Druckschrift 
2 (1826) C und D
Entstehung
Seite
653
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Duns t.

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Jiclien Dampf gleichfalls für eine Auflösung der Wasserparlikelnin der atmosphärischen Luft, wofür die vollständige Durch-sichtigkeit desselben ilnn als Beweis dient. Hiervon unterschei-det er indefs den dichteren Dunst (vapeur concrete), welcherentweder aus kleinen Tröpfchen oder gefrorenen Eisnadeln,oder hohlen Bläschen bestellt, das Licht auf eine eigenthümli-che Weise hriclit und rcllectirt, und hierdurch die optischenMeteore erzeugt, welche eben daher Vorboten von Begen oderSchnee sind. Saüssüre zeigte aufserdem, wie man sich vondem Vorhaudenseyn.solcher bläschenarligen Kugeln überzeugenkönne. Man setzt zu diesem Ende eine dunkele, und daherdas Sehen erleichternde Flüssigkeit, als Tintehaltiges Wasseroder Cafe nach beträchtlicher Erhitzung an einen Ort, wo dieLuft ruhig ist und starkes Licht auf die Oberfläche fällt. In demaufsteigenden Dunste unterscheidet man mit blofsen Augenleicht gröfsere und kleinere, einzeln schwebende, ein buntesFarbenspiel zeigende, zum Tlieil auch hlofs weifsliche Kügel-chen, mit einer Loupe von 1 bis 1,5 Z. Brennweite aber be-merkt man einen Unterschied ihrer Gröfse, und sieht die klei-neren schnell in die Höhe steigen, die gröfseren aber zum Tlieilwieder auf die Flüssigkeit zurückfallen, auf deren Oberflächesie so leicht schweben, clafs man sie mit einen Hauche zur Seiteblasen kann, wobei ein groiser Th eil derselben aufzusteigen pflegt.

Die Dunstbläschen ■werden auf diese Weise noch leichter sicht-bar als vermittelst eines eigenen dampfkugelartigen Apparates,welchen de Saussüke zu ihrer Beobachtung verfertigte. Dieser f;jt.besteht aus einer hei A verschlossenen, hei B in eine feine ofie-l^-ne Spitze auslaufenden llöhre von weifsem nicht dickem Glase,mit zwei Kugeln C und D. In die ersterc dieser Kugeln D brach-te er etwas Wasser und erhitzte dieses über einer Weingeistlam-pe. So lange die Kugel C kalt blieb, zeigten sich in derselbeneine Menge Dunstbläschen, wurde aber auch diese erhitzt, sowar in derselben blofs durchsichtiger Dampf, welcher mit Dunstvermischt aus der Spitze ausströmte. Wurde der Apparat vonder Weingeistflaimne entfernt und C abgckühlt, so zeigten sichin derselben die Bläschen -wieder sehr deutlich, und mit einerLoupe konnte man ihre Bewegungen wahrnehmen. Diese Ver-suche zeigen evident, dafs dje Dunstbläschen erst durch dieEntziehung eines Theiles des Wärmestofl’es gebildet werdenj