f
336 D a ra p f.
aber diente zum Entweichen der anfänglich cingeschlossencu [Luft und späterhin des Dampfes zur Regulirung der Versuche.Aus dem Querschnitte der OcITuung des Ventils und der Bela-stung der Kugel desselben wurde die Elasticität der Dämpfehe.rechnet, diesem die Barometerhöhe zuaddirt, und auf dieseWeise die ganze Elastici ta t in Höhen der Quecksilbersäule ge-funden. Darf man hierbei die Genauigkeit der Experimentewie billig, nicht in Zweifel ziehen, so würden nach der Angabevon Biker und in Uebereinslinnnung mit sonstigen Beobachtun- .gen die gefundenen Elasticitätcn eher etwas zu niedrig, als 2 u |grofs seyn, im Allgemeinen aber sehr grofses Vertrauen verdie-nen. Man weifs nämlich, wie unglaublich schwer cs hält, auchdurch die sorgfältigste Arbeit aufgeschlilTenc Ventile zu erhal-ten, welche absolut genau schliefscn, und wenn etwas Dampfentweicht, so gehl die Elasticiliit leicht unter diejenige herab,welche der beobachteten Temperatur zugehört. Es wirdiudefsnoch auf sordem bemerkt, dai's zur genauen Bestimmung derTemperatur durch einen vorläufigen Versuch ohngefähr derje-nige Thermomctcrstand gefunden sey, bei welchem das Ventilmit einer gegebenen Last beschwert, aul’geschlagen wurde, unddafs demnächst durch Eröffnen des Hahns bei A und dadurchbewirktes Ausströmen von etwas Dampf man den Thermomc-terstand fast stationär- erhalten habe. Diese Bedingungen deu-ten also auf eine geringere Elasticität als diejenige, welche denTemperaturen genau zugehört. Auf der anderen Seite aber istgleichfalls bekannt, dafs in der Regel, wie langsam und vor-sichtig auch die Erwärmung betrieben wird, dennoch dieDämpfe leichter die Hitze annelnnen, als die gebrauchten Ther-mometer, weswegen die Elasticitätcn leicht höher gefunden wer-den,, als die den Temperaturen zukommen. Indem aber diesebeiden Ursachen von Fehlern einander, entgegengesetzt sind,ohnehin aber versichert wird, dafs mehrere Versuche sehr un-bedeutend abweichende Resultate geliefert hätten, so müssenwir die erhaltenen für einen höchst schätzbaren Bei trag zur Auf-klärung und Begründung einer wichtigen physikalischen Lehrehallen. Folgendes sind die im Mittel aus mehreren Versuchenerhaltenen Wertlic, -wenn e die Elasticität in Par. Zollen (dasVerliältnifs des Pariser zum Wiener = 144: 140,13 gesetzt)und t die Temperatur nach Graden der achlziglh. Scale bedeutet.