen Geist ist.

Die Kampfesweise ist hier schwer im Voraus zu bestimmen;da ich für die Ansichten und Behauptungen Ihrer Gegner nichteinstehen will, d. h. sie bei Seite lasse und meinen eigenen Weggehe, so scheint es mir das Beste, mich überhaupt weniger mitdem Einzelnen zu befassen, als diejenigen ganzen Richtungen undConsequcnzcn Ihres Buches, die nach meiner Ansicht falsch sind,zu bestreiten.

Wie sehr ich nun auch Ihrer Versicherung trauen mochte,daß Sie ganz redlich gegen Ihre Feinde verfahren: nicht so ganz,Herr Gvrres, wie Sie angeben; Sie können noch immer nichtvon der listigen Art loskommen. Sie haben sich die Punkte undStellen aus den Schriften Ihrer Gegner, die zu bekämpfenIhnen leicht und forderlich schienen, hcrauögewahlt, alles Andereaber bei Seite geschoben; die ganze historische Seite Ihrer Geg-ner haben Sie durchaus ignorirt, und doch war dies die stärkste.Daher will ich den historischen Angriff wie in dem „ThomasBecket", so auch hier, vorzüglich herausstellen, und ich hoffe,Sie werden, was Sie den drei ersten Gegnern verweigert, mirgewahren, nämlich Rede stehen auf diesem Felde.